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AOC nur für jurassischen «Damassine»

Nur jurassische Produzenten dürfen «Damassine» zur Vermarktung von Schnaps aus der gleichnamigen Pflaumensorte verwenden. Das Bundesgericht hat den AOC-Eintrag für »Damassine» abgesegnet.

von Alimenta Import

Die jurassische Association interprofessionelle de la Damassine hatte 2002 ein Gesuch zum Eintrag von «Damassine» ins Register für geschützte Ursprungsbezeichnungen (AOC) gestellt. 2005 gab das Bundesamt für Landwirtschaft grünes Licht. Gemäss dem AOC-Pflichtenheft darf sich der Obstbrand nur «Damassine» nennen, wenn sämtliche Schritte zur Verarbeitung der gleichnamigen Pflaume im Kanton Jura erfolgt sind.

Ein Wein- und Schnapsproduzent aus dem neuenburgischen Cressier wollte die Bezeichnung «Damassine» nicht von den jurassischen Produzenten monopolisiert wissen und gelangte zunächst erfolglos ans Bundesverwaltungsgericht. Nun hat am Freitag, 26. Februar 2010 auch das Bundesgericht seine Beschwerde abgewiesen, wie die Nachrichtenagentur SDA berichtet. Die Mehrheit der Richter kam zum Schluss, dass der Ursprung der traditionellen Damassine-Produktion und auch das heutige Zentrum im Kanton Jura liege. Keine Rolle spiele, dass Bäume der Damassine-Pflaume auch ausserhalb des Kantons wachsen würden.

Der unterlegene Produzent zeigte sich nach der Sitzung erstaunt über den Entscheid. Das Urteil sei ein Verlust für jedermann, vor allem für die Kultivierung der Damassine-Pflaume selber. Der Vertreter der jurassischen Association interprofessionelle de la Damassine bezeichnete das Urteil als wichtigen Entscheid für die Zukunft der Landwirtschaft im Kanton Jura. lid