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AOC-IGP-Vereinigung mit neuen Statuten

Die Mitglieder der Vereinigung zur Förderung der AOC-IGP haben am 6. Mai 2009 einer Statutenrevision zugestimmt. «In erster Linie haben wir unser Regelwerk vereinfacht», sagte Präsident Alain Berset an der Generalversammlung in Sursee.

von Alimenta Import

Neu erhalten Unternehmen die Möglichkeit, Mitglied zu werden. Dies, sofern die Sortenorganisation des Produktes, das sie herstellen, der Vereinigung nicht schon angehört. Weiter sollen die neuen Statuten dazu beitragen, dass das Stimmrecht von aktiven und passiven Mitgliedern klarer geregelt ist.

«Zehn Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes über die Ursprungsbezeichnungen AOC-IGP können wir uns darüber freuen, dass die AOC und IGP ein wachsendes wirtschaftliches Gewicht haben», sagte Alain Berset. Die Spezialitäten würden für Liebhaber des guten Geschmacks und von authentischen Produkten immer attraktiver.

Schwierig bleibt die Situation beim internationalen Schutz im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO). Ausländischen Produzenten sei es nach wie vor möglich, Schweizer Spezialitäten zu kopieren und von deren Bekanntheit zu profitieren. Positiver sieht Berset die Situation mit der EU. Er erwartet, dass die Schweizer AOC- und IGP-Produkte bald einen wirksamen Schutz in der gesamten Europäischen Union erhalten werden. Dies dank der gegenseitigen Anerkennung der Ursprungsbezeichnung.

In der im letzten Jahr gestarteten Kampagne warben verschiedene Mitglieder der Vereinigung erstmals gemeinsam für ihre Produkte. So vereinen beispielsweise die Regionen Waadt und Wallis je drei Spezialitäten ihres Kantons auf einem Werbesujet. Weil die finanziellen Mittel für diese Kampagne von den beteiligten Sortenorganisationen zusammengelegt wurden, sei der Nutzen besonders gross gewesen, sagte Geschäftsführer Alain Farine. Künftig soll vermehrt in einem einheitlichen Look geworben werden. Schwergewichtig wird die Deutschschweiz stärker bearbeitet, da AOC und IGP dort weniger bekannt sind als in der Romandie. mig