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Deutsche Verbraucherpreise gesunken

Vorallem bei Molkereiprodukten und Gemüse wurden letzten November die Preise gesenkt. Butter ist noch billiger als vor der Preishausse im 2007.

von Alimenta Import

In Deutschland sind die durchschnittlichen Preise für frische Lebensmittel im November des vergangenen Jahres gesunken. Gemäß dem Frischeindex der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) gab es die betreffenden Erzeugnisse 3 % preiswerter als im Oktober 2008. Erstmals seit 32 Monaten waren die Frischeprodukte auch günstiger als im Vorjahresmonat, und zwar im Mittel um 2,1 %. Billiger angeboten als im November 2007 wurden vor allem Molkereiprodukte sowie Gemüse. Für Fleisch, Fleischwaren und Wurst, Obst, Margarine und Eier mussten die Verbraucher hingegen mehr bezahlen. Besonders deutlich senkte der Einzelhandel im November 2008 die Preise für Milchprodukte: Im Schnitt lagen diese um 11,3 % unter dem Niveau von Oktober; im Jahresvergleich betrug das Minus sogar 22 %. Im Einzelnen kostete Trinkmilch wieder genauso viel wie vor den ersten Preiserhöhungen im Jahr 2007. Das preiswerteste 250-g-Päckchen Deutsche Markenbutter war im November 2008 mit 72 Cent sogar um 4 Cent günstiger als vor der ersten Preisanhebung im Mai 2007. Die Käsepreise blieben relativ stabil; sie gingen saisonal “nur” um 2 % zurück. Fleisch und Wurstwaren entwickelten sich saisonal betrachtet ebenfalls recht stabil; sie waren gegenüber dem Vorjahr jedoch deutlich teurer. Geflügelprodukte wurden im November zwar rund 4 % günstiger angeboten als im Vormonat, im Jahresvergleich aber 3,7 % teurer. Die Obstpreise gaben saisonal im Mittel etwa 2 % nach; verglichen mit November 2007 bedeutete das aber noch ein Plus von 3 %. Während die Verbraucherpreise für Margarine und Speiseöl im Berichtsmonat weitgehend stabil blieben, erhöhten sie sich gemessen am Vorjahresmonat um durchschnittlich 23 %. Brot und Kleingebäck bezogen die Konsumenten zu saisonal fast konstanten Preisen; auch im Jahresvergleich fiel das Plus mit 1,4 % sehr moderat aus. AgE/hps