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Swissmill und Coop werben für den Agrarfreihandel

Die grösste Schweizer Getreidemühle Swissmill ist gerüstet für ein allfälliges Agrarfreihandelsabkommen mit der EU.

von Alimenta Import

Der scheidende Swissmill-Leiter Josef Achermann hätte in seinem Amt noch gerne offene Grenzen erlebt, wie er am Mittwoch, 18. November 2009 an einem Kundenanlass in Zürich sagte. «So hätten wir unter Beweis stellen können, dass wir wettbewerbsfähig sind.» Dass eine Bäckerei bei offenen Grenzen wettbewerbsfähig sein kann, darüber berichtete Walter Mennel von der österreichischen Bäckerei Ölz. Dank dem Mechaninsmus des Veredelungsverkehrs kann die Bäckerei Mehl von Swissmill nach Österreich importieren und verarbeiten. Im Gegenzug beliefert Ölz Coop mit Toastbroten. Nach dem EU-Beitritt Österreichs im Jahr 1995 konnte Ölz laut Mennel den Umsatz steigern. Die Vorteile im EU-Beitritt waren für Mennel die Erschliessung eines grossen Marktes und die Senkung der Rohstoffkosten. Vor dem EU-Beitritt musste Ölz laut Mennel 1.20 Franken pro Kilogramm Weizenmehl bezahlen, nach dem EU-Beitritt kostete die gleiche Menge nur noch 31 Rappen.

Auch Coop, dessen Tochterfirma die Swissmill ist, setzt sich für ein Agrarfreihandelsabkommen ein. So könnten die Kosten gesenkt werden, sagte Coop-Chef Hansueli Loosli am Swissmill-Anlass. Ein Agrarfreihandelsabkommen biete laut Loosli den Schweizer Bauern die Chance, mit Mehrwerten zu punkten. Er zeigte sich überzeugt, dass beispielsweise ein Stück Fleisch unter der Marke “Naturabeef” problemlos exportiert werden könnte. lid