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Milchmengenempfehlung gefordert

Der Freiburgische Milchverband hofft darauf, dass die vom Schweizerischen Bauernverband geleitete Branchenorganisation Schweizer Milch die Aufgabe einer Milchmengenempfehlung übernimmt.

von Alimenta Import

Darum wartet der Freiburgische Milchverband (FMV) gespannt auf die Gründung der Branchenorganisation Schweizer Milch, die am 29. Juni 2009 vorgesehen ist. Die Käsereimilchproduzenten würden die zu produzierenden Mengen bereits seit Jahren mit Erfolg in ihrer Sortenorganisation bestimmen, schreibt der FMV in einem Pressecommuniqué vom Montag, 8. Juni 2009, nachdem sich die Plattform der Produzentenvertreter am Freitag zuvor getroffen hat. Mit dieser Regelung werde gewährleistet, dass die Delegiertenversammlung nicht für die Mengendiskussion zuständig sei.

Die Plattform bestätigte auch den Entscheid der Molkereimilchproduzenten, wonach die Mehrmengen um 40 Prozent gekürzt werden sollen. Der Entscheid ist laut FMV an die Vorgabe geknüpft, dass auf nationaler Ebene ebenso gehandelt werde. Leider würden gewisse Organisationen genau das Gegenteil machen und die Milchproduktion ausdehnen. Es nützte den Freiburger Milchproduzenten aber nichts, wenn sie sich an die Abmachung halten und die Mengen zurückfahren würden und dafür die Milch in anderen Ecken der Schweiz produziert werde.

Die Plattform der Produzentenvertreter des FMV setzt sich aus den vier Verhandlungsdelegationen der Industriemilchproduzenten (Cremo, Elsa, Nestlé und Milco) und den Delegierten der Käsereimilchproduzenten, die den Sortenorganisationen Gruyère und Vacherin Fribourgois angehören, zusammen. lid