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Streit um Schokoladekugeln zugunsten Nestlé

Schokoladekugeln von Maltesers und Kit Kat seien gemäss Bundesgericht nicht gefährdet für Verwechslungen. Nestlé darf Maltesers somit Konkurrenz machen

von Alimenta Import

Der Schweizer Lebensmittelriese darf seine KitKat Pop Choc in der vorgesehenen Verpackung auf den Markt bringen. Konkurrent Mars hatte wegen der Ähnlichkeit zu Maltesers geklagt.
Doch laut Gerichtsurteil sind beide gut zu unterscheiden: Nestlés Pop Choc und die Maltesers von Mars, meldet der Tagesanzeiger. Laut Bundesgericht besteht aber keine Gefahr, dass der Konsument das neue Produkt mit den bekannten Maltesers der Mars AG verwechseln könnte.

Die Verpackung der KitKat Pop Choc von Nestlé besteht wie jene der Maltesers aus einem roten Kunstoffbeutel, auf dem unter- und oberhalb des Produktenamens schwebende Schokokugeln abgebildet sind. Die Mars Schweiz AG warf Nestlé vor, mit dieser Ausstattung unlauteren Wettbewerb zu betreiben.

Namen und Schrift reichen zur Abgrenzung
Nestlé schaffe damit eine Verwechslungsgefahr, lehne sich systematisch an das Erscheinungsbild der Maltesers an und beute deren Ruf aus. Nach dem Aargauer Handelsgericht hat nun aber auch das Bundesgericht eine Verwechslungsgefahr verneint.

Die Richter in Lausanne sind in ihrer Sitzung vom Dienstag zum Schluss gekommen, dass die verschiedenen Namen und Schriftbilder ausreichenden Schutz vor Verwechslung bieten. Es sei nicht davon auszugehen, dass ein Kosument zu Hause enttäuscht feststellen müsse, irrtümlich das falsche Produkt gekauft zu haben. hps