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Joghurtimporte nehmen stark zu

Aldi und Lidl importieren immer mehr Joghurt aus Deutschland und Österreich.

von Alimenta Import

Schätzungsweise die Hälfte der bei den beiden Discountern verkauften Jogurts stammten aus dem Ausland, schreibt die «Bauernzeitung» in ihrer aktuellen Ausgabe. Aldi-Sprecher Sven Bradke begründet die Importe damit, dass es in der Schweiz nur wenige unabhängige Lieferanten gebe.
Derzeit gilt für Fruchtjogurts ein Importzoll von 40.70 Franken pro Kilogramm. Pro Jogurtbecher zu 180 Gramm sind das rund 7 Rappen. Die Behörden würden davon ausgehen, dass die Zölle den Rohstoffpreisvorteil der EU-Jogurthersteller beim Import nur abschwächen würden.

Ein Ungleichgewicht ergibt sich laut dem Emmi-Sprecher Stephan Wehrle dadurch, dass in der EU neue Joghurtfabriken um ein Mehrfaches grösser sind als in der Schweiz und zudem mit staatlichen Geldern unterstützt würden. Dazu kämen die tieferen Rohstoffe- und Lohnkosten.
Das Bäuerliche Zentrum (BZS) fordert vom Bund, dass er die Zölle auf Fruchtjogurt stark erhöht. «Die dramatische Zunahme der Einfuhren von Milchdesserts und Jogurt muss gestoppt werden», wird BZS-Präsident und SVP-Nationalrat Josef Kunz zitiert. lid