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EFTA schliesst Freihandelsabkommen mit Golfstaaten

Die EFTA hat im norwegischen Hamar ein Freihandelsabkommen mit dem arabischen Golfkooperationsrat (GCC) unterzeichnet.

von Alimenta Import

Das Abkommen mit den GCC-Staaten Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate tritt voraussichtlich Anfang 2010 in Kraft.

Für die Schweiz unterschrieb Bundesrätin Doris Leuthard, die in Hamar mit ihren EFTA-Amtskollegen aus Island, Liechtenstein und Norwegen zusammenkam. Das Abkommen soll den Marktzugang und die Rechtssicherheit für die Schweizer Exporteure sowie den Zugang zu den öffentlichen Beschaffungsmärkten verbessern, wie das Eidg. Volkswirtschaftsdepartement (EVD) am 22. Juni mitteilte. Im Warenverkehr beseitige das Abkommen mit wenigen Ausnahmen die Zölle auf Industrieerzeugnissen und verbessere den Marktzugang für landwirtschaftliche Verarbeitungsprodukte. Wie in den bisherigen Freihandelsabkommen der EFTA wird der Handel mit unverarbeiteten Landwirtschaftsprodukten in bilateralen Zusatzabkommen zwischen den einzelnen EFTA-Staaten und den GCC-Staaten geregelt.

Gemessen am Handelsvolumen wird der GCC nach der EU und Japan der derzeit drittgrösste Freihandelspartner der Schweiz. 2008 beliefen sich die Schweizer Ausfuhren dorthin auf 5,9 Mrd. Franken, die Importe betrugen über 970 Mio. Franken. Es bestehe grosses Wachstumspotenzial. Per 1. Juli tritt das Freihandelsabkommen der EFTA mit Kanada in Kraft. Fortgeschrittene Freihandelsverhandlungen bestehen zwischen der EFTA und Algerien, Indien, Peru und Thailand. Kürzlich wurden Verhandlungen mit mit Albanien, Serbien und der Ukraine begonnen. lid