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FBK 2009: Technik-Neuheiten (Teil 2)

«foodaktuell.ch» präsentiert FBK-Technik-Highlights als Fotoreportage: Teil 2: Automatisierung-Möglichkeiten.

von Foodaktuell Importer

Automaten gelten als qualitätskonstant, Menschen dagegen als flexibel. Dies stimmt in der Praxis, aber daraus darf nicht gefolgert werden, dass Maschinen zwangsläufig weniger flexibel arbeiten (weil sie Maschinen sind). Um höhere Anforderungen zu erfüllen, können die Konstrukteure durchaus mehr und genauere Sensoren, Regelkreise und Aktoren einbauen, was die Konstruktionen allerdings verteuert.

Die Maschinenbaufirmen verfolgen daher eine Optimierung zwischen Kosten und Nutzen. So ist etwa ein Roboter, der Teigstränge zu Zöpfen flicht, nicht unkonstruierbar aber unrentabel. Auch in der neuen vollautomatischen Brotfabrik Hicopain in Dagmersellen werden Zöpfe von Hand gefochten. Wären jedoch die Nachfrage nach Zöpfen sowie die Personalkosten der FlechterInnen ein Vielfaches höher, kämen durchaus Flechtroboter auf den Markt. So war an der ProSweets-Messe in Köln Ende Januar ein Schleifen-bindender Roboter ausgestellt. Und an der FBK waren mehrere Maschinen zu begutachten für die Automatisierung in gewerblichen Bäckereien. Einige Beispiele (Fotoreportage):




Neu bei Pitec: die kontinuierliche «handwerkliche Brotanlage» mit Stationen von «Glimek» für Grossbrote und von «König» für Kleinbrote. Gebaut werden die Glimek-Stationen in Schweden aber zusammengeführt bei Pitec in Oberriet SG. Die sehr kompakte Linie besteht aus einer Chargen-Teigteilmaschine für vorgegärten Teig mit Druckregelung. Das Absetzen der Teiglinge auf das Band geschieht manuell, aber die weiteren Prozesse kontinuierlich ohne Handarbeit: Rundwirken mit Excenterkegel, zehn Minuten Entspannen im Ruheschrank, stressarmes Langwirken. Das Absetzen auf Bleche oder Apparate ist wieder manuell. Die Linie schafft Weichteige bis zu 180% Teigausbeute, was die Bezeichnung «handwerklich» bezüglich der Produktqualität trotz hohem Automatisierungsgrad rechtfertigt.




Conwet: Mini Quadro Round von WP: kontinuierlicher und stressfreier Teig-Teiler, –Former und –Abstücker für weiche Hefeteige bis zu einer Teigausbeute von 175%. Bedienung durch eine Person. Vorteile: Personalkosten-Einsparung und Qualitätskonstanz.




Ofen-Spezialist Häussler hat den Holzbackofen automatisiert: Der Brenner des Habomat wird schubweise mit Holzpellets alimentiert, und die Asche wird ausgetragen. Backen mit fallender Hitze ist möglich wie im konventionellen Holzofen, und die Brotqualität ist sensorisch vergleichbar gemäss Richard Häussler.




Opelka: Neu ist der Chargen-Fritierautomat Magic Baker für Berliner, Schenkeli (mit Wendekorb und Gitter) sowie Fasnachtschüechli (auf Blechen gebacken). 1000 Programmplätze und 10 hinterlegte Programme. Nur 14 Liter Fritieröl. Thermoöl-Beheizung (keine Heizschlange). Gewinner des Trendawards der letzten Südback-Messe.




Scheibler AG: Die japanische Hightech-Füllmaschine Rheon KN550 ermöglicht vielseitige Formate sowie die Zusammenführung von zwei oder drei Komponenten (Coextrusion).

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