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KURZNEWS 23. März 2010

Fial fordert Swissness-Korrektur / BO Milch räumt Mengen ab / Rindfleisch-Baisse in Argentinien / Rotwein-Polyphenole gegen Hautschäden / Barry Callebauts Standbein in Malaysia / Kambly wird 100

von Foodaktuell Importer

Korrekturen für Swissness-Vorlage gefordert

Die Schweizer Nahrungsmittel-Industrie kritisiert die so genannte Swissness-Vorlage des Bundesrats. Konkret fordert die Föderation der Schweizerischen Nahrungsmittel-Industrien (Fial), dass nur 60 Prozent der Rohstoffe aus der Schweiz stammen müssen. Die Gesetzesvorlage, die demnächst zur Beratung ins Parlament geht, sieht dagegen einen Anteil von 80 Prozent vor. Die Fokussierung auf die Herkunft der Rohstoffe blende Faktoren wie Forschung und Entwicklung oder Qualität aus, findet die Fial.

Eine repräsentative Umfrage habe gezeigt, dass für 54 Prozent der Konsumentinnen und Konsumenten der Herstellungsort eines Produkts wichtiger sei als die Herkunft der Rohstoffe. Deshalb sollten auch Produkte als Schweizer Nahrungsmittel gelten, wenn ihre Herstellungskosten zu 60 Prozent in der Schweiz anfallen, fordert fial weiter.

Diese Regelung sieht die Gesetzesvorlage bei Industrie-Produkten vor. An einer Medienkonferenz in Bern wies Daniel Lutz von Nestlé Schweiz darauf hin, dass etwa der Brotaufstrich “Le Parfait” oder “Thomy Senf” nicht mehr als Schweizer Produkte verkauft werden dürften. “Zuviel Swissness tötet Swissness”, sagte er.

(Quelle: LID / 22.3.2010)

Hahnenwasser im Restaurant: Kein Gratis-Anspruch

Die drei Konsumentenorganisationen „Stiftung für Konsumentenschutz“, „Fédération Romande des Consommateurs“ und „associazione consumatrici della svizzera italiana“ wollen die Konsumenten aus Umweltschutzgründen zum Konsum von Hahnenwasser anhalten. Am heutigen „Weltwassertag“, 22. März 2010, beabsichtigen sie, diesem Ansinnen Nachdruck zu verleihen, nachdem sie mit Schreiben vom 23. Februar 2010 den Branchenverband GastroSuisse und die Kantonalsektionen zur Stellungnahme aufgefordert haben.

Viele gastgewerbliche Betriebe bieten ihren Gästen auf Wunsch Hahnenwasser an. Der Gast hat jedoch keinen Gratis-Anspruch. Der Restaurateur kann dafür einen Preis festsetzen, denn eine Dienstleistung kostet Geld. Ob es sich dabei um die Abgabe von Hahnenwasser oder beispielsweise Mineralwasser handelt, das macht keinen grossen Unterschied.

Der Service ist für den Gastgeber immer mit Aufwendungen und Kosten verbunden. Auf die Länge kann es sich kein Unternehmer leisten, Produkte und Dienstleistungen gratis oder unter den eigenen Kosten abzugeben.

Ob die Abgabe von Hahnenwasser als Teil des Marketings oder als normale Kostenkomponente betrachtet wird, entscheidet jeder Unternehmer selber. Eine Ausnahme
besteht im Kanton Tessin, wo gemäss Gastgewerbegesetz zu einer Hauptmahlzeit kostenlos
ein Glas Wasser abgegeben wird.

GastroSuisse hat den erwähnten Konsumentenorganisationen den Dialog angeboten. An einer Zusammenkunft von Ende Mai/Anfang Juni 2010 sollen die Haltungen zu verschiedenen öffentlichkeitsrelevanten Themen gegenseitig erläutert werden.

Die Gesprächsbereitschaft von GastroSuisse wurde sehr positiv aufgenommen. Wie die
Geschäftsführerin der Stiftung für Konsumentenschutz, Sara Stalder, gegenüber GastroSuisse erklärte, bedauert sie die einseitige Thematisierung unter dem Fokus „Gratisabgabe in Gastrobetrieben“.

Wie sie weiter ausführte, möchten die Konsumentenorganisationen mit ihrer Aktion erwirken, dass „in Gastrobetrieben die Abgabe von Hahnenwasser auf Anfrage der Kundschaft überall möglich sei und die Bedingungen angemessen und einigermassen vergleichbar seien“.


(Quelle: GastroSuisse / 22.3.2010)

BO Milch nimmt 62 Millionen Kilogramm Milch vom Markt

Die Branchenorganisation hat an ihrer Vorstandssitzung vom 18. März beschlossen, 62 Millionen Kilogramm Milch vom Markt abzuräumen und als Butter und Milchpulver zu exportieren.

Bereits im Februar beschloss die Organisation, den so genannten Milchmengenindex, mit dem die vertraglich gesicherte Menge definiert wird, um diese 62 Millionen Kilogramm von 103,6 auf 100 Prozent zu kürzen. Der Entscheid habe die erforderliche Wirkung bisher nicht erreicht, heisst es in einer Medienmitteilung. Die Milcheinlieferungen seien nach wie vor zu hoch und der Butterlagerbestand wachse weiter.

Die Abräumung soll von April bis Juni erfolgen. Um die Umsetzung zu erleichtern, entschied der Vorstand, dass die Geschäftsstelle Einsicht in die Vertragsmengen der Marktpartner erhält. Der Richtpreis für Molkereimilch wurde auch für das zweite Quartal 2010 unverändert bei 62 Rappen pro Kilogramm belassen.

Weil im Rahmen des “Schoggi-Gesetzes” für die Verbilligung von inländischen Rohstoffen in exportierten Verarbeitungsprodukten rund 55 Millionen Franken fehlen, will die BO Milch ferner eine Interventionsreserve von höchstens 20 Millionen Franken äufnen. Damit soll verhindert werden, dass mit dem so genannten Veredelungsverkehr ausländische Rohstoffe verarbeitet werden und zusätzlicher Preisdruck entsteht. Der Fonds wird von Milchproduzenten und Milchverarbeitern gemeinsam mit 1 Rappen pro Kilogramm Milch finanziert.

(Quelle: LID / 19.03.2010)

Rindfleisch-Baisse in Argentinien, Boom in Brasilien

Die Rindfleischproduktion in Argentinien war im Januar 2010 mit 238’000 Tonnen um 16 Prozent tiefer als im Vorjahresmonat.
Das sei die Folge von Verkleinerungen der Rinderherden, heisst es beim Agrarpressedienst AIZ. Eine Dürre und staatliche Eingriffe beim Export hätten dazu geführt. Der amerikanische Produzentenverband geht davon aus, dass die Knappheit anhält.

Die Rindfleischpreise in Argentinien sind in den letzten Monaten angestiegen, die Regierung beschränkte deshalb den Export, um das lokale Rindfleischangebot zu erhöhen. Die Exporte gingen von knapp 40’000 Tonnen im November 2009 auf 25’700 Tonnen im Januar 2010 zurück.

Brasilien hingegen wird nach den Prognosen des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums in diesem Jahr 4 Prozent mehr Rindfleisch produzieren und 5 Prozent mehr exportieren. Dank der Erholung der Weltwirtschaft werde Brasilien seine Exporte wieder erhöhen und neue Märkte wie Indonesien, Chile, China und Südafrika beliefern.


(Quelle: LID / 19.3.2010)

Rotwein-Polyphenole können vor Hautschäden schützen

Dass in Mittelmeerländern zwar die UV-Exposition höher, das Auftreten von Melanomen aber niedriger ist als in nördlichen Breiten, veranlasste Wissenschaftler der Universitäts-Hautklinik in Tübingen dazu, dieses Phänomen näher zu untersuchen. Abgesehen von der stärkeren Hautpigmentierung der mediterranen Bevölkerung und unterschiedlichen Lebensgewohnheiten könne dabei auch die Ernährung, gerade der Konsum von Rotwein, bedeutsam sein, berichtet die Deutsche Ärztezeitung.

Verantwortlich dafür halten die Forscher die im Rotwein enthaltenen Polyphenole – Voraussetzung sei allerdings, dass der Rotwein genügend davon enthalte. Für grünen und schwarzen Tee sowie Weintrauben, die ebenfalls reich an diesen Antioxidantien sind, lagen bereits Hinweise vor, dass sie die Entstehung von Hautkrebs sowie die Bildung von Metastasen von Melanomen hemmen, erläutert Professor Matthias Möhrle in seiner Publikation im Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft.

Tatsächlich wurde in den Versuchen eine statistisch nachweisbare Wirkung mancher Weinsorten nachgewiesen. Zunächst scheinen die Ergebnisse jedoch nur einen geringen praktischen Bezug zu haben, da ein Effekt lediglich bei bestimmten Weinen mit hohen Gehalten an Polyphenolen auftrat und ausserdem von den Probanden ein halber Liter innerhalb von 20 Minuten konsumiert wurde.

Die positiven Effekte dürften dann eher von den negativen Wirkungen eines überhöhten Alkoholkonsums überlagert werden. Sicherer dürfte es sein, die Dauer und Intensität des Sonnenbadens einzuschränken und den Rotwein anschliessend aus Freude mit Genuss zu trinken.


(Quelle: aid / Friederike Eversheim / 17.3.2010)

“Traditionskäser” kehren zu “Emmentaler Switzerland” zurück

Vier Käsereien, die vor einem Jahr aus der Sortenorganisation Emmentaler Switzerland austraten, kehren wieder zurück. Ihr Verein “Emmentaler Switzerland Tradition”, der inzwischen neun Mitglieder umfasst, bleibt bestehen, ebenso die eigenen, schärferen Produktionskriterien.

Der Austritt vor einem Jahr erfolgte, weil die Sortenorganisation Produktionsmengen definiert. Die Käsereien wollten mehr Emmentaler produzieren, durften aber nicht. Dies, obschon die Nachfrage da war, wie Vereinspräsident Peter Pfister gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte.

Weil die vier Käser aber nur als Mitglieder von “Emmentaler Switzerland” Emmentaler AOC produzieren dürfen und die wichtigsten Abnehmer Cremo und von Mühlenen beliefern dürfen, sind sie nun wieder in die Sortenorganisation eingetreten.

Die Mitglieder von “Emmental produzieren höchsten eine Charge pro Tag, die maximale Entfernung zwischen Milchproduzent und Käserei beträgt höchstens 10 Kilometer. Das geografische Gebiet der Produktion umfasst die Region Emmental im Einzugsgebiet des Flusses Emme. Mit den zusätzlichen Qualitätsanforderungen will man die Marktposition stärken.

“Damit möchten wir die Existenz der traditionellen Dorfkäsereien im Emmental sichern”, sagt Vereinspräsident Pfister. Er möchte noch mehr Käserei-Genossenschaften als Mitglieder dazugewinnen.

Der Emmentaler Switzerland-Tradition wird in erster Linie im Ausland vermarktet, soll aber auch in der Schweiz erhältlich sein.

(Quelle: LID / 16.3.2010)

16. März 2010

Barry Callebaut und Malaysian Cocoa Board kooperieren in der Kakaoforschung

Barry Callebaut Malaysia, eine Tochtergesellschaft des weltweit führenden Herstellers von qualitativ hochwertigen Kakao- und Schokoladenprodukten Barry Callebaut AG, und das Malaysian Cocoa Board unterzeichneten in Rahmen einer Zeremonie in Putrajaya, Malaysia, in Anwesenheit von Tan Sri Bernard Dompok, Minister of Plantation Industries and Commodities, eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) über ein gemeinsames Forschungsprojekt.

Dessen Ziel besteht darin, in Malaysia die Qualität der “Superior Grade” Kakaobohnen und damit die Qualität der Schokolade zu erhöhen. Die Zusammenarbeit ist insbesondere darauf ausgelegt, die geschmacklichen Qualitäten der malaysischen Kakaobohnen zu verbessern, ihren Gehalt an funktionalen Inhaltsstoffen zu steigern und ihre Farbe zu verändern. Gleichzeitig wird die Verarbeitbarkeit der Kakaobohnen verbessert werden.

Das gemeinsame Forschungsprojekt sieht den Einsatz und die Bewertung verschiedener von Barry Callebaut entwickelter mikrobieller Starterkulturen vor, die eine «kontrollierte Fermentation» auslösen. Diese Fermentation ist erforderlich, damit der Kakao seinen charakteristischen Geschmack und sein Aroma entwickelt. Im Busch oder auf der Kakaopflanzung fermentieren die Bohnen in der Regel spontan.

Barry Callebaut hat nun jedoch ein Verfahren entwickelt, um die Fermentation des Kakaos zu «kontrollieren» und zu optimieren. Die kontrollierte Fermentation durch bestimmte Mikroorganismen führt zu einer einheitlichen, berechenbaren und höheren Bohnenqualität. Dies wiederum resultiert in besseren aromatischen Eigenschaften, fehlerfreier Ware, einem höheren Gehalt an funktionalen Inhaltsstoffen (z.B. Flavanolen) und einer besseren Verarbeitbarkeit.

Um die malaysische Kakaoindustrie zu schützen und weiterzuentwickeln, werden die Studien zur Bewertung dieser kontrollierten Fermentation von Fachleuten des Malaysian Cocoa Board in den hochmodernen Labors ihrer F&E-Zentren in Malaysia durchgeführt. Das Malaysian Cocoa Board unterstützt Barry Callebaut zudem bei der Auswahl von Pflanzungen zur Durchführung der Feldversuche in Malaysia.

Selbourne Estate, eines der führenden Unternehmen in Malaysia, das – nebst anderen Kulturen – Kakaoplantagen in Pahang betreibt, wird als eine der Versuchsplantagen für die kontrollierte Fermentation dienen. Gleichzeitig sollen dort praktische und verbesserte Anbaumethoden implementiert werden, von denen man sich höhere Erträge der Kakaobäume erhofft.

Selbourne Estate ist ein Unternehmen der Kuala Lumpur Kepong BHD, die zu den führenden Anbaugesellschaften in Malaysia zählt und ein 40%-iger Partner von Barry Callebaut Malaysia ist.

Für die erste Umsetzungsphase wurden mindestens 20 weitere Standorte ausgewählt. Barry Callebaut beabsichtigt, das Volumen an kontrolliert fermentierten “Superior Grade” Kakaobohnen aus Malaysia in den nächsten drei Jahren auf 5,000 t zu steigern. Die Bohnen sollen anschliessend in der Fabrik von Barry Callebaut Malaysia in Port Klang zu Premium-Schokoladen- und -Kakaoprodukten verarbeitet und in der Region Asien-Pazifik unter den bekannten Marken Selbourne und KLK Cocoa vertrieben werden.

Jürgen Steinemann, CEO von Barry Callebaut, erläuterte anlässlich der Unterzeichnungszeremonie: «Angesichts der gegenwärtigen Wachstumsbeschränkungen bei der Beschaffung von Kakao aus der Elfenbeinküste, dem grössten Kakaoanbauland weltweit, und unserer steigenden Nachfrage nach Kakao ist die Diversifizierung der Kakaoherkunftsländer für uns eine strategische Notwendigkeit.

Malaysia und seine Nachbarstaaten produzieren derzeit rund 15% der weltweiten jährlichen Kakaoernte und sind daher für uns logische Beschaffungsalternativen zu Westafrika. Andererseits sind viele Konsumenten in den traditionellen Absatzländern für Schokolade in Europa und Nordamerika den Geschmack westafrikanischen Kakaos gewohnt».

«Malaysia ist das grösste Kakao verarbeitende Land Asiens, wobei die malaysischen Verarbeitungsbetriebe Kakaobohnen aus Afrika importieren, um geschmacksintensive Kakaoprodukte herzustellen. Dank kontrollierter Fermentation können wir nun den Geschmack malaysischen Kakaos auf denjenigen westafrikanischer Bohnen abstimmen.

Wir freuen uns daher über diese bedeutende Zusammenarbeit mit dem renommierten Malaysian Cocoa Board und der erfahrenen Selbourne Estate. Die kontrollierte Fermentation ist zudem eine hervorragende Lösung, um die malaysische Kakaoindustrie zu unterstützen, da die Kakaobauern dadurch konstant hohe Qualität produzieren und so ihr Einkommen verbessern können.»

Dr. Azhar Ismail, Generaldirektor des Malaysian Cocoa Board, sagte bei der Unterzeichnungszeremonie der Absichtserklärung: «In Malaysia stehen die existierenden Kakaoplantagen im starken Wettbewerb mit anderen Agrarprodukten wie Kautschuk oder Palmöl. Unseres Erachtens ist die Partnerschaft mit Barry Callebaut eine ausgezeichnete Gelegenheit, um die Kakaoindustrie in unserem Land aufrechtzuerhalten und weiter auszubauen.

Wenn unsere Bauern damit mehr verdienen können, werden sie dem Kakaoanbau treu bleiben. Und dies wiederum kommt ebenso unserer Wirtschaft wie der Biodiversität unserer Agrarwirtschaft zugute.»

Barry Callebaut verfügt über vier Fabriken im asiatisch-pazifischen Raum: in Malaysia, China, Singapur und Japan. Die grösste von ihnen und der regionale Hauptsitz des Unternehmens befinden sich in Malaysia. Mehr Informationen zum Unternehmen unter
www.barry-callebaut.com

(Quelle: Barry Callebaut, Zürich / 16.3.2010)

Das Familienunternehmen Kambly feiert seinen 100. Geburtstag.

Oscar A. Kambly, VR-Präsident von Kambly, bekennt in Dankbarkeit:
“100 Jahre Kambly sind 100 Jahre engagierte Mitarbeitende, die
täglich ihr Bestes geben, um mit der gleichen Sorgfalt die hohe
Qualität und Tradition des Hauses Kambly immer wieder neu zu
begründen.

Das sind auch 100 Jahre begeisterte Konsumenten, die immer
wieder von Neuem Freude an Kambly haben. Und es sind 100 Jahre
zuverlässige Lieferanten und treue Absatzpartner, engagierte
Mitmenschen und Behörden in Dorf und Region, Kanton und Bund.
Schliesslich sind es 100 Jahre Wertebildung für alle, die mit Kambly
verbunden sind.”

Seit 100 Jahren wird bei Kambly eine Vielfalt von einzigartigen
Feingebäck-Spezialitäten gebacken. Kambly ist eine unabhängige
Schweizer Familiengesellschaft mit heute 420 Mitarbeitenden, die seit
drei Generationen von den Unternehmern geführt wird. Die
Unternehmenskultur und die Identität der Marke Kambly sind stark
geprägt vom persönlichen Engagement der unternehmensverantwortlichen
Eigner, welche sich zu klaren Werten und zum Standort Schweiz
bekennen und mit ihrem Namen täglich für die hohe Qualität einstehen.

In ihrer Festansprache in Trubschachen verwies Bundespräsidentin
Leuthard auf die 100jährige Erfolgsgeschichte von Kambly und der
Schweiz: “Wir haben langfristig Erfolg, weil wir uns nicht von der
Aussicht auf kurzfristigen Gewinn verführen lassen.”

Die Grundlagen dafür seien einerseits in der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der der Qualität der Arbeit und dem “anerkannten, exzellenten Bildungssystem” sowie anderseits in der Beständigkeit, in den
Grundwerten wie Sicherheit, Solidarität und Freiheit oder in der
Erkenntnis zu finden, dass ein guter Führungsverantwortlicher auch
ein guter Mensch sein sollte.

“Diese Erkenntnis ist in den letzten
Jahren in gewissen Chefetagen in den Hintergrund gedrängt worden.”
Der Schaden, der dadurch angerichtet werde, sei gross, hält
Bundespräsidentin Leuthard weiter fest. “Die Bedienermentalität, das
Denken an den eigenen Vorteil destabilisiert das Vertrauen der
Bevölkerung in Wirtschaft und Politik. Wir müssen es schaffen, dass
Werte wie ethisches Verhalten oder das Zurückstecken von eigenen
Interessen wieder gelebt und verinnerlicht wird.”

Die Grundlage für
ein ebenso erfolgreiches 21. Jahrhundert sei daher eine
vorausschauende Politik, ein unverkrampfter Umgang mit den Nachbarn
sowie Unternehmer und Politiker, die die Aktualtät im Auge behalten
und gleichzeitig die nachhaltigen und langfristigen Innovationsfelder
ins Visier nehmen.

Seit 100 Jahren – über alle drei Generationen Oscar Kambly – baut
Kambly auf den Standort Trubschachen und die Region Emmental. Hier
sind die meisten der langjährigen Mitarbeitenden zuhause. Hier, im
Herzen der Schweiz, sind die reine Natur, die edlen Rohstoffe, die
Traditionen und die gelebten Werte Quelle der Inspiration und Kraft,
um die Konsumenten weltweit zu begeistern.

Auch in Zukunft wird
dieser Standort weiter kräftig ausgebaut. Kambly bezieht seit 100
Jahren alle Rohstoffe in der Schweiz, welche in den nötigen Mengen
und Qualitäten verfügbar sind, und soweit möglich in der Region
Emmental. “Kambly bekennt sich zur Schweizer Landwirtschaft und trägt
ihre Produkte mit Achtung, Freude und Dankbarkeit in die ganze Welt”,
bekennt Oscar A. Kambly. So steht Kambly heute in über 50 Ländern auf
allen fünf Kontinenten für das Beste aus der Schweiz.

Der Schlüssel der Einzigartigkeit Kambly ist im internationalen
Wettbewerb ein kleiner “David” gegen die multinationalen “Goliaths”.
Doch das Wesentliche ist nicht die Grösse, sondern die
Einzigartigkeit und Lebendigkeit. Diese äussert sich in einzigartigen
Produkten und Leistungen, welche durch die kompromisslose Qualität
herausragen.

Kambly ist überzeugt, dass äussere Qualität nur möglich
ist, wenn die “innere” Qualität stimmt – die Haltung und Gesinnung,
die Werte und die Art der Zusammenarbeit in der ganzen
Wertschöpfungskette von den Lieferanten bis zu den Kunden, in
Wirtschaft und Gesellschaft, in der Zusammenarbeit mit allen
“Stakeholders”.

“Wir wollen weiter so lebendig, aufrecht und schnell
wie ein ‘David’ sein, um auch in Zukunft all jene, die das Bessere
vom Guten zu unterscheiden wissen, in aller Welt immer wieder von
Neuem mit einzigartiger Qualität zu begeistern”, sieht Oscar A.
Kambly die Rolle seines Familienunternehmens.

Kambly ist dank seiner starken Marktposition als führende Marke im
Premium-Segment gut gerüstet für die Zukunft. Denn weltweit wissen
immer mehr Menschen echte Qualität von blosser Massenware zu
unterscheiden, sehnen sich nach dem wahrhaft Guten und Authentischen.

Kambly ist heute mit einem Umsatz von rund CHF 160 Mio, wovon die
Hälfte im Ausland realisiert wird, in über 50 Ländern vertreten und
Exportführer aus der Schweiz. Die Marke Kambly steht für die
Sicherheit, das Beste zu haben, für besondere Momente der Freude und
für Vertrauen.

(Quelle: Kambly SA / 19.3.2010)