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Leuthard sieht keine Alternative zur Marktöffnung

Die Wirtschaftsministerin Doris Leuthard ist sich der einschneidenden Veränderungen in der Schweizer Landwirtschaft im Falle einer Marktöffnung bewusst, sieht jedoch keine Alternative.

von Alimenta Import

„Die Schweiz ist auf Nahrungsmittel-Importe angewiesen“, sagt Leuthard im Interview mit der Luzerner Zeitung vom 28. Dezember. „Wenn wir freien Handel wollen, so müssen wir einen akzeptieren, der alle Güter und Dienstleistungen umfasst“. Es sei widersprüchlich, gewisse Dinge ohne Zollbeschränkungen importieren zu wollen und den Wettbewerb gleichzeitig dort zu behindern, wo man selber tangiert sei.

Dass der Nahrungsmittelbereich aus den WTO-Verhandlungen ausgeklammert werden soll, hält Leuthard für „unrealistisch und nicht sinnvoll“. Diese Forderung einer Koalition zwischen Grünen und Bauern sei vor allem gegenüber den Entwicklungsstaaten nicht fair. Der Agrarfreihandel mit der EU sei ein mittelfristiges Projekt, das Begleitmassnahmen benötige und nicht vor 2016 umgesetzt sein würde, betont Leuthard. „Die Ängste begreife ich schon. Aber ich sehe bis jetzt keine Alternative.“ lid