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EU: Molkerei setzt Zeichen und Minister wollen Diskussion

Während im europäischen Milchmarkt die Milchpreise in den Keller rauschten, erhöht nun eine österreichische Molkerei den Erzeugerpreis. Ein Treffen auf Ministerebene soll den Milchmarkt retten.

von Alimenta Import

Auf dem von enormen Preisrückgängen geprägten Milchmarkt setzt das größte österreichische Molkereiunternehmen, die Berglandmilch, nun gemäss dem agrarischen Informationszentrum in Österreich, ein positives Signal: Demnach habe der Vorstand beschlossen, ab Anfang Oktober 2009 den Rohmilchpreis um netto 1,2 Cent/kg (brutto um 1,34 Cent) anzuheben. Der Erzeugerpreis steigt somit in Oberösterreich netto auf 27,55 Cent je kg (auf Basis 4,2% Fett und 3,4% Eiweiss).

Brutto liegt der Auszahlungsbetrag dann bei 30,52 Cent (ohne Landesförderung wären es 30,01 Cent). Der Berglandmilch-Vorstand betont, dass es «uns aufgrund der beginnenden Erholung auf den internationalen Milchmärkten möglich ist, diese Preiserhöhung an unsere Lieferanten weiterzugeben».

Inwiefern die anderen führenden Molkereien des Landes beim Erzeugerpreis nachziehen, steht noch nicht fest. Die Gmundner Molkerei wird morgen, Donnerstag, eine Sitzung abhalten, die niederösterreichische NÖM und die Tirol Milch werden voraussichtlich Anfang bis Mitte nächster Woche Preisbeschlüsse fassen.

Währenddessen setzten die EU-Agrarminister für den 5. Oktober ein aussserordentliches Treffen fest um Massnahmen für den EU-Milchmarkt zu vereinbaren. Dies vorallem auf Drängen Frankreichs. hps