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Barry Callebaut’s Umsatz nimmt weniger zu

Das erste Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 läuft für den grössten Schokoladekonzern, Barry Callebaut weniger gut. Aber immerhin noch um 1.5 Prozent.

von Alimenta Import

Der Umsatz von Barry Callebaut nahm in dem wegen der Lieferungen für das Weihnachtsgeschäft wichtigen Quartal um 1,5 Prozent auf 1,450 Mrd. Fr. zu, wie das Unternehmen mitteilte. In Lokalwährungen nahmen die Verkäufe im Ende November 2009 abgeschlossenen ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2009/10 um 6,3 Prozent zu. Die Finanzanalysten hatten einen etwas höheren Umsatz erwartet. Mengenmässig stieg der Absatz im Vorjahresvergleich deutlicher an, und zwar um 7,2 Prozent auf 363 Tonnen. Alle Regionen trugen zum Anstieg bei. Am stärksten zogen die Märkte in Asien mit einem Wachstum der Verkaufsmenge um 17,7 Prozent sowie in Nord- und Südamerika mit einem Plus von 15,6 Prozent an. In der für Barry Callebaut wichtigsten Region Europa haben sich die Märkte in Westeuropa stabilisiert, während in Osteuropa noch keine klaren Zeichen einer Konjunkturerholung auszumachen sind. Die Verkaufsmenge in Europa wurde um 2,4 Prozent gesteigert, während der Umsatz wegen negativer Umrechnungseffekte um 2,9 Prozent auf 917,4 Mio. Fr. zurückging. In Lokalwährungen nahm der Umsatz um leichte 0,7 Prozent zu.

Konzernchef Jürgen Steinemann zeigte sich laut der Mitteilung über die Absatzsteigerung in allen Regionen trotz des schwierigen Wirtschaftsumfelds sehr erfreut. Nach einem globalen Verkaufsrückgang auf dem Schokolademarkt im letzten Geschäftsjahr um zwei Prozent dürfte die Talsohle nun erreicht sein. Barry Callebaut ist zuversichtlich, weiterhin stärker als der Weltmarkt zu wachsen und die Drei-Jahres-Finanzziele bis 2011/2012 erreichen zu können.

Barry Callebaut verweist in der Mitteilung aber auch auf die hohen Kakaopreise, welche die niedrigeren Preise für Kakaobutter nicht zu kompensieren vermochten. Die Preise am Kakao-Terminmarkt erreichten im Dezember 2009 ein 33-Jahreshoch.

Ein Analyst der Bank Wegelin sprach in diesem Zusammenhang von einem Unsicherheitsfaktor, weil die hohen Kakaopreise ein ungünstiges Kosten-/Ertragsverhältnis zur Folge haben, das sich auf die Margen niederschlagen könnte. An der Börse gaben die Barry-Callebaut-Aktien im frühen Handel denn auch um bis zu 1,5 Prozent auf 656,50 Fr. nach.