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Molkerei Lanz gewinnt Unternehmerpreis

Die Molkerei Lanz AG in Obergerlafingen hat den Solothurner Unternehmerpreis 2010 für ihren proaktiven Auftritt im latent kriselnden Milchmarkt verdient.

von Alimenta Import

Gezielt nutze das Unternehmen gemäss heutiger Pressemitteilung Nischen, um neue Jogurt, Quark und andere milchbasierte Produkte mit höherer Wertschöpfung und besseren Margen auf den Markt zu bringen. Sowohl die beiden führenden Grossverteiler wie auch einige Gastrogrossbetriebe führen die neuen Kreationen in ihren Sortimenten.

Zum dreizehnten Mal wurde am 7. Januar 2010 im Solothurner Landhaus vor einer 350-köpfigen Kulisse aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung der Solothurner Unternehmerpreis des Regierungsrats des Kantons Solothurn, der Solothurner Handelskammer und des Kantonal-Solothurnischen Gewerbeverbands überreicht. Mit «Proaktiv durch die Krise» legte die Jury bereits im Frühjahr 2009 das Jahreskriterium fest.

Die Vorsteherin des Solothurner Volkswirtschaftsdepartements dankte an dieser Stelle allen Unternehmerinnen und Unternehmern für ihren Durchhaltewillen – für ihre proaktive Einstellung – während den vergangenen schwierigen Monaten. Ohne sie stände es in unserem Kanton um die Wirtschaft, die Arbeitsplätze und um ihre Perspektiven schlecht.

Christine Davatz, Jurymitglied und Vizedirektorin des Schweizerischen Gewerbeverbands, zeigte in ihrer Laudatio auf, wie sich die Lanz Milch als überregional tätiger Nischenplayer eine starke Stellung in der Milchverarbeitung erschaffen hat. Die heutigen Inhaber und ihre 35 Mitarbeitenden schlugen vor wenigen Jahren eine Vorwärtsstrategie ein, die im latent kriselnden Umfeld der Milchwirtschaft und ihrer Regulationsdichte als aussergewöhnlich mutig und weitsichtig zu werten ist. Vor knapp zwei Jahren nahm man in einem Neubau in Obergerlafingen moderne Produktionsanlagen in Betrieb. So stellt sich das Unternehmen der Marktöffnung mit sinkenden Preisen und dem damit verbundenen Strukturwandel in der Produktionskette von Milchproduzenten, Milchverarbeitern und Detailhandel. Die Molkerei Lanz AG setzt auf Innovationskraft, Flexibilität und Risikobereitschaft, um dem weniger attraktiven Massengeschäft auszuweichen. Sie greift bisher unbeachtete Kundenbedürfnisse auf und kreiert laufend neue Produkte, die auch der Margenverbesserung dienen. Ein Teil davon wird an die Milchproduzenten weiter gegeben. Diese können so von einem überdurchschnittlich hohen Milchpreis profitieren. Die Wasserämter Jogurtfabrikanten konnten mit ihrem attraktiven Produktsortiment neben den beiden führenden Schweizer Grossverteilern auch namhafte Gastrogrossbetriebe – u.a. aus der Berner und Solothurner Spitalbranche – als Kunden gewinnen. Die süddeutschen Migros-Filialen in Lörrach, Freiburg und Reutlingen dürfen sogar als Testmärkte für neue Lanz-Kreationen von Quark, Jogurt und Fruchtbecher genutzt werden. pd/hps