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Pfefferzeichen-Gastropreise 2009: die Sieger

Pfefferzeichen-Sieger: Kategorie Mutmacher: Michel Péclard. Tourismus: Prof. Meinrad Eberle. Gastrokonzept: René und Anne Maeder. Küche & Service: Gregor und Hans-Jürg Smolinsky. Zukunftsträger: Domenico Miggiano.

von Foodaktuell Importer


Alt Bundesrat Adolf Ogi ehrte das Gastgewerbe und den Preisträger in der Kategorie Gastrokonzept, das Waldhotel Doldenhorn in Kandersteg. Ogi stammt selbst aus Kandersteg.

Vor über 500 Persönlichkeiten aus Branche, Showbusiness und
Politik wurden gestern am Donnerstagabend, 3. September 2009, im Zürcher
Kaufleuten gastgewerbliche Bestleistungen in fünf Kategorien
ausgezeichnet. Special Guest war alt Bundesrat Adolf Ogi, der es sich
nicht nehmen liess, den Preisträger in der Kategorie Gastrokonzept,
das Waldhotel Doldenhorn in Kandersteg, persönlich zu würdigen.

Das
Komikerduo Lapsus, der Sänger Michael von der Heide und der Shooting
Star der Comedy Szene, Fabian Unteregger (Bild), begeisterten das Publikum.
Die Gastgeber des Abends waren die Edition Salz & Pfeffer und der
führende Branchenverband GastroSuisse, die alljährlich die
“Pfefferzeichen” verleihen.

And the winner 2009 is …!

Kategorie Mutmacher: Michel Péclard, Zürcher Gastronom (u.a. Café
Schober)

Kategorie Tourismus: Prof. Meinrad Eberle, Neue Monte Rosa Hütte,
ETH/SAC

Kategorie Gastrokonzept: René und Anne Maeder, Waldhotel
Doldenhorn, Kandersteg

Kategorie Küche & Service: Gregor und Hans-Jürg Smolinsky,
Restaurant Sihlhalde, Gattikon

Kategorie Zukunftsträger: Domenico Miggiano, Gasthof Löwen,
Bubikon

Der Mutmacherpreis 2009 ging an Michel Péclard, der sich mit
seinen Betrieben weit herum den Ruf als kreativster Zürcher Gastronom
gesichert hat. Er sieht Potenziale von Standorten und verfügt über
das Können und den Mut, diese gastronomisch zu erschliessen.

Das Café
Schober ist die neueste Pacht von Michel Péclard – nach Coco,
Balthazar, Münsterhöfli, Tramstation, Pumpstation, dem Restaurant im
Wildpark Langenberg und dem Restaurant Kiosk beim Hafen Riesbach.

Mit
dem Tourismuspreis 2009 ausgezeichnet wurde Prof. Meinrad Eberle, der
die Oberleitung des Projektes “Neue Monte Rosa Hütte” der ETH Zürich
und des Schweizerischen Alpenclubs SAC inne hatte. Die
Wanderer-Unterkunft am Fusse der Walliser Dufour-Spitze ist ein
Meilenstein des hochalpinen Baus. Die neue Monte Rosa Hütte, die
diesen Herbst eingeweiht wird, ist nicht nur eine Referenzgrösse in
Bezug auf Ökologie und Architektur, sondern auch ein Markstein für
das nationale Marketing und den Tourismus.

Das Pfefferzeichen in der Kategorie Gastrokonzept 2009 ging an
René und Anne Maeder – für ein Haus, in dem alles stimmt. 1976 hatte
René Maeder, 22 Jahre jung, das Zweisternhotel Doldenhorn gekauft.
Heute trägt es vier Sterne, und die Küche hält 15 Punkte. Zum
Doldenhorn gehören Kontinuität, eine ethische Mitarbeiterphilosophie,
gutes Marketing, ein vorzügliches Produkt. Im Jahr 2007 erweiterten
Maeders das Hotel um ein Erlebnishallenbad, eine Smokers Lounge,
Wohnungen und Suiten. Die Hälfte der Finanzierung kam von seinen
Gästen.


Die Gewinner in der Kategorie Küche & Service 2009 heissen Gregor (Bild)
und Hans-Jürg Smolinsky. Das Restaurant Sihlhalde in Gattikon steht
für einen Betrieb, dem es gelungen ist, ohne Bruch von einer
Generation zur nächsten zu wechseln und dabei innovativ zu bleiben.
Sohn Gregor hat das Talent vom Vater geerbt, der in langen Jahren
seine persönlich geprägte Kochkunst entwickelt hat. Die Kontinuität
des alten Riegelhauses auf der Anhöhe von Thalwil ist auch im Service
zu spüren, wo Heidi Smolinsky eine feine Gastgeberin ist. Von solchen
Familien lebt die Schweizer Gastronomie.

Domenico Miggiano vom Gasthof Löwen in Bubikon ist Koch und
Gastgeber aus Leidenschaft – und Inhaber des Zukunftsträgerpreises
2009. Seine Begeisterungsfähigkeit und Fachkompetenz vermag Domenico
Miggiano mit jener Sozialkompetenz zu paaren, die es braucht, um den
Kochnachwuchs zu gewinnen.

Die Pfefferzeichen wurden auch 2009 durch den führenden
Branchenverband GastroSuisse und die Edition Salz & Pfeffer
verliehen. Mit ihnen werden Sonderleistungen gewürdigt; sie fördern
damit die Motivation und Inspiration der Branche. Die Trägerschaft
wurde repräsentiert durch Klaus Künzli (Zentralpräsident
GastroSuisse) und Robert J. Meier (Verwaltungsrat HOREGO AG).

Die
Pfefferzeichen-Jury steht unter der Leitung von Medard Meier. Ihr
gehören weiter an: Pierre-André Ayer, Philippe Gex, Ursula Klein,
Hans Peter König, André Jaeger, Barbara Schneider-Regli, Stefan
Schramm und Heinz Witschi.

Michel Péclard

Das neue Café Schober gilt als Kaufleuten unter den Zürcher Cafés. Es ist die neustePacht von Gastronom Michel Péclard, nach Coco, Balthazar, Münsterhöfli, Tramstation,Pumpstation, dem Restaurant im Wildpark Langenbergund dem Restaurant Kiosk beimHafen Riesbach. Es sind spezielle Betriebe, und Péclard bezeichnet sich selber als«absoluter Spinner» und als «Motivator». Mitnichten ist der dipl. Buchhalter einTräumer,errechnet.

Sein grösstes Investment seien «beste Mitarbeiter und besteProdukte», sagt er: «Alle meine Geschäftsführer dürfen das Gefühl haben, das Lokalgehöreihnen.» Mit seinen Betrieben hat Péclardsich den Ruf als kreativster ZürcherGastronom geschaffen. Und er wirbelt munter weiter.Er sieht Potentiale von Stand-orten, hat kreative Ideen für die gastronomische Erschliessung dieser Potentiale, denRiecher für Mitarbeiter und für Zahlen. Das macht Mut.

Gewinner Kategorie Gastrokonzept: René-François und Anne Maeder (Bild) vom Waldhotel Doldenhorn, Kandersteg

«Die Menschen kommen und gehen, doch das Ruedihus bleibt», schrieb das MagazinSalz&Pfeffer anno 1992. Damals gehörten das Waldhotel Doldenhorn und das Restaurant Ruedihus (Baujahr 1753) René und Anne Maeder. So wie heute. 1976 hatte RenéMäder,22 Jahrejung, das Zweisternhotel Doldenhorn gekauft. Heute trägt es 4 Sterne,die Küche hält 15 Punkte. Und das Haus ist topaktuell, Maeders reinvestierten jedenFranken.


Zum Doldenhorn gehören Kontinuität, eine ethische Mitarbeiterphilosophie,gutes Marketing, ein gutes Produkt. Obwohl die Banken mit Krediten in der Gastronomie überaus knausrig sind, erweiterten Maeders 2007 ihr Hotel um Erlebnishallenbad,Smokers Lounge, Wohnungen und Suiten. Die Hälfte der Finanzierung kam von 50Gästen, die über 2 Millionen Franken zusammenlegten, zu verzinsen mit 5 Prozent. Wie muss ein Gastgeber sein, damit die Gäste ihm solches Vertrauen entgegenbringen? Eben.

Gewinner Kategorie Küche & Service: Gregor und Hans-Jürg Smolinsky vom Restaurant Sihlhalde, Gattikon

Die Sihlhalde steht für einen Betrieb,dem es gelungen ist, ohne Bruch von einerGeneration zur nächsten zu wechseln und dabei auch noch innovativ zu bleiben. Hans-Jürg Smolinsky hat hier in langen Jahren seine persönlich geprägte Kochkunstentwickelt und sich eine entsprechend anspruchsvolle Stammkundschaft aufgebaut. Inzwischen steht Sohn Gregor am Herd, der das Talent des Vaters geerbt und bei Könnern wie Philippe Rochat oder Adolf Blokbergen veredelt hat.

Mit Eleganz undUmsicht betreut seine Mutter noch immer die Gäste,und wenn Gregor ins Militär muss oder in die Ferien darf, bindet der Vater wieder die Schürze um. Die Sihlhalde zeichnet sich durch hohe Kontinuität aus und wird nun bald seit 40 Jahren von den Smolys geführt. Von solchen Familien lebt die Schweizer Gastronomie.

Gewinner Kategorie Tourismus: Prof. Meinrad Eberle für seine «Neue Monte Rosa Hütte,ETH/SAC)

Der Begriff «Hütte» ist für die neue Monte-Rosa-Hütte,die diesen Herbst eingeweiht wird,reine Koketterie. Tatsächlich ist die Wanderer-Unterkunft am Fusse der Walliser Dufour-Spitze ein Meilenstein im hochalpinen Bau, entwickelt von der ETH Zürich und demSchweizerischen Alpenclub SAC. Das zehneckige und fünfgeschossige Holzhaus, gekleidetin Aluminium und Solarzellen, kostet Fr. 6.5 Mio. und ist zu 90% energieautark. Das Hauswird in allen möglichen Medien zum Thema und in diversen Bereichen zu einer Referenzgrösse: Ökologie, Architektur, internationales und nationales Marketing, Tourismus, Schweizer Alpen.

Für das Wallis ist die Monte-Rosa-Hütte zweifellos ein Glücksfall. Unddank dem vorbildlichen Innovationsgrad in allen Bereichen wird sie es auch in vielen Jahren noch sein. Die neue Monte-Rosa-Hütte ist im doppelten Wortsinn ein «Landmark»: Siemarkiert das Land, und sie ist eine Marke, ein Markstein für das Marketing eines Landes.

Gewinner Kategorie Zukunftsträger: Domenico Miggiano vom Restaurant Löwen, Bubikon

Domenico Miggiano vom GasthofLöwen in Bubikon ist Koch und Gastgeber aus Leidenschaft. Der Gast verdiene seine ganze Aufmerksamkeit und Kreativität, sagt der Süditaliener, der sich nach der Kochlehre in Deutschland seine Sporen auf drei Kontinenten abver-diente und seine Praxis im Waldhaus Flims, Suvretta House St. Moritz und Lago di Lugano Bissone verfeinerte. Die Begeisterung des Zürcher Prüfungsexperten und seine Liebe zumDetail spornen das Team und die vier Lehrlinge jeden Tag an, ihr Bestes zu geben.

SeineFachkompetenz vermag Domenico Miggiano mit jener Sozialkompetenz zu ergänzen, die esbraucht, um den Kochnachwuchs anzustecken, auf dass er Feuer und Flamme werde.Domenico Miggiano als ein innovativer Macher ist ein hervorragendes Vorbild für den Nach-wuchs. Denn junge, begeisterungsfähige Menschen mit einem positiven Berufsbild desKochs sind die Zukunft der Branche jemanden gemacht», sagte ein Lehrling. Gute Lehrmeister vermitteln Wissen und stecken mit Begeisterung an. Für die Zukunft.


Das Komikerduo Lapsus beherrscht die Gleichzeitigkeit von Moderation und Cabaret.

Seit 2006 verleihen GastroSuisse und die Edition Salz&Pfeffer die renommierten Pfefferzei-chen-Preise gemeinsam in einer starken Partnerschaft. Ziel dieser Partnerschaft ist es, ausserordentliche Leistungen in Gastronomie, Hotellerie und Tourismus zu fördern und auszuzeichnen.

Mit dem Pfefferzeichen sollen Personen, Unternehmen oder Organisationen ausgezeichnet werden, die mit einer überdurchschnittlichen Leistung brillieren und so das Image der Schweizer Gastronomie, Hotellerie und Tourismus positiv prägen.

Schon seit jeher wird unsere Branche – wohlgemerkt eine der grössten Wirtschaftskräfte der Schweiz – nicht in dem Masse wahrgenommen, wie sie es verdient. Das Pfefferzeichen soll zum Selbstvertrauen und zur Stärkung des Rückgrates der Branche beitragen und die Leistung der Gastronomie stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken.

Die vergleichsweise hohen Preisgelder, die Unabhängigkeit der Jury und die starke Träger-schaft der Edition Salz&Pfeffer und des führenden Branchenverbandes GastroSuisse sind Garanten für eine hohe und breit abgestützte Glaubwürdigkeit. (Text: GastroSuisse)