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Lindt & Sprüngli auf Kurs trotz Krise

Umsatz- und Gewinnziele gemäss Prognosen vom März 2009 bestätigt. Organisches Wachstum von 0,2% in schwierigem Marktumfeld. Weiterführung der bewährten Geschäftsstrategie.

von Foodaktuell Importer

Kreative Tafel-Neuheiten von Lindt: dunkle Schokolade mit Chili oder Delikatess-Salz

Vor dem Hintergrund eines sich immer weiter ausdehnenden konjunkturellen
Rückgangs, bleibt Lindt & Sprüngli im ersten Semester 2009 auf Kurs und bestätigt damit die im März 2009
veröffentlichten Wachstums- und Gewinnvorgaben für 2009.

Das organische Wachstum der Gruppe in Lokalwährungen erreichte per Ende Juni 2009 ein Plus gegenüber
der Vorjahresperiode von 0,2%. Aufgrund der zum Teil im hohen zweistelligen Bereich angesiedelten
Abschwächung verschiedener wichtiger Währungen wie EUR, GBP, CAD und AUD ergibt sich für die ersten
sechs Monate des Jahres, trotz leicht gestärkten US-Dollars, ein konsolidierter Umsatz in Schweizer Franken
von insgesamt CHF 979.0 Mio. (–5.4%).

Bedingt durch das wirtschaftliche Umfeld reduzierten die meisten
Handelspartner ihre Lagerbestände; damit liegt das Abverkaufswachstum des Handels über den Verkäufen von
Lindt & Sprüngli an den Handel, was im Markt zu Anteilsgewinnen für LINDT führte.
Preiserhöhungen infolge steigender Kakaonotierungen wurden angesichts der misslichen weltweiten
Wirtschaftslage nur teilweise weitergegeben, so dass die höheren Rohstoffkosten und die negativen
Währungseinflüsse nicht vollumfänglich kompensiert werden konnten.

Die Umsatzleistung zeigt aber deutlich,
dass die Nachfrage nach innovativen, hochqualitativen und vertrauenswürdigen Produkten auch in einem
widrigen Marktumfeld weiterhin ausgeprägt ist und das Unternehmen dank seiner Premium-Strategie, selbst
unter schwierigsten Voraussetzungen, eine intakte Wettbewerbsfähigkeit bewahrt.

Das operative Ergebnis (EBIT) vor den bereits im März 2009 gemeldeten Sonderaufwendungen beträgt CHF
24,1 Mio. (Vorjahresperiode CHF 33,6 Mio.). Dieser Rückgang beruht auf einem grösseren Materialaufwand,
negativen Währungseinflüssen und leicht höheren Abschreibungen, die nur teilweise durch die Optimierung des
Betriebs- und Personalaufwands sowie durch Effizienzsteigerungen kompensiert werden konnten.

Die Sonderaufwendungen
betreffen Schliessungen von LINDT Boutiquen in den USA (CHF 14,7 Mio.) wie auch eine
Wertberichtigung auf das Lagergebäude in Italien (CHF 7,5 Mio.) und belaufen sich im ersten Semester 2009
auf insgesamt CHF 22,2 Mio. Nach diesen Sonderaufwendungen beträgt das operative Ergebnis (EBIT) CHF
1,9 Mio.

Die eingeleiteten Restrukturierungsmassnahmen, gekoppelt mit der kompromisslosen Premium-Positionierung
und der konsequenten Verfolgung des erfolgreichen Geschäftsmodells, das auf Qualität, Markenpflege und
Innovation beruht, werden die Unternehmensgruppe bezüglich Wettbewerbsfähigkeit sowie Marktstellung weiter
stärken und im Hinblick auf den zukünftigen wirtschaftlichen Aufschwung bestens positionieren.

Unter der Voraussetzung, dass sich die weltweite Konjunktur, wenngleich auf tiefem Niveau, in der zweiten
Jahreshälfte 2009 weiter stabilisiert und die Schweinegrippe-Pandemie keine drastische Entwicklung annimmt,
hält Lindt & Sprüngli an den im März 2009 bekannt gegebenen Umsatz- und Gewinnvorgaben für ein
Wachstum von 2 bis 5%, respektive ein operatives Ergebnis (EBIT) von CHF 260 bis 280 Mio. für das
Gesamtjahr 2009 fest.

Lindt & Sprüngli ist überzeugt, mit ihrer marktorientierten Wachstumsstrategie gerade in
wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine einmalige Chance zu haben, ihre Position im Premium-
Schokoladesegment weiter auszubauen und damit die Grundlage für nachhaltig profitables Wachstum zu festigen.

Bei der Interpretation des Gewinnausweises für das erste Semester (Halbjahresgewinn –88.2%)
muss wie immer berücksichtigt werden, dass
die Lindt & Sprüngli Gruppe im saisonalen, geschenkorientierten Premium-Schokoladesegment tätig ist, in dem
unter 40% des Gesamtjahresumsatzes im ersten Halbjahr erzielt werden. Diesen Halbjahresumsätzen steht per
Ende Juni jedoch bereits rund die Hälfte der Fixkosten aus Produktion, Administration und Marketing gegenüber.
Die Profitabilitätskennzahlen im Verhältnis zum Umsatz liegen deshalb im ersten Halbjahr stets deutlich unter
dem Ausweis für das Gesamtjahr. (Mitteilung Lindt)