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Branchenorganisation Milch ist der Schlüssel zum Erfolg

Die Trümpfe der Schweizer Milch sollen künftig besser ausgespielt werden. Darüber waren sich verschiedene Vertreter der Milchbranche am Milchforum der Schweizer Milchproduzenten (SMP) vom 14. Januar in Lausanne einig.

von Alimenta Import

SMP-Präsident Peter Gfeller zeigte sich überzeugt, dass es auch weiterhin klare Rahmenbedingungen vom Staat, aber auch von der Branche selbst brauche, damit die Schweizer Qualitätsprodukte auch wertbringend verkauft werden könnten. SMP-Direktor Albert Rösti erwartet, dass die zuständige Branchenorganisation Milch den Mittelweg finde zwischen dem früheren Politikversagen der Überregulierung und dem Marktversagen, das durch eine schrankenlose Liberalisierung entstehe.

Urs Riedener, CEO von Emmi, betonte, dass die BO Milch gefordert sei, Lösungen für eine Verhinderung der Überproduktion zu finden. Deshalb reiche es nicht, nur über die Preise zu sprechen. Der CEO von Nestlé-Schweiz, Roland Decorvet, sagte, es sei eine Frage der Zeit, bis die nächsten Liberalisierungsschritte kämen. Darauf wolle man sich vorbereiten. Dazu gehörten auch gute flankierende Massnahen für die Milchproduzenten.

Christian Guggisberg, Leiter Beschaffung Food bei Coop, erklärte, die Konsumenten seien bereit, für sichtbaren Mehrwert zu bezahlen. Er warnte aber auch vor weiterem Druck auf die Verkaufspreise und vor «deutschen Verhältnissen». lid