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Leuthard: Gewürzfleischimporte sind kein Problem

Gleich vier Nationalräte wollten in der Fragestunde vom 8. März von Bundespräsidentin Doris Leuthard Auskunft zu den Importen von Gewürzfleisch, das zu einem tieferen Zollansatz importiert wird.

von Alimenta Import

Beim Import seien bisher keine Unstimmigkeiten festgestellt worden, hiess es. Die gewürzten Fleischstücke machten nur einen Teil der genannten 1’000 Tonnen aus, die unter der entsprechenden Zoll-Tarifnummer verzollt werden. Unter dieser Nummer werden auch Rindfleischkonserven oder Fertigmenüs importiert. Gemäss einer ersten Analyse sei die Importmenge der Frischfleischstücke von Tieren der Rindergattung von rund 570 Tonnen im Jahr 2007 auf rund 380 Tonnen im Jahr 2009 gesunken, erklärte Leuthard laut schweizerbauer.ch. Weil der Import zurückgegangen sei, gebe es auch nicht mehr Konkurrenz durch günstige Importe, sondern eher weniger.Aufgrund der sinkenden Tendenz der Einfuhren und weil gegen keine gesetzlichen Bestimmungen verstossen wird, besteht aus Sicht des Bundesrates kein Handlungsbedarf beim Grenzschutz. Die Importe entsprechen offenbar einem Bedürfnis der Konsumenten», so Leuthard.

SVP-Nationalrat Josef Kunz fragte, ob es denn nicht eine Täuschung sei, wenn die Pfefferkörnchen in den Schlachthöfen abgeblasen werden. Eine solche Täuschung sei grundsätzlich möglich, war die Antworte. Aufgrund der derzeitigen Mengenverhältnisse sei aber nicht davon auszugehen, dass dies systematisch gemacht werde, auch wenn Einzelfälle nicht auszuschliessen seien. “Wenn hier plötzlich Missstände aufgedeckt werden, dann werden wir etwas unternehmen”, so Leuthard. Jeder Bauer, der hier Missbräuche rieche, könne auch Beschwerde erheben. lid