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Glasflasche leidet unter Nachfragerückgang

Die Vetropack Gruppe hat im ersten Semester 2009 einen tieferen Umsatz erreicht. Positiv: Der Nachfragerückgang schwächte sich im vergangenen Juni ab.

von Alimenta Import

Die Vetropack-Gruppe erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2009 einen konsolidierten Bruttoumsatz in der Höhe von CHF 334,0 Mio. (1. Sem. 2008: CHF 380,1 Mio.). Vom Rückgang des Umsatzes entfielen 8,4 Prozent auf negative Währungseinflüsse, die vor allem auf den Kurszerfall der ukrainischen Landeswährung Hrivna gegen Ende 2008 zurückzuführen sind. Der währungsbereinigte Umsatzrückgang betrug lediglich 3,7 Prozent.

Im ersten Halbjahr 2009 wurden die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise auch für die Verpackungsindustrie deutlich spürbar: In ganz Europa mussten die Produktionskapazitäten reduziert werden. Auch die Vetropack-Gruppe legte – zeitlich begrenzt – Produktionslinien an allen Standorten still. Der Nachfragerückgang betraf vor allem die Inlandmärkte. Insgesamt sanken die Verkäufe um 11,1 Prozent auf 1,98 Mia. Glasverpackungen (1. Sem. 2008: 2,23 Mia. Stück). Der Exportanteil betrug 37 Prozent (1. Sem. 2008: 32,7 Prozent).

Das konsolidierte EBIT erreichte CH 51,5 Mio. und lag damit 15,6 Prozent unter dem Vorjahreswert von CHF 61,0 Mio. Trotz der nicht optimalen Auslastung der Produktionskapazitäten weist die Vetropack-Gruppe dank gezielter Einsparungsmassnahmen und eines straffen Kostenmanagements eine solide EBIT-Marge von 15,4 Prozent aus (1. Sem. 2008: 16,0 Prozent).
Der konsolidierte Semestergewinn sank um 10,7 Prozent auf CHF 45,8 Mio. (1. Sem. 2008: CHF 51,3 Mio.). Der Cashflow fiel mit CHF 68,8 Mio. (1. Sem. 2008: CHF 82,3 Mio.) um 16,4 Prozent geringer aus. Die Cashflow-Marge betrug weiterhin gute 20,6 Prozent (1. Sem. 2008: 21,7 Prozent) des Bruttoumsatzes. ?
Erwartungen zweites Semester 2009

Der Nachfragerückgang, der das erste Halbjahr prägte, schwächte sich im Mai und Juni 2009 ab. Die nächsten Monate werden zeigen, ob die Erholung dauerhaft ist. Offen bleibt auch die Frage, ob und in welcher Form die Rezession das Konsumverhalten nachhaltig verändern wird. Das macht Prognosen sehr schwierig.
Die Vetropack-Gruppe geht davon aus, dass die Umsatzentwicklung im zweiten Halbjahr ähnlich verlaufen wird wie in den ersten sechs Monaten. Das heisst, der Jahresumsatz wird tiefer ausfallen als im Vorjahr, da auch für die nahe Zukunft keine Vollauslastung erwartet wird. Die zunehmende Markt- und Preisaggressivität der Mitbewerber wird Druck auf die Margen ausüben. pd/hps