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Fleischskandal verdirbt Weihnachtsgeschäft

Durch den Fleischskandal in Irland wird befürchtet, dass Irlands Lebensmittelindustrie einen nachhaltigen Schaden erleidet.

von Alimenta Import

Für Irlands Schweinezüchter hätte die Entdeckung von dioxinvergiftetem Schweinefleisch zu keinem schlechteren Zeitpunkt kommen können. Wenige Wochen vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft wurden die Regale der Supermärkte von allem Schweinefleisch leergeräumt. Würste, Speck, Schinken, Blutwurst, Salami, Steaks und Schnitzel müssen vernichtet werden.

125 Mio. Euro Schaden

Das irische Landwirtschaftsministerium und die Lebensmittelaufsichtsbehörde in Dublin veranlasste die Notschlachtung von bis zu 100 000 Tieren. Das vernichtete Fleisch weist zudem einen Gesamtwert von 125 Millionen Euro auf. Die irische Lebensmittelindustrie, die auf ein naturnahes, umweltfreundliches Image setzt, mit einem jährlichen Umsatz von sieben Mia. Euro., befürchtet einen länger anhaltenden Vertrauensverlust irischer und ausländischer Konsumenten. Irisches Fleisch wird in bis zu 25 Länder exportiert.

PCB löst Krebs aus

Das Gift, das im irischen Fleisch gefunden wurde, hatte sich in Schweinefutter, das von einer Firma an 56 Bauernhöfe verkauft wurde, befunden. Testst hatten ergeben, dass einige Produkte 80- bis 200-mal mehr Dioxin als gesundheitlich vertretbar, enthielten. Die Lebensmittelaufsichtsbehörde in Irland und Grossbritannien wie allerdings darauf hin, dass PCB im Fleisch Krebs auslösen könne, doch daz sei ein regelmässiger Konsum über viele Jahre hinweg notwendig. hps