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KURZNEWS 24. November 2009

Berner Zibelemärit im Rücklbick / Halal-Food − ein Milliardenmarkt / Freispruch für Försterkäse / EU: Uneinigkeit über Ferkelkastrations-Alternativen / Beste Schweizer JungbäckerInnen prämiert / Gentechnik reduziert Pestizidverbrauch nicht

von Foodaktuell Importer

Zibelemärit 2009 mit weniger Besucher

Der traditionelle Zibelemärit hat auch dieses Jahr wieder Zehntausende in die Berner Innenstadt gelockt. Doch bewegten sich bisher laut Schätzungen des Berner Polizeiinspektorats ein Viertel weniger Menschen zwischen den 609 Ständen als im Vorjahr.
Dass das übliche Gedränge am Zibelemärit dieses Jahr bisher weniger gross war, erklärte sich Marc Heeb von der Berner Orts- und Gewerbepolizei gegenüber der Nachrichtenagentur SDA mit dem Regen bei Beginn des Markts um fünf Uhr in der Früh. Das geringere Besucheraufkommen sei aber möglicherweise auch eine Folge der Schweinegrippe. Am Freitag, 20. November hatte der Berner Kantonsarzt bekanntgegeben, die Anzahl Erkrankter im Kanton habe stark zugenommen. Eltern von Säuglingen sollten grössere Menschenansammlungen wie etwa den Zibelemärit meiden.

Auch die Anzahl feilgebotener Zwiebeln war am diesjährigen Zibelemärit kleiner. Während vor einem Jahr gut 59 Tonnen angeboten wurden, waren es in diesem Jahr 45,9 Tonnen. Diese Zahl liegt etwas unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Zurückzuführen ist dies laut Heeb auf den trockenen Herbst. Etliche Gemüsebauern hätten dieses Jahr wegen der geringen Ernte auf einen Stand in Bern verzichtet, sagte er auf Anfrage. 45,9 Tonnen stellen aber keineswegs einen Minusrekord dar: Nach dem Hitzesommer von 2003 fuhren die Bauersleute aus der Umgebung Berns nur 28 Tonnen Zwiebeln auf. (LID, 23. November 2009)

Altbrot − ein Verschwendungsproblem wird entdeckt

Die Diskussion um Altbrot greift langsam um sich. Vor gut einem Jahr stiess die VDB Landesgruppe Österreich die Diskussion in ihrem Land an. Dort lagen die Retourquoten mancher Lebensmittellieferanten bei 20 % und mehr. Entsprechend gross war der Aufschrei in der Öffentlichkeit. Selbst Funk und Fernsehen nahmen sich des Themas an. Seither wird nach Wegen geforscht, die Quote einerseits zu senken und andererseits sinnvolle Verwertungsmöglichkeiten zu entwickeln.

In den Niederlanden liegen die durchschnittlichen Retourquoten zwar nicht so hoch, aber auch dort ist die Diskussion in Gang gekommen. Vorgeschlagen werden zwei Wege der Altbrotverwendung: a) die Verarbeitung zu Zellstoff und damit zu Papier sowie b) die Nutzung als Rohstoff für die Energieherstellung.

In Deutschland wird zwar hin und wieder auch mal die Kluft zwischen der tatsächlich verzehrten Menge von rund 56 kg und der aus dem Mehlverbrauch errechneten Pro-Kopf-Menge von 83 kg beklagt, aber die Lösung des Problems packen die Betriebe immer noch individuell an.

Die Verwendung als Viehfutter steht nach wie vor hoch im Kurs, einzelne Bäcker wie die Bäckerei Schüren aus Hilden beschreiten aber auch den Weg der Verbrennung in einer Biomassefeuerung.

(Quelle: Backspiegel / 22.11.2009)

Halal-Lebensmittel weltweit im Trend

Das Geschäft mit Nahrungsmitteln, die das Prädikat Halal tragen und akzeptabel sind für gläubige Muslime, wird in den nächsten Jahren zu den stark wachsenden Segmenten des Lebensmittelmarktes in Europa gehören, das verkündete Frits von Dijk aus dem Hause Nestlé auf einer Halal-Food-Konferenz in Den Haag.

Solche Produkte tauchen nicht nur in Spezialläden auf, so von Dijk, sondern immer stärker auch in normalen Supermärkten, so der Nestlé-Manager, etwa bei Tesco in Grossbritannien oder in Frankreich bei Carrefour. Nestlé gilt weltweit als einer der grössten Hersteller von Halal-Food und setzt damit pro Jahr immerhin 5,3 Mrd. Schweizer Franken um, rund 5 % des jährlichen Umsatzes der Gruppe.

(Quelle: Backspiegel / 22.11.2009)

Freispruch für den Försterkäse

Der “Krümmenswiler Försterkäse” aus der Ostschweiz verletzt den AOC-Schutz des “Vacherin Mont-d’Or” nicht. Das Bundesverwaltungsgericht hat den letztjährigen Entscheid des St. Galler Gesundheitsdepartements bestätigt. Der Käsestreit zwischen der kleinen Toggenburger Käserei Diriwächter und der Interprofession du Vacherin Mont-d’Or dauert schon fünf Jahre.

2008 entschied das St. Galler Gesundheitsdepartement, dass der Försterkäse die geschützte Ursprungsbezeichnung des Vacherin Mont-d’Or nicht tangiere. Der Försterkäse sei klar als solcher bezeichnet; es werde auf die Herkunft des Käses hingewiesen. Zudem werde der Försterkäse im Gegensatz zum Vacherin Mont-d’Or nicht in Holzschachteln verkauft. Eine Irreführung der Konsumenten sei ausgeschlossen.

Das Bundesverwaltungsgericht hat die dagegen erhobene Beschwerde der Interprofession du Vacherin Mont-d’Or nun abgewiesen. Das Urteil kann innert 30 Tagen noch beim Bundesgericht angefochten werden. Die Richter in Bern teilen die Ansicht des Gesundheitsdepartements, dass für den Konsumenten keine Verwechslungsgefahr bestehe. Die Bezeichung “Krümmenswiler Försterkäse” weise keine Ähnlichkeit mit “Vacherin Mont-d’Or” auf.

(Quelle: LID / 20.11.2009)

EU: Uneinigkeit über Zukunft der Ferkelkastration

Die Zukunft der Ferkelkastration in Europa wird von Experten der Schweinefleischbranche unterschiedlich beurteilt. Das geht aus einer Befragung hervor, die die Universität Bonn in dieser Woche unter insgesamt 120 Teilnehmern der “Internationalen Fleischwoche” in Bonn durchgeführt hat. Wie die Hochschule und das Cluster Ernährung-NRW, das die Untersuchung finanziell unterstützte, mitteilten, hält rund die Hälfte der Befragten einen Verzicht auf die Ferkelkastration EU-weit vor 2019 für möglich.

Etwa 35 Prozent bewerteten eine Systemumstellung erst langfristig oder gar nicht als realistisch, berichtet Agra-Europe. Ferner hätten die Experten die Entwicklung einer Technik, mit der eine sichere Identifizierung von Ebern mit Geruchsabweichung möglich sei, als besonders problematisch beurteilt, erklärten die Universität und das Cluster.

Die grosse Mehrheit der Befragten geht davon aus, dass entsprechende Technologien frühestens mittelfristig bis zum Jahr 2019 zur Verfügung stehen könnten. Darüber hinaus geben die Fachleute der Ebermast nur dann eine Chance, wenn sie auf allen Stufen der Fleisch produzierenden Industrie Akzeptanz finde.

Ein Haupthindernis wird darin gesehen, dass das Problem der Geruchsabweichung von Eberfleisch nicht innerhalb der kommenden vier Jahre praktikabel zu lösen ist. Ausserdem müsse in diesem Zusammenhang auch die Haltung und Aufzucht der Tiere neu geregelt werden, schreibt Agra-Europe weiter. Wie die Hochschule mitteilte, befürworten 44 Prozent der Befragten die Abschaffung der Kastration bei gleichzeitiger Umstellung auf Ebermast.

Ungefähr 36 Prozent haben sich für eine Kastration unter Gabe von schmerzstillenden Mitteln ausgesprochen, und 18 Prozent wollen die Vorgehensweise in ihrer jetzigen Form beibehalten.

(Quelle: LID / 20.11.2009)

Gutes Schweizer Honigjahr − weniger Waldhonig wegen Kälteeinbruch

Die Bienen waren dieses Jahr emsig: Insgesamt sammelten sie über 1‘800 Kilogramm Honig. Damit konnten die Schweizer Imker etwa gleich viel Honig schleudern wie im Vorjahr. Auf die Erntemenge können die Imker stolz sein, denn die Arbeit mit den Honigbienen ist je länger je weniger ein Honiglecken, die Biene hat mit allerlei Bienenkrankheiten und Schädlingen zu kämpfen.

Insbesondere die Varroamilbe macht den fleissigen Tierchen und den Imkern das Leben schwer. Die Milbe beisst sich an der Biene fest, das Grössenverhältnis zwischen Biene und Milbe entspricht demjenigen zwischen Mensch und Kaninchen. Die Varroamilbe hat gemäss Wissenschaftern mehr oder weniger alle Bienenvölker in der Schweiz befallen. Auch die Sauerbrut – eine bakterielle, hoch ansteckende Erkrankung – macht den Bienen jedes Jahr wieder zu schaffen.

Dieses Jahr haben die Bienen vor allem Blütenhonig gesammelt. Blütenhonig entsteht beispielsweise aus Obst-, Löwenzahn- und Rapsblüten. Im Vergleich zum Waldhonig wird Blütenhonig im Frühling, wenn die Bäume und die Blumen blühen, geerntet; Blütenhonig ist viel heller als Waldhonig. Waldhonig hingegen wird erst im Sommer geerntet. Weil es dieses Jahr Ende Juni und Anfangs Juli zahlreiche Gewitter und einen Kälteeinbruch gab, ist die Ausbeute an Waldhonig nicht sehr gross.

Von Sortenhonigen spricht man, wenn der Nektar des Honigs nur oder zumindest zum überwiegenden Teil von einer Pflanzenart stammt. Rapshonig, Löwenzahnhonig, Edelkastanien- oder Akazienhonig sind nur einige der bekannten Sortenhonige. Weil die Schweizer Landschaft und Landwirtschaft klein strukturiert ist, sammeln die Bienen Nektar von allen möglichen Pflanzen – darum produzieren die Imker in der Schweiz mehr Mischhonig als Sortenhonig. In diesem Sinn ist jeder produzierte Honig ein Unikat.

Herr und Frau Schweizer essen jährlich rund 1,3 Kilogramm Honig. Der in der Schweiz produzierte Honig vermag die Nachfrage nicht decken, etwa zwei Drittel des konsumierten Honigs wird importiert.

(Quelle: LID / 20.11.2009)

Beste Schweizer Jungbäcker und Jungbäckerinnen prämiert

Vom 16. – 18. November 2009 hat die diesjährige Schweizermeisterschaft SBKV Produktion und Detailhandel an der Richemont Fachschule in Luzern stattgefunden. 23 Bäcker-Konditoren/Bäckerinnen-Konditorinnen und 12 Detailhandelsfachleute Bäckerei-Konditorei-Confiserie kämpften um die nationalen Titel. Handwerkliche Fähigkeiten, Flexibilität und Kreativität standen im Mittelpunkt des Wettkampfs. Die drei besten waren:

Rang 1: Grossenbacher Dominic, von 3303 Jegenstorf. Berufsbildner: Bäckerei-Konditorei, Grossenbacher, 3303 Jegenstorf

Rang 2: Keller Magdalena, 8514 Bissegg. Berufsbildner: Bäckerei-Konditorei Nafzger, 9545 Wängi

Rang 3: Haldimann Matthias, 4952 Eriswil. Berufsbildner: Bäckerei-Confiserie Lienhart, 4950 Huttwil

(Quelle: Fachschule Richemont, Luzern / 19.11.2009)

Gentechnik reduziert Pestizidverbrauch nicht

Verheissungsvoll waren die Versprechen der “Grünen Gentechnologie”, kaum mehr Pestizide verwenden zu müssen. Nun zeichnet ein neuer Bericht allerdings ein völlig anderes Bild. Seit dem Beginn des kommerziellen Anbaus von Gentech-Pflanzen wurden in den USA rund 145 Mio. Kilogramm mehr Pestizide ausgebracht als zuvor. Ein Grund dafür ist der rasante Anstieg an Unkräutern, die gegen die Totalherbizide immun sind. Die Studie von Charles Benbrook vom Organic Center http://www.organiccenter.org basiert auf Daten des US-Department of Agriculture.

“Die US-Gentech-Landwirte versuchen nun mit noch mehr Chemie den Unkräutern Herr zu werden”, meint Global 2000-Gentechnik-Experte Werner Müller im pressetext-Interview. “In ihrem ausweglosen Kampf greifen die Bauern zu immer brutaleren Methoden gegen Umwelt und letztlich auch den Menschen”, kritisiert der Experte. So setzen sie “Uralt-Gifte” wie Paraquat und 2,4D – einen Stoff der im Vietnamkrieg als “Agent Orange” verwendet wurde – ein.

Geringe Einsparungen von Insektiziden konnten bei Baumwolle und Mais erreicht werden, bestätigt die Studie. “Doch auch hier dürfte sich das Blatt bald wenden, sobald die ersten resistenten Insekten die Maisfelder treffen”, meint Müller. Kritiker hätten bereits von Beginn an angezweifelt, dass es Einsparungen im Pestizidbereich geben werde. “Ausserdem befürchtete man schon damals, dass es bald resistente Unkräuter und Insekten geben wird.”

“Doch der enorme Anstieg des Pestizideinsatzes in den USA überrascht selbst die Kritiker”, so Müller. “Man sieht, wie verzweifelt die US-Landwirte gegen die Folgen der Gentechnik ankämpfen.” Es sei davon auszugehen, dass die “grüne Gentechnik” auch in den USA bereits ihren Höhepunkt überschritten habe. “Angesichts des dramatischen Anstiegs von Problemunkräutern kehren immer mehr US-Landwirte der Gentechnik den Rücken.”

“Warum man in Europa immer noch auf die Einführung der Gentechnik drängt, ist angesichts dieser Zahlen völlig unverständlich”, meint Müller. Europa sollte anstatt in Gentechforschung in den Biolandbau investieren, damit solche Katastrophen wie der Einsatz von Agent Orange gegen Unkräuter erspart bleibe.

“An einem vernünftigen Umgang mit der Natur wie es der Biolandbau vorzeigt, führt kein Weg vorbei. Das lehrt uns die Geschichte der Gentechnik”, so Müller. “Mit der Holzhammermethode die Natur zu unterdrücken, gelingt nur wenige Jahre, danach schlägt sie umso unbarmherziger zurück.”

(Quelle: pte / 18.11.2009)

FAO-Ernährungsgipfel bleibt konkrete Antworten schuldig

Der Ernährungsgipfel der UNO-Landwirtschaftsorgansation FAO ist am 18. November in Rom ohne konkrete Zusagen zu Ende gegangen.
Drei Tage lang haben Vertreter aus 190 Ländern, wovon fast die Hälfte durch ihre Staats- und Regierungschefs vertreten waren, über eine sichere Welternährung diskutiert. Einig war sich die Staatengemeinschaft in dem Recht auf Nahrung und der Halbierung der Zahl der Hungernden.

Dieses Bekenntnis wurde bereits am zu Beginn der Konferenz in einer vorbereiteten Erklärung von allen Beteiligten unterzeichnet. Neue Verpflichtungen oder konkrete Ziele sind darin aber nicht enthalten, wie agrarzeitung.de berichtet.

Aus Sicht der FAO ist der Gipfel dennoch ein Erfolg. Man habe es geschafft, den globalen Hunger in der politischen Debatte zu halten, versuchte FAO-Vizedirektor Alexander Müller der Konferenz etwas Positives abzugewinnen. Generalsekretär Jacques Diouf forderte in seiner Abschlussrede die Mitgliedstaaten auf, den Worten Taten folgen zu lassen, weil die Hungernden nicht mehr warten könnten. Die meisten Vertreter von Nicht-Regierungsorganisationen zeigten sich dagegen enttäuscht von den Ergebnissen des Gipfeltreffens.

(Quelle: LID / 18.11.09)

Dunkle Schokolade ist gesund − sagen auch die Zahnärzte

Der seit 1908 durch die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (http://www.dgzmk.de) vergebene Preis zu Ehren des Pioniers der Zahnheilkunde, Professor Willoughby Dayton Miller (1853-1907), geht in diesem Jahr an eine Greifswalder Forschergruppe.

Anlässlich des Deutschen Zahnärzte-Tages in München wurde der Preis Anfang November im Herkulessaal der altehrwürdigen Münchner Residenz an die Arbeitsgruppe der Greifswalder Zahnklinik mit dem Pharmakologen Prof. Peter Meisel und den Zahnmedizinern Dr. Careen Springmann und Prof. Thomas Kocher übergeben. Die Wissenschaftler aus der Universitätszahnklinik Greifswald überzeugten die Gutachterkommission mit ihren Forschungsergebnissen zu Beziehungen zwischen dem Versorgungsgrad der Bevölkerung mit Magnesium und der Zahngesundheit.

Durch Untersuchungen anhand der grossen Greifswalder Bevölkerungsstudie SHIP (Study of Health of Pomerania) mit über 4.000 Probanden konnten die Greifswalder Wissenschaftler aufzeigen, dass bei ausreichend hoher Magnesium-Konzentration im Blut weniger Entzündungen des Zahnfleischs auftreten und damit einhergehend ein verbesserter Erhalt der Zähne zu verzeichnen ist.

Auch die altersbedingte Zunahme der Parodontitis (Entzündungen des Zahnhalteapparates) und der Zahnverlust über eine fünf Jahre dauernde Nachuntersuchungszeit verliefen bei ausreichender Magnesiumzufuhr wesentlich langsamer. “Nach den Ergebnissen dieser Studie sind insbesondere Diabetiker und junge Frauen von einer Unterversorgung mit Magnesium betroffen”, erklärten die Preisträger um Prof. Peter Meisel in München.

“Die gute Nachricht dabei ist, dass dunkle Schokolade reichlich Magnesium enthält und darüber hinaus auch Inhaltsstoffe mit günstigen Wirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem.”

Der Deutsche «Miller»-Preis wird vom Vorstand der DGZMK jährlich zur Würdigung der besten wissenschaftlichen Arbeit auf dem Gebiet der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde ausgelobt. Er stellt die höchste Auszeichnung einer wissenschaftlichen Leistung durch die renommierte medizinische Fachgesellschaft der Zahnmediziner dar und ist zurzeit mit 10.000 Euro dotiert.

Allein die Leistung und Bedeutung für die Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde sind die entscheidenden Kriterien für die Vergabe des Preises. Die drei Wissenschaftler wollen das Preisgeld nutzen, um ihre Forschungen weiterführen zu können.


(Quelle: idw / 17.11.2009)

CH-Honigernte 09: Grosse regionale Unterschiede

Die Schweizer Bienen haben dieses Jahr gute Arbeit geleistet: Insgesamt sammelten sie rund 1’830 Tonnen Honig, was einem Verkaufswert von rund 40 Millionen Franken ausmacht.

Damit wurde etwa gleich viel Honig geschleudert wie im Vorjahr, wie aus einer verbandsinternen Befragung des Vereins deutschschweizerischer und rätoromanischer Bienenfreunde (VDRB) hervorgeht. Die Ernte sei zwar im langjährigen Vergleich kein Spitzenwert. Angesichts der nicht sehr vorteilhaften Witterung im Sommer dürfen die Schweizer Imker laut VDRB jedoch zufrieden sein.

Insbesondere die Blütenhonigernte im Frühling war gut. Hingegen haben laut dem Verband zahlreiche Gewitter und Kälteeinbrüche Ende Juni/Anfang Juli die Ernte vom Wald- und Blatthonig grösstenteils zunichte gemacht.

Auch regional gibt es Unterschiede. Mit über 30 Kilogramm pro Volk konnte in den Kantonen Jura, Basel-Stadt, im Tessin und in der Waadt viel Honig geerntet werden. Die Genfer verzeichnen dieses Jahr mit durchschnittlich fast 40 Kilogramm Honig pro Bienenvolk die grösste Ernte. Sehr bescheiden hingegen war die Ausbeute im Kanton Luzern: Pro Bienenvolk wurde durchschnittlich 8,5 Kilogramm Honig geerntet.

(Quelle: LID / 17.11.2009)

Espace Gruyère AG: Ernennung eines Direktors ad Interim

Im Anschluss an die Bekanntgabe des Abgangs am 28.02.2010 von Hr Beat Kunz, Generaldirektor von Espace Gruyère AG und Expo Centre AG (Forum Fribourg), haben die Verwaltungsräte der beiden Zentren den aktuellen Marketing und Verkaufsdirektor beauftragt, auch die operative Leitung der beiden Zentren ad interim zu übernehmen. Mit der Ernennung von Hr. Duri Mathieu wird der reibungslose Weiterverlauf der Geschäfte gesichert. Espace Gruyère und Forum Fribourg können somit ihren dynamischen Weg fortsetzen, um sich auf dem schwierigen Messe- und Kongressmarkt zu behaupten.

(Quelle: Espace Gruyère SA / 17.11.2009)

MARKTPLATZ

Migros: Kaffee-Sortiment wird nach Sozialverträglichkeit zertifiziert

Nach der erfolgreichen Einführung von Utz zertifiziertem Espresso-Kaffee im 2007, stellt die Migros als erste Grossverteilerin der Schweiz sukzessive das gesamte Kaffee-Basissortiment auf nachhaltigen und sozialverträglichen Kaffee um. „Der Konsument wird zunehmend kritisch. Er möchte wissen, unter welchen Bedingungen ein Produkt hergestellt wurde“, sagt Karin Heierli, Category Managerin Frühstück im Migros-Genossenschafts-Bund.

Die Migros hat sich zu einem nachhaltigen Handeln verpflichtet und Nachhaltigkeit zu einem ihrer Werteversprechen gemacht. Und dieses hält sie auch, wie nicht zuletzt die Wahl zur nachhaltigsten Detailhändlerin der Welt in diesem Jahr gezeigt hat.

„Utz“ kommt aus der Sprache der Maya und bedeutet „gut“. Gut ist, dass Utz certified für einen nachhaltig angebauten Kaffee garantiert und trotzdem – oder gerade deshalb – marktorientiert ist. Denn Utz certified verlangt von ihren Partnern nicht nur die Einhaltung ökologischer und sozialer Kriterien, sie unterstützt die Bauern auch darin, ihre Arbeit professionell anzugehen. Dank professionelleren Anbaumethoden kann der Kaffeebauer den Ertrag und die Qualität seiner Ernte steigern und dadurch mehr Geld verdienen.

Zusätzlich erhält er vom Käufer seiner Ernte eine Prämie. Diese wird direkt zwischen Käufer und Verkäufer ausgehandelt. Im 2008 haben Utz-certified-Bauern Prämien in der Höhe von 10,5 Millionen Dollar bekommen. Das Programm steht jedem Kaffebauern offen, unabhängig von der Grösse seines Betriebs oder dem Standort der Plantage. Dadurch kann die Migros weiterhin ihre bisherigen Produzenten berücksichtigen. Einzige Voraussetzung ist, dass sie sich zertifizieren lassen.

„Das Engagement der Migros ist ein wichtiger Meilenstein für Utz certified. Tausende von Produzenten weltweit haben so die Möglichkeit, bessere Produkte zu einem besseren Preis zu vermarkten“, freut sich Anita Aerni, Key Account Manager Europe von Utz certified.
Nachhaltigkeit bei unverändert guter Kaffee-Qualität.

Der Kaffee wird durch den Mehrwert für die Kundinnen und Kunden nicht teurer. Der Aufpreis wird von der Migros und von Delica getragen. Der Migros-Kunde kann also weiterhin seinen gewohnten Qualitätskaffee trinken – bestens informiert und mit einem guten Gewissen. Bereits heute bietet die Migros Espresso-Kaffeebohnen an, die gemäss dem Produktionsstandard Utz zertifiziert sind. Bis Ende 2010 wird dann das ganze Basissortiment umgestellt sein. Utz certified wird dadurch zum Produktionsstandard für Migros-Kaffee.

Ausgenommen sind die Angebote von M-Budget, Sélection sowie regionale Produkte.
Auch die Max-Havelaar Fairtrade-Kaffees mit ihrem umfassenden Entwicklungsansatz für Mensch und Umwelt bleiben weiterhin wichtiger Bestandteil des Sortiments, das Angebot wird unverändert weitergeführt.

Nach der Vollumstellung auf Utz certified Ende 2010 kann jede zertifizierte Kaffeepackung bis zur Plantage oder Kooperative zurückverfolgt werden. Das sorgt für Transparenz und Sicherheit. Der Kunde benötigt einzig die Produktions-Nummer auf der Kaffeepackung und einen Internetanschluss und schon kann er „seine“ Kaffeeproduzenten unter www.migros.ch/coffee kennen lernen.

«Utz certified» ist eine unabhängige internationale Non-profit-Organisation, welche professionellen Landbau fördert und eine positive Auswirkung auf Produktivität, Qualität und Effizienz generiert. Utz certified Kaffee wird zur Zeit in 21 Ländern angebaut und in 42 Ländern verkauft. Utz certified wurde von einem guatemaltekischen Kaffee-Anbauer und einem europäischen Kaffee-Röster gegründet und ist seit 2002 im Markt.

Heute ist es bereits eines der grössten Kaffeezertifizierungssysteme weltweit. Das voraussichtliche Absatzvolumen 2009 liegt bei über 80’000 Tonnen Kaffee.
Kaffee-Markt: Die Migros ist mit einem jährlichen Kaffee-Volumen von über 10‘000 Tonnen (davon 450 Tonnen Max-Havelaar-Kaffee) Marktführerin in der Schweiz. Der Kaffee wird vom Migros-Unternehmen Delica AG eingekauft und geröstet.

(Quellen: Migros-Genossenschafts-Bund / Utz Certified (A. Aerni) / 19.11.09)