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Lidl startet mit Fahnen und Alphörnern

Mit Alphornklängen, Fahnenschwingern und Kaminfegern hat der deutsche Discounter am 19. März in Winterthur offiziell seine ersten Filialen eröffnet.

von Alimenta Import

«Wir hoffen, dass die Schweizer uns als Alternative zum bisherigen Angebot annehmen», sagte Andreas Pohl, Chef von Lidl Schweiz, bevor die ersten Kunden in den Lidl-Laden strömten. Neben Winterthur wurden weitere zwölf Filialen eröffnet, vor allem im östlichen Teil der Schweiz.

Der Warenkorb bei Lidl sei etwa gleich teuer wie bei Aldi, erklärte Pohl gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. In den Inseraten zur Eröffnung wirbt Lidl mit Früchten und Gemüsen zu Tiefstpreisen. So gibt es 500 Gramm Erdbeeren für 1.11 Franken, Broccoli für 77 Rappen pro Kilogramm, Rüebli für 1.09 Franken und Bananen für 88 Rappen das Kilogramm.

Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) stösst sich daran, dass bei den Schweizer Früchten und Gemüsen, die unter der Herkunftsbezeichnung «Suisse Garantie» verkauft werden, die Konsumenten irregeführt würden. In der Werbebroschüre «Emotion», hatte Lidl diese Produkte mit der Aussage angepriesen, dass sie “ohne den Einsatz von Chemie und Gentechnologie” produziert worden seien.

«Suisse-Garantie» gebe aber lediglich Auskunft über die Herkunft, sagte SKS-Geschäftsleiterin Sara Stalder. Zudem dürften “Suisse-Garantie”-Produkte durchaus mit Hilfe von chemischen Pflanzenschutzmitteln hergestellt werden.

Irreführend sei auch die Aussage, dass die Früchte und Gemüse “gentechfrei” seien. “In der Schweiz ist die gesamte Landwirtschaft bis 2013 dazu verpflichtet, gentechfrei zu produzieren”, sagte Stalder weiter. Mit diesem Etikett zu werben, sei deshalb irreführend und verstosse gegen den lauteren Wettbewerb.

Die SKS will deshalb mit Lidl das Gespräch suchen. Falls Lidl die betreffenden Aussagen nicht entferne, komme die Sache vor Gericht.lid

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