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Gastro trifft Fleisch

Die Gastromesse Igeho fand zum zweiten Mal zusammen mit der Fleischfachmesse statt. Die Mefa ist mit dem Zweijahresrhythmus nicht überfordert, musste aber dennoch einen Besucherrückgang verzeichnen.

von Alimenta Import

«Wir waren erstaunt, wie viele Leute am Sonntag die Mefa besuchten», sagt ein Aussteller. Noch vor zwei Jahren befürchteten viele Fleischfachleute, dass die Aussteller mit dem forschen Tempo des Zweijahresrhythmus nicht mehr teilnehmen würden. Vor allem, weil nicht jedes Unternehmen so regelmässig Innovationen zu zeigen hat.

Nach der zweiten Durchführung vom 21. bis zum 25. November herrscht durchwegs Zufriedenheit, sowohl über die Mefa wie auch über die Igeho. «Klar würden wir den Dreijahresrhythmus begrüssen, doch grundsätzlich sind wir mit der Messe sehr zufrieden.» Hugo Koch, Josef Koch AG, Malters, ist überrascht, dass trotz der geringeren Besucherzahl als vor zwei Jahren am Stand mehr Kontakte verzeichnet werden konnten. Dieses Jahr stellten nur 83 Aussteller aus, vor zwei Jahren waren es 113.

Daniel Buser als Messeverantwortlicher führt diesen Umstand darauf zurück, dass Unternehmer, die normalerweise an der Mefa ihre Leistungen zeigen, nun gleich daneben, in den Hallen der Igeho mit 837 Ausstellern aus 19 Ländern, auftraten. Die Besucherzahl ging laut Messeveranstalter von 80?240 im Jahr 2007 auf 78?074 in diesem Jahr zurück.

Schaufenster für den Weltmarkt
Dass die Igeho noch Potenzial zum Wachsen hat, ist für Gastrosuisse-Chef Anton Schmutz klar. Für ihn sollte Basel künftig das Schaufenster der «Swissness» sein. Von Landwirtschaft über die Lebensmittelwirtschaft zum Gastgewerbe bis zum Tourismus könnten alle profitieren und internationale Besucher anziehen. Für Schmutz wäre es glaubwürdiger, die Rolle als Gastgeber im eigenen Land wahrzunehmen, statt in Frankfurt, Düsseldorf oder Köln die Ware feilzubieten. Die Uhrenindustrie beweise, dass eine bedeutende Branche eine Messe als Schaufenster für den Weltmarkt nutzen könne.