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Die Geschichte im Überblick

Die Geschichte der Radeberger Milchwerke liest sich spannend: Agathe Zeis gründete 1880 die Meierei Heinrichsthal. 1884 erwarb sie das französische Patent für Camembert und Brie und war damit die erste deutsche Herstellerin des beliebten Weichkäses.

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Der Zusatz «Königliche Käsespezialitäten» hat seinen Ursprung im Jahr 1893. Damals erhielt die Meierei den Titel «Königlich Sächsischer Hoflieferant», kurz darauf einen weiteren als Hoflieferant des Grossherzogs von Hessen. Seit dem Ersten Weltkrieg stellte das Unternehmen für die Versorgung der Truppen lang haltbaren Camembert in Blechdosen her. Diese Erfindung sollte sich später in ganz Deutschland durchsetzen.

Nach wechselvollen Jahren blieb der Betrieb bis Ende des Zweiten Weltkriegs in Privatbesitz. 1945 kam es zur Zwangsenteignung und Umwandlung zur Genossenschaft. Nach der Wende geriet der grösste Käseproduzent Ostdeutschlands in eine Krise: Im Jahr 1992 stieg ein Privatinvestor in die Heinrichsthaler Milchwerke GmbH ein und ging zwei Jahre später in Konkurs. Kurz zuvor hatte die Radeberger Genossenschaft ihre Anteile am Unternehmen noch rechtzeitig zurückgekauft.

Bis heute ist sie alleinige Gesellschafterin gemeinsam mit 40 Anteilseignern, darunter die Budissa AG, eines der grössten Agrarunternehmen Deutschlands.