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Mehr Milch, weniger Käse von den St.Galler Alpen

Auf den St. Galler Kuhalpen wurde im Alpsommer mehr Milch produziert als im Vorjahr. Weil aber mehr Milch ins Tal geliefert wurde, gab es weniger Alpkäse.

von Alimenta Import

Insgesamt verbrachten 2’795 Milchkühe den vergangenen Sommer auf den 41 Alpen im Sarganserland, Werdenberg und Rheintal – 10 mehr als 2008. Gegenüber dem Vorjahr gaben sie mit drei Millionen Kilogramm 3400 Kilogramm mehr Milch, auch wenn die tägliche Milchleistung pro Kuh um 0,5 auf 10,5 Kilogramm sank, zitiert die Nachrichtenagentur das Landwirtschaftliche Zentrum St. Gallen in Salez mit.

Eigentlich war die erste Sommerhälfte bis Ende Juli mehrheitlich zu nass und zu kühl. Doch ideales Alpwetter im August und September glich dies mehr als aus. Die Alpzeit dauerte wie schon im Vorjahr 101 Tage.
Aus der Milch entstanden 243’000 Kilogramm Alpkäse – 3’200 kg weniger als im Jahr 2008. Sowohl Milch- als auch Käsemenge lagen aber über dem langjährigen Durchschnitt. Auf den Sarganserländer, Werdenberger und Rheintaler Kuhalpen wurden somit wiederum über 90 Prozent des Alpkäses im Kanton St. Gallen hergestellt.

Dank der – gemäss den Prüfstellen – nochmals gesteigerten Qualität konnten die Alpprodukte problemlos und zu guten Preisen abgesetzt werden; ein erheblicher Teil im Direktverkauf auf den Alpen. Der Personalbestand auf den Alpen sank wegen Rationalisierungsmassnahmen erneut um drei auf 101 Personen. lid