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Weniger Salz und Zucker in Lebensmitteln

Die Grossverteiler wollen mit ihren Sortimenten vermehrt zur Volksgesundheit beitragen. Im Rahmen der «actionsante» des Bundes wollen sie den Salz- und Zuckergehalt in ihren Produkten reduzieren.

von Alimenta Import

Die Grossverteiler Migros und Coop wollen einen Beitrag zur Volksgesundheit leisten. Wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag mitteilte, hat sich Coop verpflichtet, den Salzgehalt bei Frischbroten und Kartoffelbeilagen zu reduzieren. Optimiert werden soll im weiteren die Fettqualität bei Fertiggerichten, Fertigsalaten und Salatsaucen. Schliesslich wolle Coop auch den Zucker im Früchtequark verringern. Auch die Migros werde bis Ende Jahr den Salzgehalt in Brotsorten senken.

Die beiden Konzerne entsprechen damit der «Salzstrategie» im Nationalen Programm Ernährung und Bewegung (NPEB 2008 – 2012). Wie das BAG erinnert, erhöht ein hoher Kochsalzkonsum den Herzkreislauf-Risikofaktor Bluthochdruck. Die WHO empfehle entsprechend weniger als 5 Gramm Kochsalz pro Tag. Mit schätzungsweise rund 10 Gramm pro Person und Tag liege der Wert in der Schweiz derzeit deutlich darüber.
Das BAG weist darauf hin, dass die Wirtschaft eine Schlüsselrolle im Kampf gegen die nicht übertragbaren Krankheiten spielt und mit freiwilligen Aktionen zu einem aktiveren Lebensstil und ausgewogener Ernährung beitragen kann. Denn wie in den meisten europäischen Ländern stünden auch in der Schweiz fünf der sieben wichtigsten Risikofaktoren mit Ernährung in Verbindung: Bluthochdruck, hoher Blut-Cholesterolgehalt, Übergewicht, geringer Früchte- und Gemüsekonsum sowie Bewegungsmangel.

Die Gesundheitskosten infolge Übergewicht und Adipositas beispielsweise seien von 2,7 Milliarden im Jahr 2001 auf 5,7 Milliarden Franken im Jahr 2006 gestiegen. Die «actionsanté» wird vom Wirtschaftsdachverband economiesuisse wie auch von der Konferenz der Kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) unterstützt. pd/hps