Datum:

Keine Eiszeit in der Glacebranche

Der schweizerische Glacekonsum verdoppelte sich innerhalb der letzten 40 Jahre. Cornet, gesunde und nachhaltige Glace sind im Trend.

von Alimenta Import

1969 wurden in der Schweiz 26 Millionen Liter Glace gegessen, letztes Jahr steigerte sich der Glacekonsum auf mehr als 47 Millionen Liter. Dies laut dem Verband der schweizerischen Glace- und Eiscream-Fabrikanten. Am meisten der gefrorenen Süssigkeiten werden im Heimkonsum 57% verbraucht. Die restlichen je 21 Prozent teilen sich über Grossverbraucher und über Impulsverkäufe auf. Im Heimkonsum stehen die «Bidons» an erster Stelle, gefolgt von Multipack-Lutscher. Die Bidons stehen auch bei den Grossverbrauchern unangefochten mit 8 612 027 Litern an der Spitze des konsumierten Eises. Bei den wichtigen Impulsverkäufen, also bei sogenannten Strassenartikeln, wurde letztes Jahr 4 467 477 Liter Glace im Becher konsumiert.

Zu Beginn der warmen Jahreszeit greifen die Konsumenten zuerst auf die Lieblingsaromen aus der Kindheit zurück: Schokolade, Vanille, Erdbeer, Stracciatella. Das gegenwärtige Bedürfnis nach Vertrautem und Altbewährtem beschert dem traditionellen Cornet ein «Revival». Das Waffeleis – es wurde aufgrund einer neuentwickelten Maschine Mitte der 60er-Jahre in der Schweiz eingeführt – kletterte auf den ersten Platz der Beliebtheitsskala. Allein im vergangenen Sommer gönnten sich die Schweizerinnen und Schweizer rund 20 Millionen Einzelcornets und über 35 Millionen Cornets in Multipackungen.

Im Bereich Strassenartikel (Lutscher, Cornets, Becher) und Heimkonsum (Multi-packs, Bidons, Blöcke) erwartet der Glace- und Eiskremfabrikanten Verband auch in turbulenten Wirtschaftszeiten wachsende Umsatzzahlen. «Spart man bei grösseren Anschaffungen, leistet man sich öfters eine kulinarische Exklusivität, die den Geldbeutel nicht sprengt», erklärt Walter Diethelm, Geschäftsführer von EMMI Ice Cream und: «Wer ein Glace isst, kann die Alltagssorgen einen Moment lang vergessen». Bei den Neulancierungen heis-sen die Stichwörter «Comfort Good» und «LOHAS» (Lifestyle of Health and Sustai-nability). Man richte sich an den genussorientierten Konsumenten und an einen Le-bensstil, der für die Gesundheit und die Nachhaltigkeit stehe, so Walter Diethelm. hps