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Biofach: CH-Foodunternehmen im Export

An der Biofach in Nürnberg zeigte sich das Foodexportland mit 45 Unternehmen. Doch beispielsweise österreichische Unternehmen waren viel zahlreicher vertreten.

von Alimenta Import

An der Messe vom 17. bis zum 20. Februar in Nürnberg, beteiligten sich gesamthaft 1534 Aussteller, 200 weniger als vor einem Jahr. Nach dem Gastgeberland Deutschland, (823) stellte traditionellerweise Italien (384) am meisten Aussteller, gefolgt von Frankreich (169), Spanien (174), Österreich (103), Holland (83) und Belgien mit 50. Die Schweiz war mit 45 Ausstellern dabei und reihte sich, gemessen an der Anzahl ungefähr in den Bereich von Indien oder Brasilien.

So zum Beispiel die Maestrani, Schokoladen AG in Flawil, die neue Produkte an der Messe lancieren will, wie die Mandelpraliné. Für die Firma stellt Bio und Fair Trade einen Zusatznutzen dar, will aber ihre Produkte gleichwohl nicht im Bioregal listen, sondern im normalen «Schokoladegestell». Otmar Hofer, Geschäftsleiter vom Backwarenproduzenten Deliciel, präsentiert Käsegipfeli und Schoggigipfeli mit weniger Fett. Mit seinen Produkten liege der Exportanteil bei 20 Prozent. Im schnittigen silbriggrauen Wohnwagen präsentiert die Yannick Fée aus Zürich ihr neuestes Apéro-Gebäck. Das Stängeli mit Ziegenkäse. Am Swiss-Pavilion der Osec präsentieren sieben SGWH-Mitglieder mit 21 Biokäsesorten ihr Comeback. Gesamthaft 12 Schweizer Unternehmen sind am Swiss-Pavilion vertreten. Auch die Sabo AG, Manno, die ihre Neuheit das Life-Oil, eine Mischung zwischen Oliven- und Fischöl. Der negative Geschmack werde jedoch übertönt, die gesundheitlichen Aspekte des Fischöls bleiben. Der Exportanteil des Unternehmens beträgt 20 Prozent mit Erfolgen in Japan, China oder Korea. Eigentlich sei Deutschland als «Discountland» nicht wirklich der Zielmarkt. Doch dort werde im Kanal mit Reformhäusern beispielsweise Sojaextrakt verkauft.

Das erste Mal an der Messe ist die Biomilk AG, Münsingen. Für den Geschäftsführer, Viktor Kambly ist aber nicht nur der Verkaufserfolg entscheidend. Denn die Logistikschiene ist entscheidend wenn ein neuer Kunde gefunden ist. Der Exportanteil ist beim Coop-Unternehmen Pasta Gala, Morges, zwischen 15 – und 20 Prozent. Das Urgetreidesortiment ist hier entscheidend. Die Kentaur AG in Lützelflüh hingegen exportiert 2 Drittel der Produktion. Für Reto Aerne der Morga AG in Ebnat-Kappel ist klar, dass die Neuheit der Firma, die Flüssigwürze aus Soja, ohne Glutamat, dafür aber mit 17 Prozent Meersalz und Gemüsextrakten klar von Maggi abhebt. Die Firma Kennel AG aus Baar hat ihren Mountain-Tea in innovativen Beuteln, den „Mountain Tea Bags» verpackt. Auch die SAH, Swiss Alpine Herbs, lanciert an der Messe Teeneuheiten, denen schon beruhigende Namen attestiert sind, wie etwa Abendruh oder Minzentraum. Neu sind auch die Sirups wie beispielsweise dasjenige mit Holunder.

Auch die nach eigenen Angaben grösste Biomolkerei Europas, die deutsche Andechser Molkerei die 43 Millionen Liter Biomilch verarbeitet, führt Joghurt mit Holunderblüten als Neuheit auf.
Wem dann Bio immer noch zuwenig esoterisch angehaucht war, der konnte in den gleich danebenliegenden Hallen der Vivaness einen Hauch Spiritualität einfangen. Im Duft der Räucherstäbchen, im Angesicht zahlreicher Buddhas oder von Büchern umgeben, die den Weg zeigen zum Glückscode. hps