Datum:

KURZNEWS 16. März 2010

Lidl zieht positive Schweiz-Bilanz / Bilanzreserve für Agrarfreihandel wieder im Gespräch / Fliegenlarven nicht geschädigt von Gentech-Weizen / Aus Korea: Alkoholkonsum ohne lästigen Kater

von Foodaktuell Importer

Ständerat bleibt bei Bilanzreserve für Agrarfreihandel

Der Ständerat hält an der Schaffung einer Bilanzreserve zur Stützung der Landwirtschaft bei einer Grenz- und Marktöffnung fest.
Er lehnte am 15. März die vom Nationalrat beschlossene Rückweisung ab. Die Vorlage geht damit wieder zum Nationalrat. In der kleinen Kammer konnte niemand der Argumentation der Volksvertreter folgen. Mit der in der Rückweisung geforderten Ergänzung durch eine Qualitätsstrategie behindere der Nationalrat nicht nur die Reservebildung für die Marktöffnung, sondern auch die Qualitätsstrategie selbst.

Simonetta Sommaruga (SP/BE) sagte namens der Kommission, der Nationalrat verknüpfe die Qualitätsstrategie mit dem Agrarfreihandelsabkommen. Das dürfe aber nicht geschehen, denn die Umsetzung einer Qualitätsstrategie in der Landwirtschaft müsse rasch beginnen können.

Volkswirtschaftsministerin und Bundespräsidentin Doris Leuthard stimmte dem vollumfänglich zu. «Gottseidank habe ich noch den Ständerat», erklärte sie. Zur Umsetzung der Qualitätsstrategie habe die Branche bereits erste Schritte unternommen.

Die Rückweisung würde die Äufnung des Reservefonds letztlich um drei bis vier Jahre verzögern. Würde die Welthandelsorganisation WTO in dieser Zeit zu einem Abschluss finden, stünden die Schweizer Bauern ohne jeglichen Schutzmechanismus da. Zudem gehe es jetzt erst um den Reservefonds und keineswegs um die Ausgestaltung der Finanzierung.

Die Bilanzreserve zur Finanzierung flankierender Massnahmen für die Landwirtschaft soll durch eine Zweckbindung der Zolleinnahmen aus Agrarprodukten und Lebensmitteln geäufnet werden. Zwischen 2009 und 2016 sollten der Bilanzreserve jährlich rund 500 Millionen Franken zufliessen.

(Quelle: LID / 15. 3.2010)

Noch mehr Butter als im Vorjahr

Die Butterlager haben per 13. März 2010 einen Bestand von 6’035 Tonnen erreicht. In den nächsten Wochen würden die Lagerbestände aus dem Vorjahr übertroffen werden, schreibt die Branchenorganisation BO Butter am Montag, 15. März 2010 in einer Medienmitteilung.

Mit dem Beschluss der Branchenorganisation BO Milch, den Mengenindex auf 100 Punkte zu kürzen und 62 Millionen Kilogramm Milch zwingend über die Milchbörse zu handeln, werde sich die Überschusssituation im Milchfettmarkt nicht ändern, heisst es weiter. Um die Situation zu beruhigen, müssen laut BO Butter dringend erforderliche Marktabräumungen beschlossen werden.


(Quelle: LID / 15.3.2010)

Lidl: Positive Bilanz nach einem Jahr in der Schweiz

Seit der Eröffnung der ersten 13 Lidl-Filialen
am 19. März 2009 ist rund ein Jahr vergangen. Lidl Schweiz hat nun
den Verlauf des ersten Jahres der Geschäftstätigkeit ausgewertet.
Das Ziel, die Konsumenten mit hoher Qualität zu günstigsten Preisen
zu überzeugen, wurde erreicht.

Andreas Pohl, Geschäftsleitungsvorsitzender von Lidl Schweiz,
erklärt: “Viele Kunden schätzen die Frische und das sehr gute
Preis-Leistungsverhältnis unserer Produkte. Dies ist eine
Bestätigung, dass unser Konzept die Kunden überzeugt. Die Schweiz ist
in Sachen Qualität ein sehr anspruchsvoller Markt und wir konnten
diese Erwartungen erfüllen – nur eben zu einem günstigeren
Preis.

“Reto Ruch, Geschäftsleitung für den Bereich Einkauf,
erläutert: “Vor allem die Lidl-Frischprodukte wie Gemüse, Früchte,
Brot, Frischfleisch und Frischgeflügel sind sehr gefragt. Viele
Kunden schätzen die hervorragende Qualität und Frische der Produkte.
Schweizer Herkunft und Qualität finden hier besonderen Anklang.

Dass Lidl Schweiz diese Kombination mit günstigsten Preisen bietet,
empfinden viele unserer Kunden sehr positiv. Die Kombination von
nationalen und internationalen Marken sowie Lidl-Qualitätsmarken wie
z.B. “Bio-Trend” für Bioprodukte wird von den Kunden sehr gut
angenommen.”

Für Andreas Pohl ist der positive Start ein Resultat des guten
Teamworks: “Die hohe Motivation und das Engagement der Mitarbeitenden
bei Lidl Schweiz hat viele unserer Kunden täglich aufs Neue zufrieden
gestellt.” Auch die Zusammenarbeit mit den Geschäftspartnern hat sich
positiv gestaltet. “Unsere Schweizer Lieferanten haben sich im
täglichen Betrieb als verlässliche Partner in Sachen Frische und
Qualität bewährt”, so Reto Ruch.

Heute sind 32 Filialen von Lidl Schweiz in der Deutschschweiz
eröffnet. In diesem Jahr kommen weitere 20 bis 30 Filialen hinzu. Im
Spätsommer soll die Eröffnung der ersten Filialen in der Romandie
erfolgen.

Aktuell beschäftigt Lidl Schweiz über 1’000 Mitarbeitende. Die
Zahl der Mitarbeitenden hat sich seit dem Start damit um ca. 300
Stellen erhöht. Mit jeder Filiale kommen 15 bis 20 Arbeitsplätze
dazu. Im Sommer 2010 beginnt Lidl Schweiz zudem mit der Ausbildung
von Lernenden im Detailhandel und im kaufmännischen Bereich.


(Quelle: ots / Lidl Schweiz / 12.3.2010)

Kein Schweinefleisch mit Hormonen aus Brasilien

Der Import von Schweinefleisch aus Brasilien in die EU bleibt vorderhand noch nicht erlaubt. Wie laut Agra-Europe aus einen am 11. März veröffentlichten Bericht der Europäischen Kommission hervorgeht, können brasilianische Schweinehalter erst dann auf Zugang zum EU-Markt hoffen, wenn sie nachweislich auf das Wachstumshormon Ractopamin verzichten. Wachstumsförderer sind in der EU nicht mehr erlaubt.

Das Lebensmittel- und Veterinäramt der Europäischen Union (FVO) besuchte letzten Herbst mehrere Betriebe. Dabei fand das FVO die Gesundheitskontrollen der brasilianischen Behörden zur Sicherstellung der Lebensmittelsicherheit im Grossen und Ganzen angemessen.

Mängel wurden allerdings hinsichtlich der Überwachung einer Ractopamin-freien Produktion für den Export in die EU festgestellt. Es konnten nach FVO-Einschätzung keine Garantien gegeben werden, dass für den Export bestimmte Schweine niemals in ihrem Leben mit dem in der EU verbotenen Wachstumshormon in Berührung gekommen sind.

Ferner legte das FVO Informationen zum Stand der Rinderimpfungen gegen die Maul- und Klauenseuche (MKS) in Brasilien vor. In den untersuchten Gebieten fanden die Inspektoren eine gute Impfabdeckung. Das sei von Bedeutung, um eine Verbreitung des MKS-Virus auszuschliessen. Allerdings fordert das FVO eine bessere Ausstattung der brasilianischen Testlabore.

(Quelle: LID / 11. 3.2010)

Ständerat für Qualitätsstrategie heimischer Lebensmittel

Zur Förderung des Absatzes heimischen Gemüses, Obsts und Weins hat der Ständerat am 11. März eine Motion angenommen.

Zudem will er die Qualität fördern, den Biolandbau aber nicht zusätzlich ausweiten. Nach der Debatte über die Selbstversorgung der Schweiz beugte sich der Ständerat am 11. März über drei Motionen für den Agrarsektor, welche der Nationalrat bereits gutgeheissen hatte. Eine davon lehnte er ab, die anderen beiden überwies er in abgeänderter Form, wie die Nachrichtenagentur SDA schreibt.

Eine Motion für ein Aktionsprogramm für den Biolandbau erlitt mit 23 zu 11 Stimmen Schiffbruch. Das Aktionsprogramm hätte den biologisch bewirtschafteten Anteil an der Anbaufläche bis 2015 auf 20 Prozent verdoppeln sollen. Gefördert worden wäre das mit 50 Millionen Franken aus dem dritten Konjunkturprogramm. Der Mehrheit wie auch Volkswirtschaftsministerin Doris Leuthard war dieses Ziel zu ambitioniert. Auch Kostenfolgen wurden befürchtet, obwohl die Ständeratskommission die Mittel aus der Vorlage gestrichen hatten.

Eine Nationalratsmotion für eine landwirtschaftliche Qualitätsstrategie wurde angenommen. Nur hohe Qualität rette die hiesige Landwirtschaft. Allerdings strich die Kommission eine Passage über die Swissness. Die Swissness-Vorlage sei in Beratung, vorzugreifen verbiete sich. Die geänderte Motion geht wieder an den Ständerat.

Auch bei der Motion zur Förderung des Konsums von einheimischem Gemüse, Obst und Wein brachte der Ständerat oppositionslos eine Änderung an – und zwar bei der Finanzierung. Statt mit zusätzlichen Mitteln soll die Propagierung einheimischer Produkte aus dem normalen Agrarbudget bestritten werden. Auch diese Motion geht zurück an die grosse Kammer.

(Quelle: LID / 11.3.2010)

Keine Schäden durch Gentech-Weizen

Gentechnisch veränderter Weizen beeinträchtigt Fliegenlarven und Blattläuse nicht.
Zu diesem Schluss kommen zwei Studien im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms «Nutzen und Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen» (NFP 59).

Die Forscher untersuchten, ob gentechnisch gegen die Pilzkrankheit Mehltau resistent gemachter Weizen negative Auswirkungen hat auf Insekten, wie die Nachrichtenagentur SDA den Schweizerische Nationalfonds zitiert. Derartige Befürchtungen werden oft gegen den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen ins Feld geführt.

In einer ersten Studie verfütterten Forscher der Universität Bern Blätter von sechs Gentech-Weizensorten an Fliegenlarven. Dasselbe taten sie mit Blättern von Sorten, die nicht gentechnisch verändert waren. Sie beobachteten, wie sich die Larven entwickelten und wie fruchtbar die Nachkommen der vier nächsten Generationen waren.

Das kürzlich im Fachmagazin «Pedobiologia» veröffentlichte Resultat: Die verschiedenen Nahrungsquellen führten zu keinerlei Unterschieden bei den gemessenen Parametern. Die Fliegen nahmen also keinen Schaden am Gentech-Weizen – auch nicht die Nachkommen der Tiere, die sich von den resistenten Sorten ernährt hatten.

In der zweiten Studie liessen Forscher der Universität Zürich und der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART) Blattläuse in Klimakammern vom Pflanzensaft acht verschiedener Weizensorten saugen. Vier der Weizensorten waren gentechnisch verändert, vier nicht. Wie die Wissenschaftler im Fachmagazin «Basic and Applied Ecology» berichten, blieben Parameter wie Sterblichkeit, Fruchtbarkeit oder Gewicht der Blattläuse auf Gentech- und normalem Weizen vergleichbar. Auch hier hatten die gentechnischen Veränderungen keine negativen Auswirkungen auf die Tiere.

(Quelle: 10.3.2010)

Leisi setzt auf Zusammenarbeit mit Hollywood

Der erfolgreiche Kinofilm von 2Oth Century Fox «ALVIN und die Chipmunks 2» ist Spass pur und bietet freche Unterhaltung für Gross und Klein. Die niedlichen Nager sind so vorlaut und clever wie die Kids von heute und eroberten mit ihrer funky Musik schnell alle Herzen.

Der herzerwärmende Familienfilm mit Charme, Humor, aufregender Musik und tierischer Starpower hat in den vergangenen Monaten einen grossen Erfolg an den Kinokassen eingebracht. Nun wird der Film auf Bluray und DVD erscheinen und sich beim Zielpublikum wiederum grosser Beliebtheit erfreuen.

Für den Backwarenhersteller «Leisi» und für 2Oth Century Fox Home Entertainment Schweiz ist die Zusammenarbeit ein Glücksfall. «Alvin und die Chipmunks» sind äusserst beliebt bei Kindern und ihren Eltern. Das passt zur Marke LEISI, die ein breites Angebot an Backwarenprodukten anbietet, die vor allem bei Kindern und Familien gut ankommen. Dank gemeinsamen Marketingaktivitäten werden die beiden Partner gegenseitig von der Bekanntheit und Sympathie profitieren.

Alvin und die Chipmunks sollen bei Aktivitäten im Zusammenhang mit der LEISI Cake Produktlinie zum Einsatz kommen. LEISI Cakes sind flüssige, fixfertige Cake-Massen in verschiedenen Variationen, mit denen im Nu köstliche Cakes zubereitet werden. Im Monat März und April sind verschiedene Aktionen am Verkaufspunkt und im Internet geplant. So soll unter anderem ein nationaler Backwettbewerb für besonders hohe Aufmerksamkeit sorgen.

(Quelle: LID / 11.3.2010)

3,2 Prozent weniger Milchbauern

Die Zahl der Milchproduzenten sank im Milchjahr 2008/2009 um 3,2 Prozent auf 27’131. Die Liefermenge je Produzent stieg hingegen um 6,8 Prozent und lag bei 121’300 Kilogramm.

Das zeigen eine aktuelle Bilanz des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW). Im Milchjahr 2008/2009 (1. Mai 2008 bis 30. April 2009) befanden sich 15`116 Betriebe mit Milchproduktion im Talgebiet; die restlichen 12`015 Betriebe (44 Prozent) lagen im Berggebiet. Ein Talbetrieb lieferte im Durchschnitt 150`291 Kilogramm ab, ein Bergbetrieb 84`826 Kilogramm. Die schweizerische Milchproduktion, inklusive der produzierten Milch auf Sömmerungsbetrieben, lag bei rund 3,4 Mio. t.

Mit 7`118 Milchproduktionsbetrieben verfügte der Kanton Bern über die grösste Zahl an Milchproduktionsbetrieben, wie es in der Medienmitteilung heisst. Lediglich 11 Betriebe gab es im Kanton Genf. Letztere sind dagegen mit durchschnittlich 213`549 kg vermarkteter Milch Spitzenreiter unter den Kantonen. Mit 46`693 kg Milch stehen die Produzenten im Kanton Wallis am anderen Ende der Rangliste.

2`348 Milchproduktionsbetriebe (8,6 Prozent) werden biologisch bewirtschaftet. Sie haben insgesamt 209 Mio. kg Milch vermarktet. Im letzten Jahr vor der Aufhebung der staatlichen Milchkontingentierung waren im Berggebiet noch 1`455, im Talgebiet 1`391 Milchproduktionsbetriebe der Milchkontingentierung unterstellt. Die übrigen 24`285 Produzenten stiegen vorher freiwillig aus der Milchkontingentierung aus.

Das BLW hat Produzenten- und Produzenten-Milchverwerter-Organisationen im Milchjahr 2008/2009 auf deren Gesuch rund 123,22 Mio. kg Milch als Mehrmengen bewilligt – rund ein Drittel weniger als im Milchjahr 2007/2008. 13 Gesuche (insgesamt 31,46 Mio. kg) von fünf Ausstiegsorganisationen lehnte das BLW mittels Verfügung ab. Neun dieser Verfügungen wurden beim Bundesverwaltungsgericht angefochten. Dieses hat mit Entscheid vom 4. März 2010 sieben der neun Beschwerden abgewiesen. Zwei Gerichtsentscheide stehen noch aus.

(Quelle: LID / 10.3.2010)

Nationalrat will Gentech-Moratorium verlängern

Das Moratorium für gentechnisch veränderte Tier- und Pflanzenarten wird um drei Jahre verlängert. Nach dem Ständerat sprach sich am 8. März auch der Nationalrat für eine entsprechende Änderung des Gentechnikgesetzes (GTG) aus.

Mit der Verlängerung des Moratoriums bis 2013 werde der Volkswille respektiert, betonten die Befürworter und der Bundesrat. Mit dem klaren Ja zum Moratorium 2005 hätten Volk und Stände verlangt, wissenschaftliche Grundlagen zu schaffen für einen fundierten Entscheid über den Umgang mit gentechnisch veränderten Organismen.

“Diese Grundlagen liegen vor dem Ablauf des Moratoriums am 27. November 2010 aber nicht vor”, sagte Oskar Freysinger (SVP/VS) namens der Wissenschaftskommission (WBK) laut der Nachrichtenagentur SDA. Erst nach Abschluss des Nationalen Forschungsprogramms (NFP) 59 “Nutzen und Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen” Mitte 2012 sei dies der Fall.

Das Moratorium vorher aufzuheben wäre “unverantwortlich”. Als “unverantwortlich” sah hingegen eine Minderheit vorab der FDP und der SVP die Verlängerung des Moratoriums.
Nach dem Willen des National- sowie des Ständerates soll der Bundesrat zudem rechtzeitig die nötigen Bestimmungen für das Inverkehrbringen von genveränderten Organismen erlassen.

In der Gesamtabstimmung nahm der Nationalrat die GTG-Revision mit 106 zu 68 Stimmen an. Die Vorlage geht noch einmal zurück an den Ständerat. Dabei geht es aber nur noch um redaktionelle Änderungen.

(Quelle: LID / 9.3.2010)

Sauerstoff in Drink aus Korea macht schneller nüchtern

Es klingt wie der Traum eines jeden Trinkers: Alkoholkonsum ohne lästigen Kater hinterher. Koreanischen Forschern ist es gelungen, alkoholische Getränke mit Sauerstoff zu versetzen und dadurch den Abbau des Nervengiftes im Körper deutlich zu beschleunigen. Doch Experten stehen dem Vorhaben sehr kritisch entgegen, denn ihrer Meinung nach, könnte das dazu führen, dass noch mehr Alkohol getrunken wird.

Kwang-il Kwon und seine Kollegen von der Chungnam National University http://www.cnu.ac.kr in Dajeon haben in einem ersten kleinen Versuch an 30 Männern und 19 Frauen 360 Milliliter eines Drinks mit einem Volums-Alkoholgehalt von 19,6 Prozent verabreicht. Die Getränke enthielten acht, 20 oder 25 ppm aufgelösten Sauerstoff. Normalerweise dauert es fünf Stunden bis der Blutalkoholwert nach einer solchen Konsumation wieder auf null kommt.

Das Forscherteam berichtet im Fachmagazin “Alcoholism: Clinical & Experimental Research”, dass der Drink, der mit 20 und 25 ppm Sauerstoff versetzt war, um 23 bzw. 27 Minuten schneller nüchtern machte, als der mit nur acht ppm Sauerstoff. Die Forscher meinen nun, dass man alkoholische Getränke mit dem Sauerstoff versetzen könnte und dadurch Unfälle vermeiden könnte.

Eine Sprecherin der British Medical Association http://www.bma.org.uk zeigte sich angesichts der Ergebnisse jedoch unbeeindruckt, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist in seiner Online-Ausgabe. “Wir wollen unter allen Umständen verhindern, dass Menschen mehr trinken, weil sie sich schneller von ihrem Rausch erholen.”

Weitere Informationen:
http://www.pressetext.ch/news/100309019/sauerstoff-im-drink-macht-schneller-nuechtern/

(Quelle: pte/9.3.2010) –

Nespresso erhält Konkurrenz von einem Insider

Die Nespresso-Kaffeekapseln von Nestlé erhalten Konkurrenz. Der frühere Nespresso-Chef Jean-Paul Gaillard startet in sechs bis acht Wochen die Produktion in Frankreich, dem grössten Nespresso-Markt. In der Schweiz sind die Kapseln, die in die Nespresso-Maschinen passen, nicht vor Ende Jahr erhältlich.

Die Produktion in Frankreich begründete Gaillard in einem Interview mit der Zeitung «Sonntag» mit dem einfacheren Vertrieb im EU-Raum. Zudem sei die Rechtssprechung in der EU viel konsumentenfreundlicher als in der Schweiz. In der Schweiz werde Konkurrenz oft verhindert.

Dass hierzulande Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen könnten, sieht auch Gaillard. Eine zweite Fabrik soll daher in der Westschweiz gebaut werden. «Als ich Nestlé-Espresso entwickelt habe, hat das Arbeitsplätze in der Schweiz geschaffen. Ich möchte, dass sie hier bleiben.» Der Verkauf ist laut Gaillard ein “Kinderspiel”: «Internationale Detailhandelsketten wie Carrefour oder Rewe rufen uns an. Auch Le Shop, der Internet-Supermarkt der Migros, interessiert sich.»

Gaillard zeigte sich überzeugt, dass sein Produkt keine Nespresso-Patente verletze. Er habe eine Patentlücke entdeckt. Im Unterschied zu den herkömmlichen Nespresso-Kapseln aus Aluminium sind die Imitate biologisch abbaubar. Die Kapseln sollen für 35 bis 37 Rappen verkauft werden, während jene von Nestlé 45 bis 50 Rappen kosten. Nespresso ist seit einiger Zeit der Wachstumstreiber des Waadtländer Nahrungmittelkonzerns Nestlé.


(Quelle: swissinfo / 7.3.2010)