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Cremo reduziert Milchmenge um 5%

Der Westschweizer Milchverarbeiter Cremo und seine Lieferanten haben entschieden, ab dem 1. Oktober 2009 die auf dem Heimmarkt absetzbare Milchmenge um 5% zu reduzieren.

von Alimenta Import

Um die Beschlüsse der Branchenorganisation Milch zur Entlastung der Butterlager zu unterstützen, und um zu vermeiden, dass eine ähnliche Situation in einigen Monaten erneut eintrifft, haben Cremo und die Lieferanten des Unternehmens entschieden, auf den 1. Oktober 2009 die auf dem Heimmarkt absetzbare Milchmenge um 5% zu reduzieren, wie der Milchverarbeiter am 24. September mitteilte. Die beteiligten Produzentenorganisationen (VMC/APLC, Prolait und Lobag Milch AG) hätten unter sich eine Lösung zur Verteilung der Einschränkungen gefunden, gestützt auf die Entwicklung der vertraglichen Mengen.

Dieser Entscheid soll auch gelten, falls die BO Milch zu einem späteren Zeitpunkt ähnliche Massnahmen beschliesst. Um das Ziel der Mengenkürzung zu erreichen, überlässt Cremo ihren Milchlieferanten und Produzentenorganisationen die Wahl, die vertragliche Menge um 5% zu reduzieren oder aber diese Menge weiter zu liefern, dafür jedoch einen Preis zu akzeptieren, der den Export dieser Milch auf den Weltmarkt zulässt. Im Gegenzug verpflichtet sich Cremo gegenüber den Lieferanten, volle Transparenz zu gewähren. Zudem verpflichtet sich das Unternehmen, die durch die BO Milch festgelegten differenzierten Preise für die Milchbörse und die Marktabräumung zu respektieren. Ausserdem will Cremo sämtliche Milch exportieren, für deren Abnahme die keine Verträge existieren.

Mit diesem Entscheid würde die Westschweiz die Initiative ergreifen und den Milchproduzenten und ihren Lieferorganisationen die Wahl lassen, um diese schwierige Zeitperiode zu überbrücken, ohne die vertraglich vereinbarte Milchabnahmegarantie in Frage zu stellen, heisst es in der Mitteilung von Cremo weiter. mig