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Brotkonsum leicht gesteigen

Wie jedes Jahr veröffentlicht das Bundesamt für Landwirtschaft BLW die aktuellen Zahlen zum Brot- und Backwarenkonsum in der Schweiz. Der Gesamtkonsum von Brot- und Backwaren pro Person und Tag hat sich von 131 g auf 134 g erhöht; das entspricht 2,75 Prozent mehr Konsum als im Vorjahr.

von Foodaktuell Importer


Der inländische Mehlausstoss war 2008 um 0,9 Prozent höher als im Vorjahr. Der Exportüberschuss sank um ca. 6,5 Prozent. In absoluten Zahlen stieg die inländische Mehlmenge 2008 stärker als zwischen 2006 und 2007. Der inländische Mehlverbrauch stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 1,8 Prozent. Pro Kopf der Bevölkerung ergaben sich somit brutto 45,1 kg/Jahr. Der Konsum von Dauerbackwaren, Konditoreiwaren und die Detailhandelsverkäufe sank um 6,6 Prozent, wobei die Reduktion vor allem bei den Detailhandelsverkäufen registriert wird.

Der Gesamtkonsum von Brot- und Backwaren pro Person und Tag hat sich von 131 g auf 134 g erhöht; das entspricht 2,75 Prozent mehr Konsum als im Vorjahr (vgl. Grafik). Die Mehl-Detailhandelsverkäufe unterliegen offenbar grösseren Schwankungen. Die Gründe dafür sind schwer eruierbar.

Der Konsum von Dauerbackwaren hat sich im Jahr 2008 pro Person und Tag bei 15 g (Vorjahr 15 g) stabilisiert. Bei der Aufteilung in „Hausverpflegung“ und „Ausserhauskonsum“ (Seite 4 des Berichtes) fällt auf, dass der Ausserhauskonsum sich von 55,4 g auf 59,7 g pro Person und Tag erhöht hat, was einem beobachteten steigenden Trend entsprechen dürfte.




Brotähnliche Gebäcke sind Knäckebrot, Zwieback, Biscottes etc. Vor allem die Schwedenbrötchen (Crisp Rolls) sind in der Schweiz beliebt.

Der Konsum von brotähnlichen Gebäcken ist mit 1,7 g unverändert geblieben. Der Konsum über alle Brot-, Backwaren und brotähnlichen Gebäcke hat sich im Berichtsjahr von 48,3 kg um 1’600 g auf 49,9 kg erhöht (+3,3 %).

Die Bevölkerung hat gemäss Bundesamt für Statistik (BFS) um 1,4 Prozent zugenommen. Die prozentuale Zunahme der verfügbaren Mehlmenge war grösser diejenige der Bevölkerung. Daraus resultiert der gestiegene Pro-Kopf-Konsum. Das Interesse am Pro-Kopf-Konsum beschränkt sich nicht allein auf die Bäckereibranche, sondern zunehmend auch auf die vor- und nachgelagerten Stufen, Mehlproduktion und Detailhandel.

Berechnung Brot- und Backwarenkonsum
(pro Person/Tag, produktionsbezogen)

2008
(in Tonnen)

a) Mehlausstoss 11 378’633.50
Mehl aus Selbstversorgung (+) 2) 8’000.00
Ausfuhrüberschuss (-) 3) 39’342.80
Total Mehlverbrauch 347’290.70
b) Wohnbevölkerung 4) 7.700 Mio.
c) Mehlverbrauch pro Person/Jahr 45.1 kg
e) Brot- und Backwarenkonsum pro Person und Tag 135 g
f) Brot- und Backwarenkonsum, inklusive brotähnliche Gebäcke (h), pro Person und Tag 137 g
g) Brot- und Backwarenkonsum, inklusive brotähnliche Gebäcke (h), pro Person/Jahr 49.9 kg

Konsum von Dauerbackwaren
(Haltbarkeit über einen Monat)

2008
(in Tonnen)

Brotähnliche Gebäcke 3’669
Knäckebrot, Zwieback, Biscottes usw. 1’295
Apero- und Salzgebäcke 2’472
Standard-Biscuits 17’560
Haltbare “Frischbackwaren” 687
Gesamttotal

42’379

Konsum pro Person/Jahr 5.5 kg
Konsum pro Person/Tag 15 g

Quelle: BLW