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KURZNEWS 27. April 2010

Monsanto will Patent für Omega-Fett im Schwein / Zehn Prozent der Molkereimilch in die Abräumung / WTO: Keine Lightversion für den Agrarfreihandel / Adieu Body Mass Index? / Emmentaler Switzerland ehrt beste Käser.

von Foodaktuell Importer

Monsanto will Patent für Omega-Fett im Schwein

Das US-Unternehmen Monsanto will Schweinefleisch ab einem bestimmten Gehalt von Omega-3-Fettsäuren im Fett patentieren lassen. Das europäische Patentamt hat das Patent WO2009097403 am 27. April veröffentlicht. Damit gerät das Biotech-Unternehmen erneut in die Kritik. Die Umweltorganisation Greenpeace und 300 weitere Verbände forderten am 27. April in einem internationalen Appell das Verbot von Patenten auf Pflanzen, Tiere und Lebensmittel, wie die Nachrichtenagentur SDA berichtet.

“Schinken und Schnitzel sind keine Erfindung”, sagte Greenpeace- Berater Christoph Then. Die Konzerne trieben ihre Patentansprüche über die gesamte Kette der Lebensmittel-Erzeugung voran und missbrauchten damit das Patentrecht. Greenpeace sieht darin den Versuch, Landwirte und Verbraucher zur Kasse zu bitten. Gegen das eben veröffentlichte Patent kann nun während neun Monaten beim Europäischen Patentamt Einspruch erhoben werden. (LID 27. April 2010)

Gemüseproduzenten: Kampf gegen mehr Freihandel

Nicht nur die Schweizer Gemüseproduzenten, auch ihre Kollegen in der EU wehren sich gegen mehr Freihandel. Dies verdeutlichte das Referat von Jacques Rouchaussé, Generalsekretär des Dachverbandes der französischen Gemüseproduzenten, an der Mitgliederversammlung des Verbandes schweizerischer Gemüseproduzenten (VSGP) vom 24. April in Murten.

Mit dem so genannten Mittelmeer-Union-Projekt soll eine Freihandelszone zwischen der EU und den Ländern im Mittelmeerraum errichtet werden. Damit würde der bereits massive Preisdruck durch Gemüse aus dem Maghreb noch verstärkt, sagte Rouchaussé. Die französischen Gemüseproduzenten hätten innerhalb von drei Jahren Einkommenseinbussen um 75 Prozent hinnehmen müssen und wehrten sich gemeinsam mit den spanischen Kollegen gegen das Projekt.

Der VSGP wehrt sich weiterhin gegen den vom Bund geplanten Agrarfreihandel mit der EU. Die Preise würden keineswegs sinken, aber es würden zahlreiche Arbeitsplätze verloren gehen und man wäre vollkommen vom Ausland abhängig, schreibt der VSGP in einer Medienmitteilung zu der Versammlung. Bereits der Markteintritt der deutschen Harddiscounter habe einen unerbittlichen Preiskampf ausgelöst. Eine Aktion jage die nächste und manche Gemüsesorten wie Karotten und Zwiebeln würden fast nur zu Tiefpreisen vermarktet. (LID 26.4.2010)

Zehn Prozent der Molkereimilch in die Abräumung

Der Vorstand der Branchenorganisation Milch fasste am 22. April den Grundsatzentscheid, dass zehn Prozent der eingelieferten Molkereimilch von Anfang Mai bis Ende Juli vom Markt genommen und exportiert werden müssen. Der Konsens dafür wurde in einer chaotischen Sitzung mühsam erkämpft. „Wenn wir nicht jetzt etwas machen, dann machen wir nie mehr etwas”, sagt Markus Zemp, Präsident der Branchenorganisation, gegenber dem LID. Dann gehe die Preisspirale im Milchmarkt unerbittlich nach unten. Die Verantwortung für die Abräumung liegt bei den Verwertern, die Basis dafür sind die Regeln, die vom Bundesrat für allgemeinverbindlich erklärt wurden. Das heisst, Mengen, die gegenüber dem Vorjahr zusätzlich unter Vertrag genommen werden, müssen 80 Prozent der abgeräumten Milch ausmachen, die restlichen Mengen 20 Prozent.

Für die Schweizer Milchproduzenten (SMP) geht der Grundsatzentscheid in die richtige Richtung. Die Anliegen der SMP-Resolution seien eingeflossen, sagt SMP-Sprecher Christoph Grosjean-Sommer. Mit der Abräumung von 10 Prozent der Molkereimilch habe man die von der SMP seit langem geforderte Senkung des Milchmengenindexes auf 93 Prozent im Grundsatz zugestimmt. Wie genau die zehn Prozent Molkereimilch auf die einzelnen Verwerter verteilt werden sollen, wird eine Arbeitsgruppe bis zum 6. Mai entscheiden müssen. Die Arbeitsgruppe, die noch gebildet werden muss, wird von BO Milch-Präsident Zemp geführt werden und je vier Vertreter von Produzenten und Verarbeitern umfassen. (LID 23.4.2010)

Keine klare Entscheidung für oder gegen GVO

Die EU-Mitgliedstaaten haben sich erneut weder eindeutig für noch gegen die Zulassung gentechnisch veränderter Organismen (GVO) ausgesprochen.
Auf der Sitzung des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit (SCoFCAH) reichte es am 19. April nur zu einem Patt für die Zulassung von drei Mais-Linien. Es handelt sich gemäss Mitteilung von Agra-Europe vom 23. April um die Erstzulassung des Monsanto-Maises MON89034xMON88017 und des Syngenta-Maises Bt11xGA21 sowie um die Erneuerung der Zulassung von Bt11 von Syngenta. Für alle drei Erzeugnisse betreffen die Zulassungsanträge den Import und die Verarbeitung als Nahrungs- und Futtermittel, nicht den Anbau.

Da der Ausschuss keine Entscheidung fällte, wird die EU-Kommission die Dossiers jetzt an den Rat übersenden. Sollten auch die EU-Agrarminister keine klaren Mehrheiten zustande bringen, muss die Brüsseler Behörde die Zulassung in Eigenregie verabschieden. MON89034xMON88017 ist resistent gegen den Maiszünsler und den Maiswurzelbohrer und toleriert das Breitbandherbizid Glyphosat. Der Bt11 widersteht dem Maiszünsler und ist gegenüber Glufosinat tolerant. Die neue Kreuzung Bt11xGA21 beinhaltet die Glyphosattoleranz. (LID 23.4.2010)

Milchkonsum auf hohem Niveau stagnierend

Der Pro-Kopf-Konsum von Jogurt und Käse in der Schweiz hat im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr leicht zugenommen, Konsummilch, Milchgetränke, Butter und Rahm sind jedoch leicht rückläufig. Dies geht aus den ersten Zahlen der Milchstatistik 2009 hervor. Insgesamt betrug der Jahreskonsum 377 Kilogramm Milch (in Vollmilch umgerechnet) pro Einwohnerin und Einwohner. Trotz der Konsumzunahme in einzelnen Produktgruppen hat der Pro-Kopf-Konsum gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 2.8 Prozent abgenommen. Die Senkung des Fettgehaltes in der standardisierten Milch sowie der Absatzrückgang im industriellen Bereich sind im Wesentlichen für diese Veränderungen verantwortlich. Die Schweiz nimmt im europäischen Vergleich beim Konsum von Milch und Milchprodukten jedoch unverändert einen Spitzenplatz ein.

Der Pro-Kopf-Konsum von Trinkmilch hat im Jahr 2009 gegenüber 2008 um 1.1 Kilogramm oder 1.5 Prozent auf 74.6 Kilogramm abgenommen. Bei den Milchgetränken wurde 1.0 Kilogramm oder 9.9 Prozent weniger konsumiert. Der Jogurtkonsum hat um 300 Gramm oder 1.6 Prozent zugenommen. 2009 wurden 5.4 Kilogramm Butter konsumiert, was einer Abnahme um rund 300 Gramm oder 5.2 Prozent entspricht. Der Rahmkonsum hat sich um 200 Gramm pro Kopf oder 2.4 Prozent reduziert. Deutlich zulegen konnte 2009 der Käsekonsum mit einem Plus von 240 Gramm pro Kopf, was 1.1 Prozent entspricht, allerdings vor-nehmlich zugunsten der Importkäse.

Im Jahr 2009 betrug der gesamte kalkulierte Konsum von Milch und Milchprodukten 377 Kilogramm Milch pro Einwohnerin und Einwohner der Schweiz. Im Vergleich mit den Pro-Kopf-Verbrauchszahlen der einzelnen Produktgruppen ist diese negative Entwicklung des Gesamtkonsums nur unter Berücksichtigung des ver-mehrten Konsums von fettreduzierten Produkten (v.a. Standardisierung Konsummilch) sowie einer leichten Bevölkerungszunahme zu erklären. Zudem wurden 2009 im Milchfettbereich private und öffentliche Beihilfen abgeschafft (Rahm im Speiseeis, Eingesottene Butter), was zum genannten Absatzrückgang (Butter, Rahm) beigetragen hat.

Herr und Frau Schweizer trinken durchschnittlich jeden Tag 2 dl Milch, essen 59 Gramm Käse und jeden dritten Tag ein Jogurt. Die Empfehlung, täglich drei Portionen Milch in Form von einem Glas Milch, einer Portion Käse und einem Jogurt zu essen, ist damit noch nicht erreicht. Die Verbrauchszahlen werden vom Schweizerischen Bauernverband (SBV Statistik) aufgrund von Daten der TSM Treuhand GmbH und der Organisation der Schweizer Milchproduzenten SMP in Zusammenarbeit mit Switzerland Cheese Marketing AG berechnet. (SMP 23. April 2010)

WTO: Keine Lightversion für den Agrarfreihandel

Eine Doha-Runde der Welthandelsorganisation WTO mit weniger ambitionierten Zielen zum Abbau von Handelshemmnissen sei keine Lösung. Dies erklärte der WTO-Generaldirektor Pascal Lamy am 20. April in Uruguay. Das Gegenteil sei der Fall, liess Lamy gemäss Agrarpressedienst aiz.info und agrarzeitung.de verlauten. Eine Änderung des Fahrplans wäre sehr komplex und würde mit grosser Wahrscheinlichkeit den Entwicklungsländern schaden. EU-Handelskommissar Karel de Gucht hatte zuvor in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung eine Doha Runde “light” in den Raum gestellt, mit geringen Zollsenkungen für Agrarprodukte. Entwicklungsländer brauchen einen fairen Weltagrarhandel, argumentierte Lamy wiederum. Deshalb müssten die Industrieländer ihre Agrarsubventionen einschränken.

Die Cairnsgruppe, ein Zusammenschluss führender Agrarexportnationen, plädierte während ihres Treffens in dieser Woche für einen Abschluss der Doha-Runde in diesem Jahr. Für Lamy ist dies machbar, wenn der politische Wille vorhanden sei. In den USA hätten sich die Voraussetzungen für einen Abschluss verbessert. US-Präsident Barak Obama wolle mit wachsenden Exporten die Erholung der Wirtschaft absichern und dabei könne der Zollabbau nach einem Ende der WTO-Verhandlungen helfen, meinte Lamy. Die G-20 wird bei ihrem Treffen im Juni in Toronto über das weitere Vorgehen in der Doha-Runde beraten.
(LID 21.4.2010)

Milchbauern erhöhen Druck auf BO Milch

Derzeit ist mehr Milch auf dem Markt als konsumiert wird. Das drückt die Preise. Zu spüren bekommen dies vor allem die Bauern, welche ihrerseits nun den Druck auf die Branchenorganisation Milch erhöhen. Diese solle endlich handeln.

Erreichen will das der Dachverband der Schweizer Milchproduzenten (SMP) mittels einer Resolution, welche die Delegierten an deren Frühjahrsversammlung vom 21. April mit grossem Mehr gutgeheissen haben. Darin fordern die Milchbauern die Branchenorganisation Milch (BO Milch) auf, bis im Mai 62 Mio. kg vom Markt zu nehmen und zu exportieren. Diese Massnahme zur Preisstabilisierung wurde von der BO Milch bereits vor Wochen beschlossen, aber von Marktakteuren bislang nicht umgesetzt. “Bislang wurde kein einziges Kilo abgeräumt”, sagte SMP-Direktor Albert Rösti.

Er spricht denn auch von einem Vollzugsdefizit bei der BO Milch, das dringend behoben werden müsse. Denn: Die Leidtragen seien die Bauern, die die Zeche zu zahlen hätten. Überhaupt sei die wirtschaftliche Situation der Bauern düster: Das Arbeitseinkommen sei rückläufig, der Preiskampf werde äusserst hart geführt und oft betrage der Stundenlohn weniger als 10 Franken. Nebst der sofortigen Abräumung verlangen die Bauern die Kürzung der Vertragsmenge um 7 auf 93 Prozent, was einer Reduktion von 42 Tonnen Milch entspricht. Diese Massnahme soll bis Ende Juli umgesetzt werden. (LID 21.4.2010)

Adieu Body Mass Index?

Eine Messgrösse zur Beurteilung der Körperfülle soll das damit verbundene Risiko für Erkrankungen möglichst präzise wiedergeben. Dazu sei das Verhältnis von Bauchumfang zu Körpergrösse (waist to height ratio, WHtR) wesentlich besser geeignet als der Body-Mass-Index, sagen Wissenschaftler der Universität München.

„Vergessen Sie den Body-Mass-Index!“ So oder ähnlich lautete der Aufruf in den Medien Anfang März. Der BMI tauge nicht, um das assoziierte Krankheitsrisiko einer Person zu bestimmen, oder sei zumindest viel weniger geeignet als bisher angenommen. Die weitaus besseren Messgrössen zur Erfassung und des mit der Statur assoziierten Risikos sei der Bauchumfang (waist circumference, WC) oder das Verhältnis von Bauch- zu Hüftumfang (waist to hip ratio, WHR) – und neuerdings auch das Verhältnis von Bauchumfang zu Kör-pergrösse (waist to height ratio, WHtR).

Dass der BMI seine Mängel hat, ist in der Fachwelt kein Geheimnis. Bei Kindern und Ju-gendlichen kann er nur indirekt angewendet werden, und bei älteren Personen darf er nicht allzu streng ausgelegt werden, denn ein kleines Pölsterchen im Alter schützt offenbar vor verschiedenen Krankheiten. Verschiedene Untersuchungen haben zudem gezeigt, dass die tiefste Sterblichkeit vermutlich nicht mit dem durch den BMI gemessenen Normalgewicht einhergeht, sondern mit leichtem Übergewicht. Auch muskulöse Menschen beurteilt der BMI falsch, sie leben nämlich gesünder als Menschen mit Bauchfett – auch wenn beide Gruppen das gleiche Gewicht auf die Waage bringen und deshalb bei gleicher Grösse denselben BMI aufweisen.

Der amerikanische Wissenschaftler Ancel Keys, der den Begriff bereits 1972 wesentlich prägte, wollte damit offenbar nicht Individuen, sondern ganze Populationen beurteilen – sei-ner Einfachheit wegen verbreitete sich der BMI jedoch rasch und gilt auch in der Schweiz immer noch als aktuelle Referenzgösse.

Sowohl der Bauchumfang als auch das Verhältnis von Bauch- zu Hüftumfang haben einen wesentlichen Vorteil gegenüber dem BMI: Sie beachten das Bauchfett. Während der „Birnen-Typ“ sein Fett an Oberschenkel, Gesäss und Hüften trägt, hat der „Apfel-Typ“ einen dicken Bauch – und das ist ungünstig für die Gesundheit. Denn es ist vor allem das viszerale Bauchfett, das metabolisch aktiv ist und Hormone produziert, die Entzündungen hervorrufen und Ablagerungen in den Arterien bewirken (Arteriosklerose). Ob nun die Messung des Bauchumfangs oder das Verhältnis von Bauch- zu Hüftumfang für die Beurteilung des Krankheitsrisikos besser geeignet ist, ist nicht genau geklärt, denn die Studienlage ist wider-sprüchlich.

Anfang März erregte eine Studie von Wissenschaftlern der Universität München viel Aufse-hen. Der BMI spiele keine Rolle für das Risiko, einen Schlaganfall, einen Herzinfarkt oder einen Herzkreislauf-Tod zu erleiden, so die Hauptaussage der Studie. Dafür eigne sich die Messgrösse WHtR am besten. Die Forscher untersuchten zwei Studien mit insgesamt knapp 11’000 Probanden, die Studiendauer betrug drei bis acht Jahre. Bei jedem Studienteilnehmer wurde die Messgrössen WHtR, WC, WHR und BMI erfasst. Für jede Messgrösse wurden vier Grössenordnungen festgelegt. Das Ergebnis der Untersuchung zeigt, dass das sich Krankheits- und Todesrisiko am besten mit dem WHtR darstellen lässt. Der WC und der WHR waren weniger aussagekräftig, von der Verwendung des BMI raten die Autoren ab.

Ob sich der WHtR durchsetzen wird, ist von weiteren Studien abhängig, jedoch haben auch andere Studien gezeigt, dass Messgrössen, die das Bauchfett einbeziehen, eine bessere Risikovorhersage für Diabetes mellitus Typ 2 machen als der BMI. Die Schweizerische Ge-sellschaft für Ernährung SGE hält vorerst am BMI fest, denn er ist nach wie vor ein geeigne-tes Mass zur Beurteilung der Körperfülle. Jedoch rät sie zur Beurteilung des Krankheitsrisi-kos zur zusätzlichen Messung des Bauchumfangs. Wer sich regelmässig bewegt, sich nach den Regeln der Lebensmittelpyramide ernährt und sein Körpergewicht im Normalbereich des BMI und WC hält, hat bereits viel für seine Gesundheit getan.

Quelle: Schneider HJ, Friedrich N, Klotsche J, Pieper L, Nauck M, John U, Dörr M, Felix S, Lehnert H, Pittrow D, Silber S, Völzke H, Stalla GK, Wallaschofski H, Wittchen HU. The Predictive Value of Different Measures of Obesity for Incident Cardiovascular Events and Mortality. The Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism. E-Pub. 2010 Feb 3.

Messgrössen zur Beurteilung des Körpergewichts

Body-Mass-Index BMI
Körpergewicht (kg) / Körpergrösse (m) im Quadrat
Normalgewicht: 18.5 – 24.9 kg/m2

Bauchumfang
engl. waist circumference WC
höchstens 94 cm bei Männern
höchstens 80 cm bei Frauen

Verhältnis von Bauch- zu Hüftumfang
engl. waist to hip ratio WHR
höchstens 0,9 bei Männern
höchstens 0,8 bei Frauen

Verhältnis von Bauchumfang (cm) zu Körpergrösse (cm)
engl. waist to height ratio WHtR
bis 40 Jahre: höchstens 0,5
bis 50 Jahre: für jedes zusätzliche Lebensjahr 0,01 addieren
über 50 Jahre: höchstens 0,6
(Die Angaben gelten für beide Geschlechter, für Kinder und Jugendliche gelten andere Werte.)
(SGE 21. April 2010)

Emmentaler Switzerland ehrt beste Käser.

Emmentaler Switzerland hat am 20. April 2010 erstmals die besten Emmentaler AOC Käseproduzenten des vergangenen Jahres geehrt. Die «goldene Käsereimarke» und damit der Titel als bester Emmentaler AOC Produzent 2009 ging an die Käserei Ilfis in Langnau i. E. Käsermeister Urs Fankhauser erreichte mit seinem Team im Jahr 2009 eine Durchschnittsbewertung für seinen Käse von 19.875 Punkten von 20 möglichen Punkten.

Damit ein Emmentaler Käse das AOC-Gütesiegel erhält und als Emmentaler AOC verkauft
werden darf, muss er bei der Qualitätskontrolle durch die Qualitätsbeauftragten von Emmentaler Switzerland mindestens 18 von 20 Punkten erreichen. Diese Kontrolle wird jeden Monat gemacht. Beurteilt werden neben dem Geschmack des Käses auch die Lochung, die Teigbeschaffenheit und die äussere Erscheinung.

Die «goldene Käsereimarke» und damit die Auszeichnung für den besten Emmentaler AOC Käseproduzent 2009 holte sich die Käserei Ilfis aus Langnau i. E. mit einer durchschnittlichen Bewertung von 19.875 Punkten. Die «silberne Käsereimarke» ging an Niklaus Haldimann von der Käserei Scheidweg in Heimenschwand (19.833 Punkte), die bronzene Auszeichnung holten sich gemeinsam Werner Heiniger, Huttwil und Marcel Züger, Lömmenschwil. Über 70 % aller Emmentaler Käseproduzenten haben im vergangenen Jahr eine durchschnittliche Bewertung von über 19 Punkten erreicht. (Emmentaler 20.4.2010)