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EU fördert Absatz von Milcherzeugnissen mit 18 Mio. Euros

Die Marktlage im Milchsektor habe sich in der EU seit letztem Sommer gebessert. Doch Absatzförderungsmassnahmen sind immer noch gefragt.

von Alimenta Import

Die Europäische Kommission hat am Montag 13 Programme aus elf Mitgliedstaaten genehmigt, mit denen der Absatz von Milch und Milcherzeugnissen in der EU gefördert werden soll. Das Gesamtbudget für die Projekte, die eine Laufzeit von drei Jahren haben, beträgt EUR 35,8 Mio., die Beteiligung der Union beläuft sich auf EUR 17,9 Mio. In Österreich werden Absatzförderungsmaßnahmen im Umfang von knapp EUR 3 Mio. mit Kofinanzierungsmitteln der EU von EUR 1,5 Mio. unterstützt. Die Programme sind Teil der Maßnahmen, die die Kommission im Juli 2009 in Anbetracht der schwierigen Lage auf dem Milchmarkt vorgeschlagen hat. Die Brüsseler Behörde hat sich damals verpflichtet, eine weitere Serie von Initiativen zur Förderung des Absatzes von Milch und Milcherzeugnissen im Binnenmarkt durchzuführen.

«Ich freue mich, dass sich die Marktlage im Milchsektor seit dem letzten Sommer wieder gebessert hat, was zu einem Teil unseren Maßnahmen zu verdanken ist», kommentierte Noch-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel diese Entscheidung. Sie hofft, dass sich durch diese zusätzlichen Absatzförderungsmaßnahmen die Marktlage weiter bessert. «Ich glaube, dass wir den Absatz von Milcherzeugnissen ganz allgemein fördern müssen, weil diese einfach zu einer ausgewogenen und gesunden Ernährung gehören», unterstrich Fischer Boel.

Auf Grundlage der Verordnung über Informations- und Absatzförderungsprogramme für Agrarerzeugnisse auf dem Binnenmarkt und in Drittländern kann sich die EU mit bis zu 50% an entsprechenden Maßnahmen beteiligen. Die übrigen Mittel werden von den Berufs- oder Branchenverbänden aufgebracht, die die Maßnahmen vorschlagen, beziehungsweise von dem betreffenden Mitgliedstaat bereitgestellt. Im Juli 2009 wurde eine Sonderrunde von Absatzförderungsprogrammen für Milcherzeugnisse auf dem Binnenmarkt vereinbart. Die Berufsverbände des Agrarsektors mussten ihre Projekte bis 15.10. bei den Mitgliedstaaten einreichen, die sie bis Ende Oktober 2009 an die Kommission weiterleiteten. Diese hat nunmehr daraus die für eine Förderung in Betracht kommenden Programme ausgewählt. aiz/hps