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Migros: AdR wird von Konsumtenschützern kritisiert

Das Migros-Label «Aus der Region, für die Region» wirbt unter anderem mit kurzen Transportwegen. Dem ist nicht so, finden Konsumentenschützer.

von Alimenta Import

Der Tagesanzeiger publiziert das Beispiel eines Zürcher Pouletsmäster, der jährlich 150 000 Poulets für das Label AdR der Migros mästet. Zürcher Poulet für Zürcher Münder. Was gut tönt sei aber gemäss Tagesanzeiger nicht so. Denn die Hühner werden zur Schlachtung nach Courtepin transportiert. Dies seien zwei Stunden Fahr pro Weg und widerspreche somit der Migros-Werbung von «kurzen Transportwegen».

Josianne Walpen von der Stiftung für Konsumentenschutz sagt im Artikel, dass Migros so die Konsumenten täuscht und fordert, dass der Grossverteiler die Praxis bei den Transportwegen ändere.

Doch für Jürg Maurer, stellvertretender Leiter für Wirtschaftspolitik bei der Migros, gibt es halt einfach zu wenig Schlachthöfe in der Schweiz und fände es auch ideal, wenn die Hühner auch gleich auf dem Hof geschlachtet würden. Doch die gesetzlichen Vorschriften widersprächen dieser Idee. Ausserdem seien die Transportwege im europäischen Vergleich sehr kurz. pd/hps