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Berner Alpkäsemeisterschaft 2009: die Sieger

Grosse Überraschung an der 11. Berner Alpkäse-Prämierung in Frutigen: Zweimal Gold geht nach Schangnau statt wie meistens in die Lenk.

von Foodaktuell Importer




Die Sieger der 3 Kategorien: v.l.n.r. Erwin und Christine Zumbrunnen, Boltigen (Mutschli), Daniela und Fritz Gerber, Schangnau (Berner Alp- und Hobelkäse AOC)

Über 1’600 Zuschauer, darunter viele Sennen, pilgerten zur 11. Alpkäsemeisterschaft nach Frutigen. In den drei Kategorien Mutschli, Berner Alpkäse AOC und Berner Hobelkäse AOC wurden die Meister gekürt. Die Jury – unter der professionellen Leitung von Hanspeter Graf, Alpkäsereiberater am Hondrich – bewertete über 130 Käse. Dabei, so resümierte Graf, war die Käsequalität allgemein erfreulich gut.

Die grosse Überraschung der diesjährigen Alpkäsemeisterschaft kam für einmal nicht aus der Lenk, sondern aus Schangnau: Daniela und Fritz Gerber, Schangnau, holten Gold sowohl in der Kategorie Berner Alp- wie auch in der Kategorie Berner Hobelkäse AOC. Dass sie selbst in der Kategorie Mutschli die Silbermedaille gewannen, sagt einiges über ihr Können aus.

Und die Erfolgsgeschichte geht noch weiter. Das Ehepaar, welches mehrere Jahr auf dem Jaunpass tätig war und dabei bereits mit ihren Alpprodukten in die ersten Ränge kam, bleibt weiter auf Kurs und weiss sich nur noch mehr zu steigern, nachdem es dieses Jahr auf die Alp Steinenberg ins Kiental gewechselt hat.

Der Erfolg beim Berner Alp- und Hobelkäse AOC, diesem Naturprodukt lässt sich demzufolge nicht alleine auf die geographische Lage und Ausrichtung, auf die Futterqualität zurückführen. Die Handwerkskunst, insbesondere auch die Pflege sind – so zeigt es das Schaffen von Fritz Gerber – die eigentlichen Erfolgsfaktoren – auch bei einem Naturprodukt.

Koordiniert CasAlp jeweils die Anmeldungen und das eigentliche Herzstück, die Beurteilung und Degustation der Alpkäse, so war dieses Jahr das Frutigtaler Gewerbe zuständig für das Fest und das Rahmenprogramm. Dabei wurde eine reiche Palette an regionalen Produkten und an Darbietungen angeboten. Für die Kinder gab es allerlei, um sich auszutoben und für Käseliebhaber und Freunde der lebendigen Berner Oberländer Alpkultur einiges um sich zu erlaben. So konnten alle die am Vortag beurteilten Berner Alp- und Hobelkäse AOC vom Publikum degustiert werden.

Waren es total 132 Käse, so erlebte man ebenso viele Geschmacksnuancen, denn jeder Alpkäse – das Naturprodukt schlechthin – erzählt seine eigene Geschichte, in seiner Vielfalt, Ursprünglichkeit und Echtheit. Am lebhaften Märit mit zahlreichen Ständen konnten die Gäste den Berner Alp- und Hobelkäse AOC von diversen Alpen aus dem Frutigtal einkaufen. CasAlp, die Teilnehmer der Alpkäsemeisterschaft und das Frutiger Gewerbe sorgten für einen wertvollen Erfahrungsaustausch und für ein schönes Fest.

Ranglisten: Rang, Name Vorname Strasse PLZ Wohnort Alp, Total Punkte

MedaillengewinnerInnen und rangierte TeilnehmerInnen Kategorie “Coeur des Alpes”

1 Gerber-Ramseier Daniela und Fritz Brunnenfeld 6197 Schangnau Jaunpass und Steinenberg 100.00
2 Lüthi Stefan Möschberg 3506 Grosshöchstetten Drüschhubel 99.80
3 Wäfler Beatrice Adelbodenstrasse

MedaillengewinnerInnen und rangierte TeilnehmerInnen Kategorie “Mutschli”

1 Zumbrunnen Christine und Erwin Ried 3766 Boltigen Neuenberg Schiltenegg 100.00
2 Gerber-Ramseier Daniela und Fritz Brunnenfeld 6197 Schangnau Jaunpass und Steinenberg 100.00
3 Schranz Vreni Emdtalstr. 12 3711 Emdtal Latreyen-Mittelberg 98.00

MedaillengewinnerInnen und rangierte TeilnehmerInnen Kategorie “Hobelkäse”

1 Gerber-Ramseier Daniela und Fritz Brunnenfeld 6197 Schangnau Jaunpass und Steinenberg 100.00
2 Trachsel Hans Eystrasse 1 3775 Lenk Stiegelberg 99.60
3 Zumbrunnen Christine und Erwin Ried 3766 Boltigen Neuenberg Schiltenegg 99.40

Berner Alpkäsemeisterschaft über sich selbst

Auf 550 Alpen wird im Berner Oberland und angrenzenden Gebieten in der kurzen Sömmerungszeit von rund 12 Wochen der König des Käses, köstlicher Alpkäse, produziert. Dieser Käse reift in drei Stadien zur unverkennbaren Oberländer Spezialität heran. Bis 6 Monate ist er ein alpenblumiger junger Schnittkäse, ab 6 Monaten wird er zum charakterstarken Berner Alpkäse AOC, und ab 24 Monate darf er als Berner Hobelkäse AOC begeistern und auf keiner Speisekarte fehlen.

In den vergangenen 10 Jahren ist die Qualität dieses Naturproduktes aus Rohmilch, das dank hohem Anteil an Ω-3 Fettsäuren und bioaktiven Peptiden als gesundheitsfördernd gilt, markant besser geworden. Zu dieser Steigerung trägt wesentlich die Berner Alpkäsemeisterschaft von CASALP, der Sortenorganisation Berner Alp- und Hobelkäse AOC, bei. (Mitteilung Casalp)