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Pawi profitiert vom globalen Netzwerk

Das Winterthurer Verpackungsunternehmen Pawi wurde in die International Packaging Group (IPG) aufgenommen. Als einziges Schweizer Unternehmen kann es von diesem globalen Netzwerk profitieren.

von Alimenta Import

Die Schweizer Firma Pawi Verpackungen wurde letztes Jahr in den erlesenen Kreis der Mitglieder der International Packaging Group (IPG) aufgenommen. Kern der Mitgliedschaft bildet ein mehrtägiger Kongress, der zwei Mal jährlich stattfindet. Nach einer ersten Teilnahme am letztjährigen Technical Meeting war Pawi von der offenen und fachlich hoch stehenden Veranstaltung sehr positiv beeindruckt, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung.

Gezielte Informationen

In der Faltschachtelindustrie gibt es auf nationaler und internationaler Ebene zahlreiche Verbände mit verschiedenen Ausrichtungen. «Bislang haben wir in keinem Verband einen so offenen gegenseitigen Austausch von In­formationen erlebt», stellt Andreas Keller, ­Geschäftsführer und Delegierter des Verwaltungsrats von Pawi Verpackungen, fest.
Die IPG beschränkt sich in erster Linie auf den Austausch von technischen und von betriebswirtschaftlichen Informationen. In einem jährlichen Technical Meeting sitzen die technischen Verantwortlichen der Mitgliedunternehmen zusammen und erörtern ak­tuel­le Fragen. Im letzten Jahr stand das Thema Stanzen im Vordergrund.

Globalisierung inspirierend gelebt
Derzeit zählt die IPG 28 Mitglieder. Pro Land kann nur ein Unternehmen in der IPG vertreten sein. Dies macht die Vereinigung einerseits zu einem sehr exklusiven Bund, fördert dadurch aber andererseits die gegenseitige ­Offenheit, da keine direkten Konkurrenz­situa­tionen innerhalb des Verbands bestehen. ­Unternehmen, die in die IPG eingeladen werden, müssen eine marktführende Stellung in ihrem Land besitzen und über eine breite ­Produktvielfalt verfügen. Die Betriebsgrösse spielt dabei weniger eine Rolle, denn die IPG will vielmehr die technisch versiertesten und innovativsten Unternehmen vereinen.

Offenheit als oberstes Gebot
Zur Mission der IPG gehört, offen miteinander zu kommunizieren, Fachwissen auszutauschen, sich bei Problemstellungen gegenseitig zu unterstützen und Freundschaften aufzubauen. Dafür stehen die Inhaber der Mitgliedunternehmen, die Geschäftsführer und die technischen Leiter ein. «Ich war überrascht ob der Offenheit, der Transparenz und der hervorragenden Qualität der Informationen, die man hier erhält», blickt Andreas Keller auf seine erste Teilnahme zurück. «Offenheit ist das oberste Gebot, und diese wird auch tatsächlich so gelebt», sagt Keller weiter. Gegenseitige Betriebsbesichtigungen gehören dabei ebenso zur Selbstverständlichkeit wie der interne Benchmarkvergleich oder die Zusicherung, sich bei Betriebsstörungen oder Katastrophen zu unterstützen und beispielsweise vorüber­gehend die Produktion zu übernehmen.

Mehrwert für die Kunden
Die Mitgliedschaft bei der IPG bringt der Firma Nutzen auf verschiedenen Ebenen. Pawi konnte bei der Einführung ihrer neuen Kaltfolierungsanlage auf die Erfahrungen anderer Unternehmen bauen. So war es möglich, das deutsche IPG-Mitgliedunternehmen Carl Edelmann GmbH zu besichtigen. Bei diesem Besuch teilten die Vertreter von Edelmann wertvolles und erprobtes Wissen, was Pawi bei Kundenaufträgen sogleich umsetzten konnte.
Für die Kunden ist ausserdem bedeutend, dass die Firma für Notfälle auf ein kom­petentes und bestehendes Netzwerk zurück­greifen kann. Gerade internationale Kunden fragen immer öfter nach Rückversicherungen bei Betriebsstörungen verschiedenster Art.
Die Mitgliedschaft von Pawi bei IPG ist für ihre Kunden die Garantie, dass die Produktion selbst bei Notfällen aufrecht erhalten bleibt und die Verpackungen termingerecht ausgeliefert werden. «Dieses internationale, hochstehende Netzwerk bringt unseren Kunden einen direkten Nutzen. Wir freuen uns sehr, dass wir das Schweizer Mitglied sein dürfen und in den erlesenen Kreis der IPG eingeladen wurden», umschreibt Andreas ­Keller die IPG-Mitgliedschaft. Eine Organi­sation, die wenig kostet, aber viel nützt, wie
er meint. mig/pd