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Einsprache gegen Appenzeller AOC-Gesuche

Der Kanton St. Gallen erhebt Einsprache gegen die Aufnahme von Appenzeller Mostbröckli, Pantli und Siedwurst ins Register der geschützten Herkunftsbezeichnungen (AOC).

von Alimenta Import

Die vom Metzgermeisterverband Appenzellerland beantragte Grenzziehung für die geschützten geografischen Angaben (GGA) seien willkürlich, schreibt die St. Galler Staatskanzlei am 22. Januar. Zwar seien die vier St. Galler Gemeinden Eggersriet, Thal, St. Gallen und Gossau einbezogen. Das Toggenburg fehle aber. Traditionell bestehe ein reger Austausch zwischen den Kantonen St. Gallen und beiden Appenzell, heisst es. Die Kultur der Toggenburger und Appenzeller Bevölkerung rund um den Alpstein habe viele Gemeinsamkeiten. Topografie, Klima und Produktionsgrundlagen seien ähnlich. Ebenfalls nicht nachvollziehbar sei für die St. Galler Regierung, dass für die Herstellung von Appenzeller Motbröckli Importfleisch verwendet werden dürfe. Die Beschaffung der Rohstoffe sei in der Ostschweiz, auf jeden Fall aber in der Schweiz, problemlos möglich.

Der Metzgermeisterverband Appenzellerland hatte die Registrierung der geschützten Urspungsbezeichnungen im vergangenen Oktober beim Bundesamt für Landwirtschaft beantragt. Mit dem Label GGA sollen die Originalität der registrierten Produkte bewahrt und Nachahmungen vermieden werden. lid