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Grüne Fee soll geschützte Ursprungsbezeichnung erhalten

Der bis im 2005 verbotene Absinth soll zu einer geschützten geografischen Angabe (GGA)werden. Das BLW hat das Gesuch veröffentlicht.

von Alimenta Import

Fée verte, La Bleue und Absinth heissen die Eintragungen mit welchen der Schnaps geschützt werden soll. Die drei Bezeichnungen benennen ein und dasselbe Produkt: eine Spirituose, die aus landwirtschaftlichem Ethylalkohol, Wasser und einer spezifischen Kräutermischung hergestellt wird. Mit ihrer Eintragung als GGA sollen insbesondere Nachahmungen und Anmassungen vermieden sowie der gute Ruf und die Originalität des Produkts geschützt werden. Das geografische Gebiet der Verarbeitung ist der Bezirk Val-de-Travers im Kanton Neuenburg.

Produziert wird dort der hochprozentige Schnaps mit Anis-Geschmack seit dem 18. Jahrhundert. Zwischen 1910 und 2005 war das legendäre Getränk in der Schweiz verboten.

Vor der Eintragung in diese Register müssen die Gesuche öffentlich aufgelegt werden. Innert einer Frist von drei Monaten können Personen, die ein schutzwürdiges Interesse geltend machen können, sowie die Kantone Einsprache erheben. Zurzeit sind im Bundesregister 19 Geografische Ursprungsbezeichnungen und 8 geschützte geografische Angaben eingetragen. pd/hps