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Soll AOC Bündner Bergkäse eingereicht werden oder nicht?

Morgen soll entschieden werden, ob das AOC-Pflichtenheft beim Bund eingereicht werden soll. Dieses könnte nicht nur positiv für 17 Mio. kg Bündner Milch sein.

von Alimenta Import

Die drei milchverarbeitenden Betriebe in Davos, Bever und Savognin sind mit dem Vorstand der Sortenorganisation für Bündner Bergkäse (SOBK) nicht einverstanden und befürchten negative Konsequenzen für die Bündner Milchwirtschaft, wenn ein AOC für Bündner Bergkäse eingeführt würde.

Denn laut einer Pressemitteilung von Peter Odermatt der Bergsenn AG in Savognin, soll das Hickhack um das AOC für den Bündner Bergkäse in eine weitere Runde gehen. Am 7. April um 10.00 Uhr soll an der Generalversammlung der SOBK in der Bündner Arena in Cazis entschieden werden, ob das AOC-Pflichtenheft beim BLW eingereicht werden soll oder nicht.

Odermatt befürchtet, dass über 80% der heutigen Bergkäsemenge bei einem AOC ausgeschlossen werden könnten. Denn Silofütterung und eine neuzeitliche Milchverarbeitung seien im Pflichtenheft nicht vorgesehen. Und rund 1’500 Tonnen Bündner Bergkäse könne sich aufgrund der bisher gewachsenen Strukturen wie im Münstertal, der Engadiner von Bever, Davoser, Waltensburger, Bündner Bergkäse aus Untervaz und Savogniner dem AOC gar nie anschliessen.

Bei einer AOC-Ausschreibung würde ein Bündner Bergkäsestreit vom Zaun gerissen, schreibt Odermatt weiter und diesen hätte die Sortenorganisation SOBK zu verantworten. pd/hps