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Schwindel mit Joghurtschokolade

Foodwatch kritisiert Ferrero. Der Schokoladekonzern betreibe mit Yogurette Etikettenschwindel.

von Alimenta Import

Die selbsternannten Essensretter von foodwatch.de, bezeichnen die Vollmilchschokolade, Yogurette, als Schwindel. Auf der Verpackung stehe, dass die Schokolade Magermilchjoghurt-Erdbeer-Creme, enthalte. Doch ganze 5,5 Prozent Erdbeergranulat, das zudem hauptsächlich aus Zucker, Fett und gemäss Foodwatch ein wenig Erdbeerpulver bestehe, sind drin.

15-jährige Übergangsfrist

Auch am Werbeslogan, «schmeckt joghurt-leicht finden die «Essensretter» keinen Gefallen. Denn Yogurette enthalte mehr Kalorien und Fett als zum Beispiel eine gewöhnliche Milka-Vollmilchschokolade. Laut einer EU-Verordnung, die gesundheitsbezogene Werbung regulieren soll, dürfen Produkte nur dann mit dem Begriff «leicht» beworben werden, wenn sie 30% weniger Kalorien enthalten als vergleichbare Produkte. Ferreros «schmeckt joghurt-leicht«-Slogan verstößt gegen diese Verordnung. Warum die Werbung aber trotzdem legal ist, fragen sich die Foodwatch-Verantwortlichen? Weil es für Marken, die schon vor 2005 im Handel waren, eine Übergangsfrist von 15 Jahren, also bis 2022 gibt.

Den Kalorien-, Fett- und Zuckergehalt von Yogurette druckt Ferrero nicht auf die Verpackung. Nur auf telefonische oder schriftliche Anfrage teilt das Unternehmen die Nährwerte mit – allerdings nicht vollständig. Zum Zuckergehalt möchte man nämlich keine Angaben machen.

Oder der Verbrauche sieht sich auf der Website vom italienischen Schokoladekonzern um. Dort sind auch Nährwertinformationen zu finden, jedoch diejenigen von «Original»- Erdbeeren. hps

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