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Gut verpackt ist halb verkauft

In einer Studie der Schweizerischen Hochschule für Landwirtschaft zeigt sich, dass der ganz abgepackte Salat am besten verpackt ist. ­Faktoren wie Frische, Preis und Ökologie machen den Unterschied.

von Alimenta Import

Welches ist die beste Verpackungslösung für Salat? Um diese Frage zu klären, hat Doris Sollberger, Studentin an der Schweizerischen Fachhochschule für Landwirtschaft in Zolli­kofen BE, vier Produktarten bezüglich ­Frische, Preis, Convenience, Ökologie und Handling untersucht. Verglichen wurden offene Salate (Marktanteil: 6%), ganz abgepackte Salate (22%), Mischsalate in der Tüte (61%) und Fertigsalate (11%).

Ganzer Salat erzielt Bestnote
In den verschiedenen Gruppen schloss der ganze abgepackte Salat mit der Bestnote ab (siehe Grafik). Einer der Gründe für das beste Resultat ist die lange Haltbarkeit. Dieser Salat bleibt am längsten frisch, weil keine Verar­beitungsschritte stattfinden und die Folie, in der der Salat verpackt ist, die Verdunstung dämmt. Des Weiteren spreche diese Art das breiteste Kundensegment an und sei preislich sowie ökologisch gut vertretbar, stellt die ­Autorin der Studie fest.
Die im Verhältnis am meisten konsumierten Mischsalate sind am wenigsten lange haltbar, am unökologischsten und verhältnismässig teuer. Für die Fertigsalate spricht, dass sie ­sofort konsumiert werden können und somit die beste Convenience aufweisen. Die Ver­packung ist jedoch ökologisch sehr aufwendig, die Haltbarkeit am niedrigsten und der Preis am höchsten.
Aufschlussreich sind die Verbesserungs­vor­schläge für die Verpackungen. Doris Sollberger rät dem Detailhandel, wiederverschliessbare Salatverpackungen anzubieten, weil die Portionen meist sehr gross sind und nach dem Öffnen nicht lange haltbar bleiben. Ein weite­rer Vorschlag war, eine Triopackung einzuführen, die drei verschiedene Salatsorten ­ent­­hält. Schliesslich schlug sie vor, ein Serviceheft zu gestalten, das auf der Verpackung angebracht wird und saisongerecht daherkommt.

18 Kilogramm Salat pro Kopf
Salat nimmt in der Ernährung einen wichti­gen Stellenwert ein. Pro Jahr und Kopf werden in der Schweiz 18 Kilo konsumiert, was einer Gesamtmenge von 141?400 Tonnen entspricht. Die Inlandproduktion vermag den Bedarf nicht zu decken. Die Tendenz war steigend in den letzten Jahren. Nicht nur der Konsum ist gestiegen, auch die Detailhändler stellen ­immer grössere Ansprüche an die Verpackung. Der Trend geht in Richtung Convenience. Heutige Verpackungen müssen funktional sein und dürfen keine grossen Kosten verur­sachen.

* Dieser Artikel entstand im Rahmen der Ausbildung an der Höheren Fachschule für Agrartechnik am Strickhof in Lindau ZH.