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Kein Schoggi-Brot mehr an Schulen

Gemäss den neuen Richtlinien der Stadt Zürich sollen an Schulen, gesunde von ungesunden Nahrungsmitteln getrennt werden.

von Alimenta Import

Die neuen Ernährungsrichtlinien fördern die Gesundheit – auf Kosten der Mündigkeit -, schreibt die NZZ. Denn die Stadt Zürich will der Dickleibigkeit, Stoffwechselstörungen und Diabetes den Kampf ansagen. Schliesslich koste ein gesunder Volkskörper den Staat weniger Geld als ein übergewichtiger. Der Preis der dazu jedoch fällig ist, ist hoch. Es ist die Freiheit.

Vollkornbrötchenzwang

Der Vollkornbrötchenzwang beraube die Kinder jener Qual der Wahl, denen sich zahllose Schülergenerationenvor ihnen beim mittäglichen Gang durch die nächste Coop- oder Migros-Filiale ausgesetzt sahen. Mit dem Verpflegungsbatzen der Eltern in der Hand standen sie vor einem Berg von Kuchen und Schoggi-Brötchen, von goldgelb glänzenden Bratkrusten, fetten Würsten und triefenden Saucen, die offensichtlich allein dazu da waren, unschuldige junge Menschen ins Dilemma zu stürzen. Pouletschenkel oder Gurkensalat?

Mit dieser genussfeindlichen Kontrollpolitik weitet die Schule ihren Einfluss weiter ins Private aus. Mit doppeltem Gewinn: Indem sie das Mineralwasser per Dekret über das Cola stellt, kann sie nicht nur mit gertenschlanken Schülern rechnen, sondern verfügt über ein zusätzliches Wertsystem zu deren Disziplinierung. hps