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KURZNEWS 26. Januar 2010

Einfuhrbestimmungen für Fleisch / Einfluss des Huhn-Wohls auf Ei-Qualität / Gefälschter Emmentaler / trans-Fettsäuren und Gesundheit / Confiseur Läderach expandiert

von Foodaktuell Importer

Arbeitsgruppe will Einfuhrbestimmungen für Fleisch optimieren

Eine vom Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement EVD beauftragte Ar-beitsgruppe erarbeitet bis Mitte Juli 2010 einen Bericht zur Optimierung des Importsystems Fleisch. Die Arbeitsgruppe hat heute erstmals getagt. Nach den Beratungen der Motion Büttiker ,Neues Importsystem für Fleisch” im Ständerat im September 2009 hat das EVD eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Sie wurde beauftragt, die zur Zeit angewendete Praxis der Verteilung von Fleisch-Zollkontingenten zu analysieren, Optimierungen vorzuschlagen und Auswirkungen zu beschreiben. Die aussenhandelspolitischen Entwicklungen sowie der freie Zugang zum Importmarkt sind Rahmenbedingungen, die berücksichtigt werden müssen.

Acht Vertreter von nationalen Dachverbänden der Schlachtvieh- und Fleischbranche bilden die Arbeitsgruppe. Der Schweizer Fleisch-Fachverband und der Schweizerische Bauernverband nominierten je drei Vertreter, der Schweizerische Viehhändler-Verband und Proviande je einen. Jacques Chavaz, stellvertretender Direktor des BLW, leitet die Arbeitsgruppe. An ihrer ersten Sitzung analysierten die Teilnehmenden die aktuellen Bestimmungen der Fleischeinfuhr und einigten sich über das weitere Vorgehen. Die Ergebnisse der Arbeiten werden Mitte Juli 2010 in einem Bericht veröffentlicht. (BLW 22.1.10)

Gestresste Hühner sollen leichtere Eier legen

Eine Studie der Universität Wien zeigt: Gestresste Hühner legen leichtere Eier und bekommen kleinere Küken. Die Forscher implantierten für ihre Studie Hennen eine winzige Kapsel mit Corticosteron unter die Haut, wie die Nachrichtenagentur SDA berichtet. Corticosteron gilt als Stresshormon bei Tieren. Eine Kontrollgruppe erhielt ein hormonell unwirksames Placebo, um die gleichen Voraussetzungen für die Hühner zu schaffen.

Es zeigte sich, dass Ei- und Dottergewicht bei gestressten Tieren niedriger waren als bei der Kontrollgruppe, und zwar bis zu mehreren Gramm alleine beim Dotter. Auch die aus den Eiern geschlüpften Küken waren ein bisschen leichter als der Nachwuchs von nicht-gestressten Hennen. Der Unterschied war bis zu ein Monat messbar. Die Forscher nehmen an, dass die stressbedingte Reduktion eine Massnahme der Vogelmutter sein könnte, ihren Nachwuchs an zu erwartende negative Umweltbedingungen anzupassen. Kleinere Küken kommen mit weniger Nahrung aus. (LID 21.1.10)

Gefälschter Emmentaler in Italien

In Italien wurde Schweizer Grosslochkäse als Emmentaler verkauft.
Es gebe erhärtete Fälle, bestätigte Christoph Stadelmann, Sprecher von Emmentaler Switzerland, einen Bericht des “Schweizer Bauer” vom 20. Januar. Welche Betriebe in die Angelegenheit involviert sind, wollte er nicht bekanntgeben. Juristische Schritte würden geprüft. Zudem führt die Sortenorganisation auch in Deutschland, Spanien, Frankreich und den Benelux-Ländern ein “Scanning” nach Fälschungen durch. Konkrete Verdachtsfälle gebe es in diesen Ländern aber nicht, sagte Stadelmann. Die Mehrheit der Produzenten und Händler verhalte sich reglementskonform, betonte er.

Die Menge des falschen Käses kann Emmentaler Switzerland anhand der aufgedeckten Lieferung nur hochrechnen. Man vermute, dass es um mehrere hundert Tonnen Käse gehe, sagte Stadelmann gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Zu finanziellen Aspekten des Falles – sowohl für die Mitglieder von Emmentaler Switzerland und die Volkswirtschaft – äusserte er sich nicht. (LID 20.1.10)

Umsatzrückgang bei Lindt & Sprüngli

Lindt & Sprüngli erwirtschaftete im Jahr 2009 einen Umsatz von CHF 2,52 Milliarden (Vorjahr: CHF 2,57
Milliarden). Dies entspricht einem organischen Wachstum in Lokalwährungen von 2,3%. Wie schon im ersten
Halbjahr 2009 wurden die Zahlungen an den Handel für erbrachte Dienstleistungen neu vom Umsatz
abgezogen und nicht mehr als Betriebsaufwand verbucht. Der Umsatzausweis des Vorjahres wurde
entsprechend angepasst. Aufgrund von negativen Währungseinflüssen verzeichnet der Jahresumsatz in
Schweizer Franken einen Rückgang von 1,9%. Die Umsatzsteigerung in Lokalwährungen stellt in Anbetracht
der herausfordernden Situation auf den Märkten für Premium- und Luxusprodukte ein zufriedenstellendes
Resultat dar.

Der Umsatz in den USA, sowie in Kanada und Australien, entwickelte sich insbesondere in der zweiten
Jahreshälfte überdurchschnittlich. In den USA waren LINDT und GHIRARDELLI auch im Jahr 2009 wieder die
am schnellsten wachsenden Schokolademarken und verzeichneten erneut substanzielle Marktanteilsgewinne.
Hingegen führte in den meisten europäischen Ländern die negative Konsumentenstimmung, in Verbindung mit
einem sehr vorsichtigen Disponieren auf Seiten des Handels, zu einem eher verhaltenen Wachstum.

Die
weitere Ausbreitung der Hard-Discounter, in denen LINDT Produkte aufgrund der selektiven
Distributionsstrategie nicht erhältlich sind, sowie die besonders in Krisenzeiten zunehmende Nachfrage an
Eigenmarken hatten entsprechende Auswirkungen auf das Premium-Geschäft.

Aufgrund der insgesamt sehr
schwachen Gesamtmarktentwicklung konnten dennoch steigende Marktanteile erzielt werden. In Italien machte
sich die fortschreitende Verlagerung vom traditionellen Handel, in dem LINDT eine überdurchschnittliche und
CAFFAREL eine exklusive Präsenz besitzt, hin zu modernen Distributionskanälen bemerkbar. Der Absatz über
den modernen Handel verlief hingegen sehr dynamisch. Das Distributoren-Geschäft wurde beeinträchtigt durch
die schwierige Lage der Importeure, die in ihren Heim-Märkten zusätzlich mit finanziellen Engpässen wie auch
unvorhersehbaren Währungsentwicklungen konfrontiert wurden.

Der Bereich Duty Free entwickelte sich
aufgrund von stark gesunkenen Flug-Passagierzahlen rückläufig.
Der erwartete operative Gewinn (EBIT) per Ende 2009 wird sich am unteren Ende der im letzten Frühjahr
kommunizierten Bandbreite von CHF 260 – 280 Millionen befinden.

Vorerst geht Lindt & Sprüngli von einer Fortsetzung der bis anhin herausfordernden Situation auf den
Rohstoffmärkten, insbesondere für Kakaonotierungen, sowie von anhaltenden Währungsschwankungen und
einer weiterhin verhaltenen Konsumentenstimmung aus. In diesem überaus sensiblen Umfeld werden die
Preise für LINDT Produkte im laufenden Jahr voraussichtlich nur punktuell angepasst werden, da der Fokus
nach wie vor auf dem Ausbau der Marktposition und damit auf dem Zugewinn von Marktanteilen liegen wird. In
Übereinstimmung mit der geografischen Expansions-Strategie des Unternehmens wird Anfang 2010 das erste
LINDT Chocolat Café im asiatischen Raum in Tokyo eröffnet.

In der zweiten Jahreshälfte 2010 erwartet Lindt &
Sprüngli in den meisten Ländern eine allmähliche Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und
der Konsumentenstimmung. Des Weiteren geht die Unternehmensgruppe davon aus, dass im Verlauf des
Jahres auch mit einem optimistischeren Verhalten auf Seiten des Handels zu rechnen ist. Dies wird vor allem
Premium-Produkten entsprechende Impulse verleihen. (L+S 19.1.2010)

Migros verkauft nun Coca-Cola, Thomy und Nescafé

Mit der Einführung von gezielt ausgewählten Fremdmarken entspricht die Migros einem Bedürfnis ihrer Kunden, die zwischen starken Eigenmarken und führenden Topmarken wählen wollen. Mit der Einführung von Coca Cola, Pampers-Windeln und -Feuchttücher, Senf und Mayonnaise von Thomy sowie Nescafé rundet die Migros die entsprechenden Sortimentsbereiche optimal ab. „Die Produkte dieser Marken geniessen bei unseren Kundinnen und Kunden grosse Wertschätzung. Das wissen wir aus verschiedenen Umfragen“, begründet Oskar Sager, Leiter Departement Marketing im Migros-Genossenschafts-Bund die Entscheidung. „Die Produkte sind eine sinnvolle Ergänzung zu unseren eigenen Marken.“

Die Produkte der vier neuen Marken, die im Migros-Kanal zu marktüblichen Preisen angeboten werden, ersetzen keine bestehenden Migros-Marken.
Die Ausweitung des Migros-Sortiments durch Markenartikel wird auch in Zukunft die Ausnahme sein, denn die Migros will mit starken Eigenmarken – welche über 90 Prozent des Angebotes ausmachen – ihren Preis-Leistungsvorsprung wahren. (MGB 15.1.10)

Wie wirken sich trans-Fettsäuren auf unsere Gesundheit aus?

Die Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux ALP untersucht zusammen mit
der Abteilung Kardiovaskuläre Prävention und Rehabilitation (KARE) des Inselspitals
Bern, ob trans-Fettsäuren tierischer Herkunft einen anderen Effekt auf das Risiko für
Herz-Kreislauf-Krankheiten haben als jene industriellen Ursprungs.

Es ist einerseits bekannt, dass bei der Fetthärtung trans-Fettsäuren entstehen
können, welche das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten erhöhen. Aus diesem
Grund wird ihr Gehalt in Lebensmitteln in der Schweiz gesetzlich auf 2% des
Gesamtfetts limitiert. Andererseits lassen Hinweise aus Beobachtungsstudien
vermuten, dass sich die natürlicherweise in Milchprodukten vorkommenden trans-
Fettsäuren nicht negativ auswirken. Diese Auswirkungen auf die Gesundheit
abzuklären, ist sowohl für die Schweizer Landwirtschaft wie auch für die
Konsumenten von grossem Interesse.

Daher haben ALP und das Inselspital Bern beschlossen, eine klinische Studie
durchzuführen. Rund 200 gesunde Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgen über
sechs Wochen einer speziellen Diät. Sie werden in drei Gruppen eingeteilt: Die
ersten zwei Gruppen ersetzen das Fett in der Nahrung mit Alpbutter oder Margarine.
Die für die Studie speziell hergestellte Margarine enthält teilgehärtete pflanzliche
Fette mit einem trans-Fettsäurengehalt, der demjenigen der Alpbutter entspricht. Die
zwei Gruppen werden verglichen mit der dritten Gruppe, welche ebenfalls eine
Margarine, aber eine ohne trans-Fettsäuren konsumiert.

Am Ende der Studie werden Veränderungen bei der Funktion der Blutgefässwände
und des Blutcholesterinspiegels gemessen. Diese beiden Faktoren geben Hinweise
auf das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Die für die Studie verantwortlichen
Forscher erwarten, dass sich in den verschiedenen Gruppen unterschiedliche Effekte
zeigen werden. Eine Gefahr für die Studienteilnehmer besteht nicht, da sich etwaige
Veränderungen nach Absetzen der Diät wieder normalisieren werden.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studie werden von einer
Ernährungsberaterin betreut und erhalten eine Kontrollliste, um ihren
Lebensmittelkonsum während der Studie festzuhalten. Sie dürfen ihre
Gewohnheiten, vor allem die körperliche Aktivität, nicht verändern.

Wissenschaftler von ALP werden ausserdem die Wirkungen der trans-Fettsäuren auf
den menschlichen Stoffwechsel untersuchen. Dafür wird die Gesamtmenge an
Ribonukleinsäuren (Moleküle, welche genetische Informationen zur Produktion von
Proteinen übertragen) und an Stoffwechselmetaboliten (chemische Substanzen,
welche von Enzymen produziert werden und eine wichtige Rolle im Stoffwechsel
spielen) analysiert. Es wird erwartet, dass sich dadurch Hinweise auf die
Mechanismen ergeben, wie die trans-Fettsäuren, die Gesundheit beeinflussen. (Alexandra Schmid, Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux ALP, 11.1.10)

Confiseur Läderach neu in Konstanz

Die Confiseur Läderach AG hat in Konstanz am Bodensee ein weiteres eigenständiges Ladengeschäft in Deutschland eröffnet. Die bekannte Läderach Frischschokolade ist bereits in den Frischetheken von weit über einem Dutzend Karstadt-Warenhäusern in Deutschland erhältlich. Dieser Erfolg hat Läderach bestärkt, das Engagement in Deutschland auszubauen. Nach dem Start Ende 2007 mit einem Shop-in-Shop bei Karstadt Düsseldorf folgten im vergangenen Jahr der neue Standort in Freiburg i. Br. und die Eröffnung des ersten eigenen Ladens in Karlsruhe im letzten November. Das gesamte Retail-Engagement in Deutschland wird durch die Merkur Confiserien GmbH, die deutsche Detailhandels-Tochtergesellschaft der Läderach-Gruppe, betrieben.

Herzstück der neuen Läderach-Schokoladenboutique in Konstanz ist die aus den rund 30 Schweizer Merkur-Filialen bekannte, attraktive Frischschokolade-Theke sowie die einmalig grosse Auswahl von Pralinés und Truffes im Offenverkauf. Ein Ergänzungssortiment von bekannten Qualitätsmarkenprodukten der Schweizer Schokoladewelt rundet das kompetente Süsswarenangebot ab.

Die Confiseur Läderach AG mit Sitz in Ennenda wird in zweiter Generation von Jürg Läderach, Sohn des Firmengründers, geführt. Zur Firmengruppe gehören nebst der Merkur Confiserien AG (2004) auch weitere Gesellschaften in Deutschland (1981) und Rumänien (1994). Das unabhängige Familienunternehmen beschäftigt heute weltweit 800 Mitarbeitende und etablierte sich als Vertrauensadresse für professionelle Anwender im Fachhandel und in der gehobenen Gastronomie für eine breite Auswahl hochwertigster Schokolade- und Konfektspezialitäten. Seit der Übernahme der Merkur Confiserien AG entwickelt das Unternehmen schrittweise ein erfolgreiches Konsumentengeschäft mit eigenen Boutiquen im In- und Ausland. Nebst dem schweizweiten Vertrieb exportiert die Confiseur Läderach AG ihre handgefertigten Kreationen in die ganze Welt. Zu den wichtigsten Exportmärkten zählen der Mittlere Osten, die USA, Japan, Grossbritannien und Südostasien. (Läderach 11.1.10)

MARKTPLATZ

Pepsi neu bei Coop erhältlich.

Seit 21.1.10 zeigt sich Pepsi in völlig neuem zeitgeistigen Design und läutet damit eine neue Ära des Getränkeklassikers ein. Zudem ist Pepsi seit dieser Woche landesweit auch bei Coop erhältlich und wird dies in Bälde auch bei anderen Händlern sein. Um das gebührend zu feiern, startet zeitgleich die neue Crossmedia-Kampagne, die alle Schweizer dazu einlädt, eine Idee auf www.pepsi.ch heraufzuladen, welche dann mit 100‘000 CHF umgesetzt wird. Es gibt insgesamt 777‘777 CHF an Preisen zu gewinnen. Für Pepsi in der Schweiz ist die Aufnahme ins Produktsortiment von Coop ein Meilenstein. Pepsi ist damit nun landesweit in den beiden grössten Handelsketten der Schweiz erhältlich. Bereits in den nächsten Wochen ist die Aufnahme ins Sortiment von weiteren Händlern geplant. Pepsi wird damit noch mehr als bisher die ganze Schweiz erfrischen.

Mit mehr als 43 Milliarden US Dollar Umsatz in 2008 ist PepsiCo eines der weltweit grössten Nahrungsmittelunternehmen. Das Unternehmen beschäftigt weltweit ungefähr 198‘000 Leute und verkauft seine Produkte in ungefähr 200 Länder. Die Hauptgeschäftsbereiche umfassen Frito-Lay Snacks, Pepsi-Cola, Gatorade Sportgetränke, Tropicana Fruchtsäfte und Quaker. PepsiCo hat 18 verschiedene Produktlinien, die jährlich jeweils mehr als 1 Milliarde US Dollar Umsatz generieren, in seinem Portfolio. PepsiCo bekennt sich zu nachhaltigem Wachstum, welches durch das Programm ‘Performance with Purpose’ definiert wird. Darunter versteht sich die Kombination von gesundem finanziellen Wachstum und Einsatz für das Gemeinwohl auf lokaler Ebene. (Pepsi 21.1.10)