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Anuga Meat 2009 in Köln: Vorschau

Die Fleischbranche muss mit wirkungsvollen Strategien auf strukturelle Veränderungen reagieren. Mit welchen Lösungsansätzen sich die Unternehmen den Herausforderungen stellen, erfahren die Fachbesucher auf der Anuga Meat vom 10. bis 14. Oktober 2009 in Köln. Mit rd. 6.000 ausstellenden Unternehmen ist die Anuga vom 10. bis 14. Oktober 2009 das wichtigste Branchenforum der internationalen Enährungswirtschaft.

von Foodaktuell Importer


Mit rund 700 Anbietern zeigt die Anuga Meat, eine der zehn Fachmessen unter dem Dach der Anuga, ihre Kompetenz für die internationale Fleischwirtschaft in den Hallen 5, 6 und 7 der Koelnmesse.

Die internationale Fleischwirtschaft steht derzeit vor vielen Herausforderungen. In Europa rückt das Thema Tierschutz zusehends in den Fokus, da der Druck von Tierschutzorganisationen auf die Fleischverarbeiter und den Lebensmitteleinzelhandel stetig zunimmt.

In den Niederlanden führt dies zu ersten Veränderungen. So ist dort die Kastration von Ferkeln seit Anfang des Jahres nur noch unter Betäubung erlaubt. In Deutschland müssen ab April alle männlichen Schweine, die im QS-System vermarktet werden, nach der Kastration ein Schmerzmittel erhalten. Dänemark dürfte in dieser Angelegenheit einen ähnlichen Weg bestreiten.

In Fachkreisen wird derzeit intensiv über die gegenseitige Anerkennung der jeweiligen Verfahren diskutiert. Die Anuga Meat bietet zu diesem Themenkomplex eine ideale Plattform, um sich eingehend über die aktuellen Entwicklungen zu informieren und im intensiven fachlichen Dialog Erfahrungen auszutauschen und Entscheidungen zu treffen.

Reichlich Diskussionsstoff bieten auch die strukturellen Veränderungen in der Fleischwirtschaft. Die Fleischverarbeiter bekommen nämlich verstärkt Konkurrenz von Schlachtbetrieben, die in die Veredlung einsteigen und von Seiten des Handels, der zunehmend selbst produziert. Es gilt daher Strategien zu entwickeln, um in diesem scharfen Wettbewerb nachhaltig erfolgreich zu sein. Und selbstverständlich bleibt auch der Komplex Transparenz, Produktsicherheit und Rückverfolgbarkeit ein bedeutendes Thema, zumal das Exportgeschäft für mittelständische Unternehmen immer wichtiger wird.

Beim Frischfleischkauf rangiert Geflügelfleisch derzeit weit oben in der Gunst der Verbraucher. In Deutschland und den Niederlanden melden die Statistiker für 2008 Rekordniveaus beim Pro-Kopf-Verbrauch. Der liegt hierzulande bei 18,5 Kilogramm, in Holland bei etwa 23 Kilogramm. Mit innovativen Konzepten wollen die Vermarkter das Geschäft weiter voranbringen. So ist in den Niederlanden seit einiger Zeit das sogenannte “Volwaard-Hähnchen” im Handel erhältlich. Die Produkte kommen aus einer schonenden Erzeugung, in der die Tiere bei einer geringeren Besatzdichte langsamer wachsen.

Im Fleisch- und Wurstwarenmarkt zeichnet sich zumindest im deutschen Markt eine Rückkehr zu Bewährtem ab. Die Hersteller setzen jedenfalls verstärkt auf weiterentwickelte traditionelle Produkte und regionaltypische Spezialitäten. Auch Konventionelles ist gefragt wie aktuelle Marktforschungsdaten zeigen. Nach Erhebungen von The Nielsen Company trug im vergangenen Jahr vor allem normale Brühwurst zum Umsatzwachstum bei. Bei Light- und Geflügelwurstprodukten hingegen musste der Handel Einbussen hinnehmen.

Die Anuga Meat belegt eine Bruttoausstellungsfläche von rd. 50.000 m². Zu den Unternehmen, die im Oktober 2009 auf der Anuga Meat in Köln ausstellen, gehören u. a. Abbelen, Abraham, Doux, Heidjerkaten, Dieter Hein, Marten, Metten, Negroni, L.D.C., Ponnath, Reinert, Stolle, Tönnies, VanDrie, Velisco, Vion, Wein, Westfleisch, Wiesenhof, Wiltmann, ZMI. Die Ausstellerliste ist täglich aktuell einzusehen.

Anuga Meat

10. bis 14. Oktober 2009 in Köln

Internet: www.anuga.de