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EU: Butterintervention verlängert

Die Not erfordert es, dass die EU noch bis im November in den Buttermarkt interveniert.

von Alimenta Import

Die EU-Kommission wird die Interventionsausschreibungen für Butter und Magermilchpulver zunächst bis November verlängern. Das EU-Recht erlaubt dies in Notfällen, ohne dass der Rat und das Europäische Parlament (EP) zustimmen müssen. Für eine längerfristige Regelung der Intervention von Milchprodukten soll in den kommenden Wochen ein Vorschlag der Kommission folgen, über den das EP und der Agrarministerrat im Oktober entscheiden können. Den vom EU-Gipfel geforderten Bericht über den Milchmarkt will die Kommission am 22.07. vorlegen – nach ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause. Da diese im August stattfindet, hätte Brüssel ansonsten die von den Staats- und Regierungschefs anberaumte Frist von zwei Monaten verstreichen lassen müssen, erläuterte der Sprecher von EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel den frühzeitigen Termin. Die Landwirtschaftsminister können über den Bericht und mögliche Optionen auf ihrem Rat am 19.10. beraten. Sollte ein früheres Treffen nötig sein, wäre die schwedische Ratspräsidentschaft auch bereit, am 28.09. einen Agrarrat anzubieten. aiz