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20 Jahre im Einsatz für Lebensmittel

Seit 1988 haben in Wädenswil 475 junge Leute Lebensmitteltechnologie studiert. In diesen 20 Jahren hat die Schule neben der Lehre ein bekanntes Kompetenzzentrum für Forschung, Entwicklung und Dienstleistung aufgebaut.

von Alimenta Import

Die Geschichte der Ausbildung in Lebensmittelwissenschaften in ­Wädenswil begann 1984, als eine erste Studie für einen möglichen Ausbildungslehrgang Lebens­mitteltechnologie an der damaligen Ingenieur­schule Wädenswil (ISW) durchgeführt wurde. Die Industrie war insbesondere an einem praxis­bezogenen Lehrgang interessiert. Im Jahr 1987 entwickelte Hans Batzer den dreijährigen Lehr­gang, definierte Pro­motions- und Abschlussvorgaben unter dem Motto «Aus­bildung für Leute aus der Praxis und für die Praxis».
1988 startete die Ausbildung mit einem zehnwöchigen Vorkurs. 12 Personen bestanden diesen und absolvierten anschliessend
das Studium zwischen Herbst 1988 und Sommer 1991. Die Studierendenzahl wuchs stetig und der Lehrkörper konnte ausgebaut werden. Die Industrie profitierte nicht nur vom aktuellen Know-how der Absolvierenden, sondern auch vom Angebot, anstehende Probleme in der Praxis in Projekt-, Semester- und Diplomarbeiten an der Hochschule zu bearbeiten.
So konnte das zweite Standbein der Abtei-
lung Lebensmitteltechnologie, die Forschung, ­Entwicklung und Dienstleistung, bereits ­Anfang der 90er-Jahre aufgebaut und in den ­da­rauffolgenden Jahren konsequent ausgebaut ­werden.

An Bologna-Reform anpassen
Die Höheren Technischen Lehranstalten (HTL) wurden 1994 in Fachhochschulen umgewandelt, die Berufsmittelschule eingeführt und konsequenterweise der Vorkurs in Wädenswil aufgegeben.
Mit der Einführung des Bologna-Systems wurde in den Jahren 2004 bis 2005 eine weitere, grössere Studienplanreform vorgenommen. Seit 2005 wählen Studierende eine
der drei Vertiefungsrichtungen Lebensmittel­technologie, Getränketechnologie oder Ernährung.
Seit dem Jahr 2003 sind die Studierendenzahlen und dadurch auch die Mitarbeitendenzahlen kontinuierlich gestiegen. Im Jahr 2009 arbeiten 52 Mitarbeitende im Institut für ­Lebensmittel- und Getränkeinnovation (ILGI) an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und betreuen die insgesamt 125 Studierenden.

Masterstudien und Weiterbildung
Im Herbst 2009 wird erstmal der Masterstu­diengang in Life Sciences mit Vertiefung in Food and Beverage Innovation durchgeführt. Neue Weiterbildungsangebote in den Berei­chen Lebensmitteltechnologie, Lebensmittelrecht, Kaffee­wis­sen­schaften sowie ein um­fassendes berufsbegleitendes Weiterbildungsangebot unter der Dachmarke «Foodward – Excellence in Food» bilden ein weiteres Standbein der immer weiter wachsenden Schule. Mehr unter www.ilgi.zhaw.ch

*Der Autor ist stellvertretender Direktor, Leiter Studium und Leiter Qualitätsmanagement am Departement Life Sciences und Facility Manage­ment der ZHAW.