Datum:

Erdbeben: EU will Überschüsse nach Haiti schicken

Während die EU Landwirtschaftsüberschüsse nach Haiti verschiffen will, spenden Schweizer Grossverteiler Geld an die Erdbebenopfer im Karibikstaat.

von Alimenta Import

Die Spanische EU-Präsidentschaft schlägt vor, die europäischen Landwirtschaftsüberschüsse an die Opfer des Erdbebens von Haiti zu verteilen. Dies gab der Spanische Landwirtschaftsminister am Montag bei seiner Ankunft in Brüssel für ein Treffen mit seinen europäischen Kollegen bekannt, berichtet agridesk.com.

Die europäische Landwirtschaft erzeugt regelmäßig Überschüsse, insbesondere Milch, Butter und daraus gewonnene landwirtschaftliche Produkte. Als sie von einem Journalisten gefragt wurde, ob sie die Verteilung in Haiti unterstützt, sagte Elena Espinosa: «Das steht heute nicht auf der Tagesordnung, aber wir werden versuchen, es aufzunehmen.»

Parallel zu dem Treffen des Treffens der Europäischen Landwirtschaftsminister treffen sich in Brüssel die Europäischen Minister für Entwicklung unter Vorsitz der Chefdiplomatin, Catherine Ashton. Sie sind dringend zusammengekommen, um die europäischen Beiträge für den Wiederaufbau von Haiti lang und mittelfristig zu betrachten. Infolge dieser Besprechung setzt der ständige Vorsitzende Rompuy die Situation in Haiti «auf höchste politische Ebene». Er will dies tun, indem er dem Thema auf der Agenda erstmals eine nicht förmliche Versammlung hinzufügt. Das Treffen der europäischen Staatsoberhäupter und Regierung wird am 11. Februar in Brüssel stattfinden.

Währenddem kündigte der Grossverteiler Coop gestern an, eine Million zugunsten der Erdbebenopfer zu spenden. Das Geld soll an drei Organisationen, welche in Haiti bereits vor Ort sind, aufgeteilt werden. So werde sichergestellt, dass die Spende der notleidenden Bevölkerung gezielt und ohne Verzögerung zu Gute kommt. Ein Teilbetrag von 400’000 Franken geht an das Schweizerische Rote Kreuz (SRK), weitere 400’000 Franken gehen an die Organisation Médecins Sans Frontières/Ärzte ohne Grenzen (MSF) und 200’000 Franken an die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) für die Beschaffung von Hilfsgütern wie Zelten, medizinischem Material und Hygiene-Sets.

Die Migros kündigte schon letzten Montag an eine Million Franken Soforthilfe zu spenden. Migros wolle das Geld der Glückskette überweisen. pd/hps