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Seltener Früh-Schmecker braucht mehr Energy-Drinks

Die neueste Untersuchung zum Convenience-Verpflegung fördert unterschiedliches Verhalten zwischen Deutschen, Österreichern und Schweizern zutage. Beispielsweise frühstückt der Schweizer weniger zu Hause trinkt aber mehr Energy-Drinks.

von Alimenta Import

Anbieter von Convenience-Produkten müssen ihre Kundschaft und deren Essverhalten kennen. Dieser Grundsatz war den Verfassern der Studie zur Unterwegsversorgung klar. Auftraggeber Lekkerland (Schweiz) AG, als Anbieter von Convenience-Konzepten in Europa will wissen mit welchen Angeboten er künftig Tankstellenshops, Imbiss, Fast-Food, Bäckereien- und Metzgereien aber auch Supermärkte versorgen kann und stiftete an der European Bussiness School (EBS) in Wiesbaden einen Lehrstuhl für Convenience. Welche Bedeutung Unterwegsversorgung für Konsumenten aus Deutschland, Österreich und Deutschland hat und die vielfältigen Gründe dazu, erklärte Studienleiterin Sabine Möller an der Präsentation der Studie.

Ein Hauptgrund der das Essen und Trinken beeinflusst ist die Tageszeit. Die Studie hält fünf verschiedene Konsumententypen fest. An Arbeitstagen unterscheidet sie zwischen dem FrühSchmecker (ihm ist das Frühstück wichtig) dem SiestEsser (kann nicht auf das Mittagessen verzichten) und dem SpätSchlemmer (Abendessen ist das Höchste). In der Freizeit verschwimmen jedoch die Grenzen zwischen den Mahlzeiten häufig. Dort herrschen die ZwEckermäuler (wollen schnell und kompliziert satt werden) und die TOurmets (legt Wert auf ein geselliges und genussvolles Umfeld)

Die Schweizer sind typische SiestEsser. FrühSchmecker sind in Deutschland und Österreich selten, in der Schweiz muss man sie mit nur 14 Prozent geradezu suchen.
Der Energydrink steht bei den Schweizern am Morgen ganz hoch im Kurs, wogegen die Deutschen heisse Getränke bevorzugen. Länderübreifend stehen aber gekühlte Frischgetränke m it 50.9 Prozent an vorderster Front. Beim Essen steht für drei Viertel der Deutschen das belegte Brötchen an erster Stelle, bei den Österreichern und Schweizern sind dies nicht einmal zwei Drittel. Dafür greifen Schweizer am Morgen gerne zu Obst, wogegen die Österreicher schon zum Frühstück nicht auf ihre Süssigkeiten verzichten mögen.

Mittags sind sich alle drei Länder einig. Bei den Getränken stehen gekühlte Erfrischungsgetränke und belegte Brötchen an erster Stelle. Am Abend leben Schweizer und Österreicher, die öfters Salat auf dem Speiseplan haben, gesünder als Deutsche, die öfters zu Süssem greifen als ihre Nachbarn.

Wenn es um Unterwegsversorgung geht entscheiden sich Konsumenten am Morgen häufig für den Supermarkt, am Mittag punkten Fachgeschäfte, Bäckereien und Metzgereien, am Abend steht der Suupermarkt wieder am höchsten in der Beliebtheitsskala der mitteleuropäischen Konsumentenschaft.

Doch warum wird überhaupt unterwegs gegessen oder getrunken. In der Schweiz wurde am häufigsten der Zeitdruck angegeben. In Deutschland und Österreich ist dies aber nur der zweitwichtigste Treiber. In Deutschland steht die Freude am Food on the go im Vordergrund. In Österreich hat die soziale Akzeptanz den grössten Einfluss. hps