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Gutes 2008 für die Fleischproduzenten

In der Schweiz wurden letztes Jahr 3% mehr Fleisch gegessen, der Kopf-Konsum stieg auf 53,4 kg (+1,8%). Allerdings lag der Anteil der Inlandproduktion zum Teil deutlich unter dem Vorjahresniveau.

von Foodaktuell Importer


Die gesamte Fleischbranche – Produzenten, Verwerter, Importeure und Detailhandel – kann auf ein gutes Jahr zurückblicken. Die Konsumstimmung war während des ganzen Jahres gut und der Pro-Kopf-Konsums hat erneut leicht zugenommen. Bedeutende Zunahmen der ver-fügbaren Mengen an verkaufsfertigem Fleisch wurden beim Geflügel (+7,3%) und beim Rind-fleisch (+5,8%) verzeichnet, Rückgänge gab es bei Kalbfleisch (-3,7%), Schweinefleisch (-0,9%) und Lammfleisch (-2,3%).

Vom 1. bis zum 3. Quartal lag die Inlandproduktion sowohl bei den Rindviehkategorien, bei den Schweinen wie auch bei den Schafen zum Teil deutlich unter dem Vorjahr. Nahezu ausge-trocknet war zeitweise der Markt für Verarbeitungstiere. Einerseits hatte dies in dieser Periode höhere Schlachtviehpreise zur Folge, andererseits wurden zur Gewährleistung einer genügen-den Fleischversorgung grössere Fleischmengen zum Import freigegeben. So wurden unter anderem 12’750 Tonnen Kuhhälften importiert (2007: 4’850 t), was umgerechnet rund 42’500 Kühen entspricht.

Dies bewirkte, dass der Inlandanteil an der verfügbaren Fleischmenge in allen Kategorien ausser beim Kalbfleisch sank. Mit der zum Teil sehr deutlichen Zunahme der Schlachtung von Kälbern, Grossvieh und Schafen ab September fielen die entsprechenden Schlachtviehpreise durchwegs unter das Vorjahresniveau.

Im Jahresdurchschnitt konnten jedoch bei allen Schlachtviehkategorien höhere Preise realisiert werden. Der seit 2006 andauernde leichte Anstieg des Pro-Kopf-Konsums von Fleisch hat sich auch 2008 fortgesetzt (+1,8%), dies bei einer erneuten Zunahme der in der Schweiz wohnhaften Personen. Der gesamte Fleischkonsum lag bei 417‘330 Tonnen (53,43 kg pro Kopf). (Medienmitteilung Proviande)