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KURZNEWS 5. Januar 2010

2009 wird guter Weinjahrgang / Umsatzeinbruch bei Champagner / Discounter kontern Schelte von MIgros-Chef / Jowa greift nicht über die Grenze / Stuftung Warentest kritisiert falsche Rauchlachs-Deklarationen

von Foodaktuell Importer

Grosse Vorfreude auf den Weinjahrgang 2009

Die Schweizer Winzer sind sich einig: Das Jahr 2009 war hervorragend. Dank günstiger Witterung wurden grosse Traubenmengen in bester Qualität geerntet.
“Alle Zeichen deuten auf einen aussergewöhnlichen Jahrgang hin. In den Weinbaugebieten der Schweiz sind sich die Fachleute bezüglich der hohen Qualität der gelesenen Trauben einig”, heisst es in einer Medienmitteilung des Bundesamtes für Landwirtschaft vom 30. Dezember.

Es werden bereits Vergleiche gezogen zum “Jahrtausender-Jahrgang” von 2003. Für dieses erfreuliche Resultat ist zu einem grossen Teil das Wetter verantwortlich. Gerade die entscheidensten zwei Monate, die letzten vor der Ernte, waren optimal. Wichtig war ebenfalls eine gute Pflege der Reben durch die Winzer und Winzerinnen während des ganzen Jahres.
Das Bundesamt für Landwirtschaft wird im Frühling 2010 einen detaillierten Bericht über das Weinjahr 2009 publizieren.

(Quelle: LID / 30.12.2009)

Kein Fest für den Champagnermarkt

Fast ein Drittel des gesamten Schaumwein-Umsatzes wird über die Festtage gemacht. In Zeiten der Wirtschaftskrise greifen die Konsumenten lieber zu günstigeren Schaumweinen. Bei Champagner ist die Nachfrage in diesem Jahr weltweit stark zurückgegangen.

In der Folge sind die Champagner-Preise stark gefallen. In Frankreich liefern sich die grossen Supermärkte derzeit einen harten Preiskampf, berichtet die Nachrichtenagentur SDA. Rund 15 Prozent weniger Champagner konnte 2009 aus Frankreich exportiert werden. Wegen der gesunkenen Nachfrage haben sich bei den Grossimporteuren und bei den Produzenten riesige Vorräte angesammelt.

Um diese abzubauen, wurden still und heimlich Untermarken geschaffen, die zu Schleuderpreisen auf den Markt kommen. Damit soll auch der Ruf des Champagners als Nobel-Marke geschützt werden.

Die Schweiz ist mit einem Pro-Kopf-Konsum von drei Viertel Flaschen im internationalen Vergleich immer noch auf Platz drei der stärksten Champagner-Trinker.


(Quelle: LID / 29.12.09)

Discounter reagieren auf Vorwürfe

Der Supermarkt-Detailhandel liefert sich Preis- und Meinungskämpfen. Nachdem Migros-Chef Herbert Bolliger die Strategien von Aldi und Lidl als Gefahr für die Schweizer Wirtschaft bezeichnet hatte, verteidigen sich die Discounter.

“Die Besitzer von Aldi und Lidl werden immer reicher und drücken auf Kosten der Produzenten die Preise”, sagte Bolliger am Wochenende im Interview mit der Zeitung “Sonntag”. Dem entgegnet Aldi-Suisse-Chef Günther Helm in der Aargauer Zeitung vom 29. Dezember, dass für Aldi “die Mitarbeiter im Zentrum der Firma” stünden. Aldi böte in der Schweiz sichere Arbeitsplätze und habe eine motivierte und zufriedene Belegschaft.

Laut Angaben eines anderen Aldi-Mitglieds arbeite die Firma eng mit regionalen Firmen wie Bäckerein, Obsthändlern und Bauern zusammen und stütze so die schweizer Wirtschaft.
Auch Lidl Schweiz betonte gegenüber der Aargauer Zeitung, der Wirtschaft Sorge zu tragen: “Wir pflegen zu unseren Lieferanten ein gutes und faires Verhältnis und freuen uns über die gute Zusammenarbeit.”

Spar-Chef Stefan Leuthold vertritt eher die Position des Migros-Chefs. Spar müsse und wolle im zunehmenden Preisdruck mithalten, weil auch die Kunden stark auf den Preis achten würden. “Allerdings gehen wir nie unter den Einstandspreis, was bei den Discountern leider üblich ist”, so Leuthold. Letztlich hätten die Konsumenten die Verantwortung, auf faire Preise zu achten.

Wirtschaftsprofessor Reiner Eichenberger wirft Bolliger im Interview mit dem “Schweizer Bauer” vom 29. Dezember gar vor, mit seinen Aussagen Rufschädigung zu betreiben. Damit wolle der Migros-Chef verhindern, dass die Preise allzu schnell fallen.

(Quelle: LID / 29.12.2009)

Regionales “Capricorn”-Brot ist beliebt

Im Frühjahr 2008 wurde im Kanton Graubünden das regionale Brot “Capricorn” (romanisch: Steinbock) eingeführt. Die Spezialität aus 100 Prozent regionalen Zutaten findet grossen Anklang.

Bereits zwölf Bäcker verkaufen das Brot, das die originelle Form eines Steinbockhorns hat, schreibt die Internetplattform bionetz.ch. Entwickelt worden sei das Brot -auf Anregung des Bäckermeisterverbandes- von der Vermarktungsplattform alpinavera. Das biozertifizierte (Knospe) Getreide werde grösstenteils aus dem bündnerischen Berggetreide “Gran alpin” gewonnen, in der Region vermahlen und aufbereitet.

(Quelle: LID / 29.12.2009)

Keine Beteiligung der Jowa AG an der APM

Die per 1. Januar 2010 geplante Mehrheitsbeteiligung der Jowa AG an Alsacienne de Pâtes Ménagères APM mit Sitz im französischen Hoerdt wird nicht realisiert. Unterschiedliche Auffassungen über die strategische Ausrichtung führten zu diesem Schritt. Beide Parteien schliessen eine Zusammenarbeit auf rein kommerzieller Ebene jedoch für die Zukunft nicht aus.

(Quelle: Migros (MGB) / 29.12.2009)

Wildlachs als Zuchtfisch entlarvt

An drei unterschiedlichen Tagen kauften die Tester Proben in der Gourmetetage des Kaufhaus des Westens (KaDeWe). Ergebnis: In allen drei wurde der Warnwert für Enterobakterien überschritten. Diese können aus dem Darm von Mensch oder Fisch stammen und deuten auf mangelnde Hygiene bei der Verarbeitung hin. Mögliche Folge: Menschen mit schwachem Immunsystem erleiden Magen-Darm-Probleme.

Dazu kommt: Den teuren Luxuslachs aus der Gourmetetage verkaufte das KaDeWe als irischen Wildlachs. In Freiheit geschwommen war er jedoch nie. Sein deutlich lachsfarbenes Fleisch verdankt er einem zugefütterten Karotinoid, wie der Labortest nachwies. Auch den Testessern mundete er nicht: fischig und pelzig auf der Zunge, so ihr Urteil. Tröstlich: Das KaDeWe reagierte sofort auf die vorab mitgeteilten Ergebnisse der Stiftung Warentest. Es bot den Lachs im November nicht mehr an.

Der Rauchlachs im Test hatte typischerweise zartes Fleisch, ein deutliches Raucharoma und schmeckte nur leicht fischig. Minuspunkte gab es etwa für leicht bitteren und brennenden Nachgeschmack oder viele kleine Reststücke in der Packung. Auch blaue Impfflecken, Gräten oder Hautreste führten zu Punktabzügen und verderben den Appetit.

Elf Produkte – darunter alle vier Biolachse im Test – bescheinigten die Tester ein „Gut“ in Aussehen, Geruch, (Nach)-Geschmack, Konsistenz und Herrichtung. Sie hatten gar keine oder nur kleine sensorische Mängel. Interessant: Die Anbieter bewerben den teureren Wildlachs gern als „Naturprodukt“ und von „hervorragender Fleischqualität“. Doch zwei der drei Wildlachse im Test gehörten in der Beurteilung von Geruch, Geschmack und Herrichtung zu den schlechtesten, nur einer war hier „gut“.

Ob wild oder gezüchtet – in beiden Fällen besteht die Gefahr, dass der Lachs mit Schadstoffen wie Tierarzneimittel-Rückständen oder Quecksilber belastet ist. Doch Lachsfans können beruhigt sein: Schadstoffe entdeckte die Stiftung Warentest keine oder vereinzelt nur in geringen Mengen.

Räucherlachs ist ein sensibles Lebensmittel. Er wird bei der Verarbeitung nicht erhitzt. Keime werden so nicht abgetötet. Neben dem Lachs vom KaDeWe wiesen denn auch fünf Produkte erhöhte Keimzahlen auf, als die Tester sie am Ende der Verbrauchsfrist öffneten: der Zuchtlachs von real/Tip und Laschinger, die Bio-Lachse Wechsler’s Nr. 1 und Rewe Bio sowie der Wildlachs von Stührk.

Die in diesen fünf Produkten festgestellten Keime und deren Gehalte waren weder gesundheitsschädlich noch geschmacksbeeinträchtigend. Sie können jedoch auf schlechte Kühlung oder Hygiene hindeuten. Salmonellen fanden die Tester nicht und – anders als im Test aus Januar 2002 – auch keine Listerien, die für Risikogruppen wie Schwangere kritisch sein können.

Im Produktionsprozess reiben die Hersteller den rohen, filetierten Fisch zum Konservieren zunächst mit Salz ein oder injizieren ihm eine Salzlösung. Anschliessend räuchern sie ihn kalt, also bei 24 bis 27 Grad Celsius – meist über Buchenholzrauch. Das dauert 5 bis 14 Stunden. Um ihn besser schneiden zu können, frieren sie ihn meist kurz an. Das Verpacken der Scheiben erfolgt schliesslich im Vakuum oder unter Schutzatmosphäre. Das soll vorhandene Mikroorganismen davon abhalten, sich zu vermehren.

Wilder Lachs schlüpft in Fluss oder Bach, dann zieht es ihn als Jungtier zum Meer, um nur wenige Jahre später zum Laichen ins Heimatgewässer zurückzukehren. Tausende Kilometer legt er dabei zurück. Doch Überfischung und verbaute Gewässer bedrohen die Be­stände. Deshalb kommt der Grossteil des Lachses auf dem Markt heute aus Zuchtanlagen, Aquakultur genannt.

Vor allem in Norwegen, Schottland, Irland und Chile wird er in Netzgehegen vor der Küste gehalten. Nur durch Massenzucht ist es möglich, dass eine 200-Gramm-Packung beim Discounter so günstig ist: Drei der sieben „guten“ Räucherlachse im Test sind dort schon für 2,80 Euro zu haben.

(Quelle: Stiftung Warentext / 29.12.2009)

Coop und Weight Watchers® verlängern ihre Partnerschaft

Unter der Marke Weight Watchers führt Coop rund 250 leichte Produkte, die gut
schmecken und eine kalorienreduzierte, abwechslungsreiche Ernährung leicht machen.
Die Einführung eines neuen Punktesystems im Weight Watchers Programm nimmt Coop
zum Anlass, die Linie kulinarisch weiter zu verbessern. Alle Rezepturen werden
entsprechend überprüft. Die weltweit einzigartige Partnerschaft zwischen Coop und
Weight Watchers® besteht seit 2005 und wird bis 2013 verlängert.

Heute umfasst die Linie Coop Weight Watchers rund 250 kalorienreduzierte Produkte, die für
eine ausgewogene, vielfältige, abwechslungsreiche und genussreiche Ernährung stehen. Das Sortiment reicht von Milchprodukten über Salatsaucen, Wurst- und Fleischwaren, Fertiggerichte und Getränke bis hin zu Backwaren und Desserts.

Leichte Fertiggerichte sind speziell auf die Bedürfnisse von Berufstätigen abgestimmt, die sich schnell und gesund verpflegen wollen. Coop nimmt die Neuausrichtung des Weight Watchers Programms mit der Einführung eines neuen Punktesystems zum Anlass, das gesamte Sortiment auch kulinarisch zu überarbeiten.

Der Genuss und die Frische sollen noch mehr im Vordergrund stehen und alle ansprechen, die sich gesundheitsbewusster ernähren wollen.

(Quelle: Coop / 29.12.2009)

Käseexporte: Wirtschaftskrise drückt auf den Umsatz

Die Schweizer Käseexporte sind von Januar bis Oktober 2009 im Vergleich zum Vorjahr zwar leicht angestiegen. Der Wert der Importe hingegen ist gesunken. In der aktuellen Diskussion um ein Agrarfreihandelsabkommen mit der EU wird immer wieder der seit Mitte 2007 liberalisierte Käsemarkt herangezogen. Und zwar bemerkenswerterweise von Gegnern und Befürwortern, von Optimisten und Pessimisten.

Die Optimisten argumentieren, die Liberalisierung des Käsehandels sei bisher erfolgreich verlaufen, es werde immer mehr Schweizer Käse exportiert. Dem halten die Pessimisten entgegen, dass wohl die Exporte angestiegen seien, die Käseimporte seien aber noch stärker angestiegen. Die Bilanz sei deshalb aus Schweizer Sicht negativ.

Falsch, sagen wiederum die Optimisten: Wenn man die Exporte wertmässig betrachte, dann zeigte sich, dass die teureren Schweizer Käse für mehr Umsatz gesorgt haben als die billigeren Importkäse. Wer hat Recht? Die Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung (alle Zahlen ohne Fertigfondue) zeigen folgendes:

Der Handel hat zugenommen. Mengenmässig sind sowohl Importe wie auch Exporte in den letzten fünf Jahren angestiegen, die Importe stärker als die Exporte. Auch wertmässig stiegen sowohl Importe wie auch Export an.

Die Differenz zwischen Exportmenge und Importmenge hat abgenommen, die mengenmässige Handelsbilanz hat sich verschlechtert, weil die Importe stärker wachsen als die Exporte.

Die Differenz zwischen Export- und Importwert hingegen ist angewachsen, die wertmässige Handelsbilanz hat sich verbessert. Der Wert der Schweizer Käseexporte wuchs stärker an als der Wert der Importe. Ein Punkt also für die Optimisten.

Nicht so rosig wie diese mehrjährige Bilanz sieht hingegen der Zwischenstand für das Jahr 2009 aus. Die Wirtschaftskrise zeigt Auswirkungen, vor allem in Deutschland und Italien ist der Verkauf von teurem Schweizer Käse schwieriger geworden. Das ruft die Pessimisten auf den Plan, und es schlägt sich in den Statistiken nieder:

Die Importe nahmen von 2008 auf 2009 um 6,7 Prozent zu, von 33’206 auf 35’432 Tonnen. Die Exporte hingegen nahmen um nur 1,6 Prozent zu, von 44’588 auf 45’329 Tonnen.
Der Wert der Importe ging um 3,6 Prozent zurück, von 309 auf 298 Millionen Franken. Das heisst, die Preise der importierten Käse sind deutlich gesunken. Auch im Export waren deutliche Preissenkungen notwendig. Der Wert der Exporte sank um 5,8 Prozent von 475 Millionen auf 447 Mio. Franken.

Daraus ergibt sich auch, dass die Wertschöpfung in Franken pro Kilogramm bei den Importen wie bei den Exporten sinkt. Im Export sank der durchschnittliche Käsepreis von 10.65 auf 9.87 Franken/Kilogramm. Bei den Importen sank der Wert von 9.31 auf 8.42 Franken/Kilogramm. Prozentual gesehen sank der Wert der Importe stärker, nämlich um 9,6 Prozent, der Exportwert sank um 7,4 Prozent. Also noch ein Punkt für die Optimisten.

Trotzdem: 2009 wird kein glorioses Jahr für den Käseexport werden. Daraus lässt sich aber schwerlich bereits schliessen, dass der liberalisierte Käsehandel gescheitert ist. Ebenso wenig jedoch lässt sich mit Zahlen aus dem Käsehandel – egal ob man sie als positiv oder negativ beurteilt – eine Prognose für einen Agrarfreihandel für die ganze Schweizer Lebensmittelwirtschaft begründen. Denn beim Gemüse-, Obst- und Ackerbau sieht es mit der Konkurrenzfähigkeit im Vergleich zum Ausland bedeutend schlechter aus.

(Quelle: LID / 29.12.2009)

FAO/WHO-Experten: Gesättigte Fettsäuren kein Herzrisiko

Am 15. September 2009 wurde im Auftrag der FAO/WHO die bislang grösste Meta-analyse zum Einfluss von Fett und Fettsäuren auf das Risiko für Koronare Herzkrankheit (KHK) veröffentlicht. Einbezogen wurden einerseits Langzeitbeobachtungsstudien (Kohortenstudien) und andererseits kontrollierte Interventionsstudien mit fettreduzierter bzw. fettmodifizierter Diät, wobei es sich bei letzteren überwiegend um Sekundärprävention handelte.

In die Analyse wurden die methodisch besten 28 Kohortenstudien einbezogen, die zusammen etwa 280 000 Teilnehmer und 3,7 Million Personen-Jahre Beobachtungszeit umfassten. Der Altersbereich der Teilnehmer zu Studienbeginn variierte zwischen 40 und 65 Jahren. Die Beobachtungszeit variierte zwischen 4 und 25 Jahren. In diesen Zeiträumen kam es insgesamt zu 6 600 tödlichen KHK-Ereignissen.

Ergebnisse:

1. Gesättigte Fettsäuren sind kein Risikofaktor für KHK.

Das Relative Risiko für die höchste, im Vergleich zur geringsten Zufuhr von gesättigten Fettsäuren in Bezug auf KHK-Tod betrug 1,14 (KI: 0,82–1,60) und in Bezug auf KHK-Ereignisse 0,93 (KI: 0,83-1,05). Auch die Modellrechnung mit konti-nuierlicher Zufuhrerhöhung um 5 % der Kalorien ergab keinen signifikanten Zusammenhang.

2. Die Höhe der Gesamtfettzufuhr hat keinen Einfluss auf KHK.
Das Relative Risiko betrug bei höchster im Vergleich zur nied-rigsten Zufuhr für KHK-Tod 0,94 (KI: 0,74–1,18) und für KHK-Ereignisse 0,93 (KI: 0,84–1,03). Auch die Modellrechnung mit kontinuierlicher Zufuhrerhöhung um 5 % der Kalorien ergab keinen signifikanten Zusammenhang.

3. Die Höhe der Zufuhr einfach ungesättigter Fettsäuren hat keinen signifikanten Einfluss auf KHK-Tod oder KHK-Ereignisse.
Das Relative Risiko betrug bei höchster im Vergleich zur niedrigsten Zufuhr für KHK-Tod 0,85 (KI: 0,60–1,20) und für KHK-Ereignisse 0,87 (KI: 0,74–1,03). Auch die Modellrechnung mit kontinuierlicher Zufuhrer-höhung um 5 % der Kalorien ergab keinen signifikanten Zusammenhang.

4. Die Zufuhr von Omega-6 Fettsäuren ist signifikant mit einem Risiko für KHK-Tod assoziiert.
Das relative Risiko für höchste, im Vergleich zur geringsten Zufuhr in Bezug betrug 1,25 (KI: 1,06–1,47) und in Bezug auf KHK-Ereignisse 0,97 (KI: 0,74–1,27). Die Modellrechnung mit kontinuierlicher Zufuhrerhöhung um 5 % der Kalorien ergab für KHK-Tod mit 0,94 (KI: 0,71–1,25) keinen und mit 0,84 (KI: 0,70–1,00) bei KHK-Ereignissen einen marginal signifikanten Zusammenhang.

5. Die Zufuhr von Trans-Fettsäuren ist signifikant mit KHK assoziiert.
Das relative Risiko bei höchster im Vergleich zur geringsten Zufuhr in Bezug auf KHK-Tod betrug 1,32 (KI: 1,08–1,61) und auf KHK-Ereignisse 1,25 (KI: 1,07–1,46). Die Modellrechnung mit kontinuierlicher Zufuhrerhöhung um 2 % der Kalorien ergab für KHK-Tod mit einem relativen Risiko von 1,21 (KI: 0.89–1.65) einen nicht-signifikanten und mit 1,22 (KI: 1,11–1,35) bei KHK-Ereignissen einen marginal signifikanten Zusammenhang.

6. Die Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren ist signifikant mit einem Risiko für KHK-Tod assoziiert:
RR = 0,82 (KI: 0,71–0,94). Die Senkung des Risikos für KHK-Ereignisse war mit einem relativen Risiko von 0,87 (KI: 0,71–1,10) nicht signifikant.

Kommentar: Diese Analysen, die im Auftrag der FAO/WHO durchgeführt wurden, werden möglicherweise für viele überraschend sein. Es sei jedoch angemerkt, dass es sich dabei um eine Überprüfung längst veröffentlichter, zum Teil sehr alter Studien handelt. Wer also die Datenlage kritisch verfolgt hatte, wusste, dass sie in Bezug auf gesättigte Fettsäuren und KHK der etablierten Lehre widerspricht.

(Quelle: SMP / Skeaff CM, Miller J. Dietary fat and coronary heart disease: summary of evidence from prospective cohort and randomised controlled trials. Ann Nutr Metab. 2009;55:173-201.)